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Europäische und internationale Forschungsinfrastrukturen

Die Forschungssektion des BMBWF vertritt Österreich in europäischen und internationalen Gremien betreffend Forschungsinfrastrukturen und ermöglicht durch Teilnahme an europäischen und internationalen Großforschungseinrichtungen bzw. Forschungsnetzwerkern der österreichischen Forschungscommunity den Zugang zu Forschungsmöglichkeiten und neuem Wissen.

Strategisch mitgestalten – European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI)

Für die Aufgabe einer strategiegeleiteten und gemeinsam abgestimmten Weiterentwicklung von Großforschungsanlagen und Forschungsinfrastrukturnetzwerken in Europa wurde ESFRI 2002 gegründet. ESFRI setzt sich aus Delegierten der EU Mitgliedsstaaten und der zum EU Forschungsrahmenprogramm assoziierten Staaten sowie einer Vertretung der Europäischen Kommission zusammen.

Zentraler Meilenstein von ESFRI ist die Erstellung der ESFRI Roadmap, die eine Liste an gemeinsam zu errichtenden Europäischen Forschungsinfrastrukturen enthält bzw. auch jene ESFRI Projekte auflistet, die sich bereits in der Implementierungsphase befinden (sog. „ESFRI Landmarks“).

Die ESFRI Roadmap wird in einem iterativen Prozess etwa alle zwei Jahre erneuert. Aktuell enthält die ESFRI Roadmap 18 Projekte und 37 Landmarks aus allen Wissenschaftsbereichen (Stand 2018). 

Darüber hinaus hat ESFRI gemeinsam mit der Europäischen Kommission eine nachhaltige Rechtsform zur Etablierung von europäischen Forschungsinfrastrukturen entwickelt. Diese werden in Form von European Research Infrastructure Consortia (ERIC) auf Antrag und durch eine Entscheidung der Europäischen Kommission dauerhaft institutionalisiert.

Österreich ist derzeit an insgesamt 15 ESFRI-Projekten / Landmarks beteiligt.

Biowissenschaften und Medizinforschung:

Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften:

Umweltwissenschaften:

Physik und Technik:

Informations- und Kommunikationswissenschaften:

Das BMBWF wendet rund 40 Millionen Euro pro Jahr für die Mitgliedschaft in internationalen und europäischen Forschungsinfrastrukturen und -einrichtungen auf, die im Folgenden beispielhaft angeführt werden:

  • Mehr als die Hälfte (ca. 21,6 Millionen Euro) entfallen auf den Mitgliedsbeitrag zum Europäischen Kernforschungszentrum CERN, um Forschung an den grundlegenden Fragen zum Aufbau der Materie und ihren Elementarteilchen zu ermöglichen (inkl. Verwaltungskosten, Gehälter und Pensionen der CERN Angestellten); hinzu kommen anteilige Kosten an der Beteiligung der CERN Experimente von ca. 500.000 Euro p.a. sowie die CERN-Stipendien von ca. 600.000 Euro p.a.
  • Mitgliedschaft beim European Southern Observatory (ESO) mit Verwaltungssitz in Deutschland und Observatorien in Chile (anteilige Kosten: ca. 6 Millionen Euro inkl. anteilige Investitionskosten für das neue Großteleskop ELT).
  • Für die Mitgliedschaften an der European Molecular Biology Conference EMBC und für das European Molelcular Biology Laboratory EMBL mit Sitz in Heidelberg sind ca. 3 Millionen Euro vorgesehen.
  • Die European Synchrotron Radiation Facility (ESRF, ca. 1,9 Millionen Euro), der Hochflussreaktor ILL in Grenoble (2,5 Millionen Euro) und das italienische Synchrotronforschungszentrum ELETTRA sind weitere Großforschungseinrichtungen im Portfolio für internationale Wissenschaftszusammenarbeit der Forschungssektion.
  • Das „International Institute for Applied Systems Analysis“ (IIASA) in Laxenburg bei Wien ist eine internationale Forschungsinstitution, die interdisziplinäre wissenschaftliche Studien über globalen Wandel in den Bereichen Energie, Ökologie, Übergang zu neuen Technologien, Demographie, u.a. und die Auswirkungen auf den Menschen durchführt.
  • Darüber hinaus finanziert das BMBWF unter anderem die Mitgliedschaft an Organisationen und Netzwerken, wie der World Meteorological Organization (WMO) und GRID, quasi die Nachfolgetechnologie des Internets zur Vernetzung von Datenspeicher- und Datenbearbeitungskapazitäten ("Ihr Supercomputer aus der Steckdose").

Kontakt:

Österreichische ESFRI Delegierte:

Dr. Daniel Weselka
Abteilung Grundlagenforschung und Forschungsinfrastrukturen
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
T 43 1 53120-6278
daniel.weselka@bmbwf.gv.at

Dr.a Karoline Begusch-Pfefferkorn
Abteilung Forschungspolitik von Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten
T 43 1 53120-5638
karolina.begusch-pfefferkorn@bmbwf.gv.at

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