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Häufige Fragen und Antworten (FAQ) im Universitäts- und Hochschulbereich (Stand: 23. Oktober 2020)

Wir bitten um Ihr Feedback auf diese FAQ-Liste über COVID-19 im Universitäts- und Hochschulbereich.

Schreiben Sie uns an hochschule-meldet@bmbwf.gv.at unter den Stichworten „COVID-19-FAQ“, wenn Ihnen eine Frage fehlt oder Ihnen die Antwort auf eine Frage unklar, fehler- oder lückenhaft erscheint.

Hauptthemen

  1. Allgemein zu Corona
  2. Geltende Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen an Hochschulen und Universitäten
  3. Fragen zur Einreise zu Studienzwecken
  4. Studieren und Lehren im Wintersemester 2020/21
  5. Forschen im Studienjahr 2020/21
  6. Finanzielle Fragestellungen (Studienbeihilfe, Auslandsförderungen allgemein, Stipendien und Studienbeiträge)
  7. Mobilität, insbesondere Erasmus+
  8. Studierendenheime
  9. Universitätssportinstitute

1. Allgemeines zu Corona

Wann liegt ein COVID-19-Verachtsfall vor?

Ein COVID-19-Verdachtsfall liegt dann vor, wenn die/der Betroffene aufgrund des Auftretens von Symptomen die Nummer 1450 angerufen hat und von den dortigen Mitarbeiter/innen, gesundheitsbehördlich oder ärztlich als solcher eingestuft wurde bzw. zu einem COVID-19-Test aufgefordert wurde. Ist das der Fall, bleibt man ein COVID-19-Verdachtsfall, bis das (negative) Textergebnis vorliegt. Bis dahin hat sich die/der Betroffene in häusliche Absonderung zu begeben.

Genauere Informationen, wann von einem COVID-19-Verdachtsfall auszugehen ist, finden Sie auf der Webseite des Gesundheitsministeriums.

Wann liegt ein COVID-19-Infektionsfall vor?

Ein COVID-19-Fall liegt vor, wenn eine COVID-19-Testung ein positives Ergebnis erbringt. Genauere Informationen über die klinischen Voraussetzungen einer SARS-CoV-2-Infektion finden Sie auf der Webseite des Gesundheitsministeriums. Die Gesundheitsbehörde verfügt mündlich oder über einen schriftlichen Absonderungsbescheid, dass die/der Betroffene mindestens zehn Tage in Quarantäne zu bleiben hat. Eine Missachtung kann strafrechtliche Folgen (Vorstrafe) haben.

Was ist zu tun, wenn man nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert ist?

Die/Der Betroffene hat den gesundheitsbehördlichen Anordnungen Folge zu leisten. Wurden (noch) keine verfügt, hat die-/derjenige sich jedenfalls in häusliche Absonderung zu begeben und jeglichen Kontakt zu meiden.
Die/der Betroffene hat die Gesundheitsbehörden bzw. die Nummer 1450 und die eigene Universität bzw. Hochschule über das Vorliegen einer SARS-CoV2-Infektion zu informieren, wenn das bis dahin noch nicht erfolgt ist.

Was ist zu tun, wenn man COVID-19-Verdachtsfall ist?

Die/Der Betroffene hat sich bis zum Vorliegen eines COVID-19-Testergebnisses in Absonderung zu begeben, also zu Hause oder im Studierendenheimzimmer zu bleiben bzw. nach Hause oder in das eigene Studierendenheimzimmer zu gehen oder – wenn das nicht möglich ist – sich an der Universität bzw. Hochschule zu isolieren.

Die/Der Betroffene hat jedenfalls die Gesundheitsbehörden bzw. die Nummer 1450 und die eigene Universität bzw. Hochschule zu informieren, dass ein Verdacht einer Sars-CoV-2-Infektion vorliegt.

Wann ist man Kontaktperson eines COVID-19-Infektionsfalls?

Es gibt zwei Kategorien von Kontaktpersonen: Als Kontaktperson der Kategorie K1 gelten Personen im persönlichen Umfeld einer/eines Sars-Cov-2-Infizierten. Als Kontaktperson der Kategorie K2 gelten Personen, die (kumulativ) kürzer als 15 Minuten in einer Entfernung von mindestens zwei Metern im selben Raum mit einer/einem Sars-Cov-2-Infizierten Kontakt hatten. Ob jemand als K1 oder K2 einzustufen ist, legt ausschließlich die Gesundheitsbehörde fest. Es gilt die Grundregel, dass als Kontaktperson anzusehen ist, wer mit einer/einem Infizierten 48 Stunden vor Erkrankungsbeginn (also, sobald die ersten Symptome auftreten) bis zehn Tage Kontakt hatte. Bei asymptomatischen Fällen wird der Zeitraum ab 48 Stunden vor bis zehn Tage nach Probeentnahme gerechnet, die zum positiven Testergebnisgeführt hat.

Detailliertere Informationen stellt das Gesundheitsministerium in seiner Broschüre „Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen: Kontaktpersonennachverfolgung“ bereit. Dort sind insbesondere Beispielsituationen angeführt, wann man als Kontaktperson der Kategorie K1 oder K2 anzusehen ist.

Was ist als Kontaktperson eines COVID-19-Infektionsfalls zu tun?

Hat die Gesundheitsbehörde jemanden als Kontaktperson der Kategorie K1 eingestuft, ist in gleicher Weise vorzugehen, wie bei einem COVID-19-Verdachtsfall. Die/Der Betroffene, der/die behandelnde Arzt / Ärztin, die Gesundheitsbehörde oder die Universität bzw. Hochschule hat die Nummer 1450 bzw. die örtliche Gesundheitsbehörde zu informieren. Die/Der Betroffene hat sich für zehn Tage zu isolieren bzw. selbst zu beobachten, jedenfalls bis zum Vorliegen eines negativen COVID-19-Testergebnisses.
Ist sie/er als K2-Kontaktperson zu werten, ist keine Isolation vorgeschrieben, dennoch sollten persönliche Kontakte zu Dritten innerhalb der nächsten zehn Tage ab dem kontagiösen Kontakt weitestgehend reduziert werden.

In jedem Fall wird darum gebeten, wissentliche direkten Kontakte zu notieren, falls sie zur (weiteren) Kontaktpersonennachverfolgung benötigt werden. Genauere Informationen stellt das Gesundheitsministerium in seiner Broschüre „Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen: Kontaktpersonennachverfolgung“ bereit.

Wen sollte man informieren, wenn man ein COVID-19-Verdachtsfall ist?

  • Die Gesundheitsbehörde bzw. 1450, falls das der behandelnde Arzt / die behandelnde Ärztin oder jemand anderer nicht bereits übernommen hat
  • Die jeweilige Hochschule bzw. Universität, wenn man ihr/e Mitarbeiter/in ist
  • Studierende werden darum gebeten, ihre jeweilige Universität bzw. Hochschule unter der jeweiligen zentralen Meldeadresse / Meldetelefonnummer zu verständigen.

Wann ist man eine Risikoperson?

Aus gesundheitsrechtlicher Sicht normiert die sog. COVID-19-Risikogruppe-Verordnung, wer als Risikoperson einzustufen ist. Die Zuordnung trifft ein/e Mediziner/in über ein ärztliches Attest. Für Hochschulmitarbeiter/innen gelten die anzuwendenden arbeitsrechtlichen Regelungen, für beamtete Mitarbeiter/innen die entsprechenden, geltenden dienstrechtlichen Bestimmungen. Es wird empfohlen, Studierenden, die als Risikopersonen anzusehen sind, alternative Teilnahmemöglichkeiten am Lehr- und Prüfungsbetrieb zu ermöglichen – etwa durch digitale Formen der Teilnahme (z.B. durch die Abhaltung von Hybridlehrveranstaltungen).

Wie gehen Universitäten bzw. Hochschulen mit Risikopersonen um?

Für Hochschulmitarbeiter/innen gelten die anzuwendenden arbeitsrechtlichen Regelungen, für beamtete Mitarbeiter/innen die entsprechenden, geltenden dienstrechtlichen Bestimmungen. Es wird empfohlen, Studierenden, die als Risikopersonen anzusehen sind, alternative Teilnahmemöglichkeiten am Lehr- und Prüfungsbetrieb zu ermöglichen – etwa durch digitale Formen der Teilnahme (z.B. durch die Abhaltung von Hybridlehrveranstaltungen).

2. Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen an Universitäten und Hochschulen

Welche Corona-Maßnahmen gelten für Universitäten bzw. Hochschulen?

Die jeweilige Universitäts- und Hochschulleitung legt eigenverantwortlich und selbstbestimmt fest, welche Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen gelten. Sie kennt die Gegebenheiten an ihren Standorten am besten und weiß auch, worauf zu achten ist, insbesondere in welchen Situationen größere Personengruppen zusammenkommen (können). Der „COVID-19: Leitfaden für den gesicherten Hochschulbetrieb“ (PDF, 526 KB) bietet den Rektorinnen und Rektoren sowie den Leitungsorganen mit ihren Empfehlungen dabei eine Orientierungshilfe.

Auch die Corona-Ampel des Gesundheitsministeriums, die mit ihrer Schaltung eine aktuelle Risikoeinschätzung für die jeweiligen Regionen anzeigt, kann dafür herangezogen werden. Die Vergangenheit hat aber bereits gezeigt, dass die geltende Ampelfarbe in einer Region nicht eins zu eins für den Hochschulbereich Gültigkeit hat. Informieren Sie sich daher bitte direkt bei Ihrer Universität- bzw. Hochschule, nach welchen Maßstäben Corona-Maßnahmen verhängt werden und welche aktuell gerade gelten.

Muss man an Universitäten bzw. Hochschulen einen Mund-Nasen-Schutz tragen?

Die jeweilige Universitäts- und Hochschulleitung legt fest, in welchen Situationen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist. Allerdings rät das BMBWF aus Eigenverantwortung und Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen im gesamten Universitäts- bzw. Hochschulareal einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, wenn der jeweilige Mindeststandard nicht eingehalten werden kann. Das gilt auch für den Hörsaal und das Labor. Bei längeren Vorträgen ist jedenfalls auf die strikte Einhaltung des Mindestabstands zu achten. So wird es auch im „10-Punkte-Programm für die Hochschulen“ (PDF, 94 KB) des BMBWF empfohlen. In jedem Fall sollten Sie sich bitte bei Ihrer Universität bzw. Hochschule über die geltenden Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen informieren.

Welcher Mindestabstand ist an Universitäten bzw. Hochschulen einzuhalten?

Der Mindestabstand darf nicht weniger als einen Meter betragen. Er kann aber von Universität zu Universität und von Hochschule zu Hochschule variieren, falls die jeweiligen Leitungen aufgrund spezieller Umstände strengere Vorgaben gemacht haben. Daher informieren Sie sich bitte bei Ihrer jeweiligen Universität bzw. Hochschule.

Wieso gibt es dabei kein einheitliches Vorgehen der Universitäten bzw. Hochschulen bei Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen?

Weil Universitäten bzw. Hochschulen autonom darüber entscheiden. Ihre Standorte sind über ganz Österreich verteilt, sodass die Situation von Standort zu Standort unterschiedlich ist. Es gilt der Grundsatz: Die Universitäts- bzw. Hochschulleitung verfügt so viele Einschränkungen wie notwendig, aber so wenige wie möglich. Daher sollten die jeweiligen Maßnahmen auch stets nach gründlicher Abwägung der Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und des gelindesten Mittels getroffen werden. Daher informieren Sie sich bitte bei Ihrer jeweiligen Universität bzw. Hochschule, was aktuell einzuhalten ist.

Welche Rolle spielt die Corona-Ampel des Gesundheitsministeriums für Universitäten bzw. Hochschulen?

Die Corona-Ampel des Gesundheitsministeriums dient der allgemeinen Risikoeinschätzung für die einzelnen Regionen. Sie ist als Orientierungshilfe für Universitäten bzw. Hochschulen anzusehen, die meist über mehrere Standorte verfügen, die sich in ganz Österreich befinden können. Die Vergangenheit hat aber bereits gezeigt, dass die geltende Ampelfarbe in einer Region nicht eins zu eins für den Hochschulbereich Gültigkeit hat. Informieren Sie sich daher direkt bei Ihrer Universität- bzw. Hochschule, nach welchen Maßstäben Corona-Maßnahmen verhängt werden und welche aktuell gerade gelten.

Wer weiß Bescheid, wie die aktuelle Risikolage an der eigenen Universität bzw. Hochschule ist?

Die jeweiligen Universitäten bzw. Hochschulen verfügen über alle Informationen, wie die aktuelle Risikolage an ihren Standorten einzuschätzen ist. Sie finden sich auf den jeweiligen Webseiten der Universitäten bzw. Hochschulen. Dort ist auch vermerkt, wer der/die Ansprechpartner/in für weitere Fragen ist. Zudem haben alle Universitäten bzw. Hochschulen zentrale Meldeadressen für COVID-Verdachtsfälle und –Infektionen eingerichtet (per Telefon oder E-Mail). Auch die finden Sie auf den Homepages.

3. Einreise zu Studienzwecken

Was ist bei der Einreise zu Studien- und Forschungszwecken zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass die allgemeinen fremdenrechtlichen Einreisebestimmungen – insbesondere die Frage, welches Visum oder welchen Aufenthaltstitel jemand benötigt, um in Österreich zu studieren oder forschen zu können – auch während der Corona-Pandemie einzuhalten sind.

Coronabedingt sind darüber hinaus auch gesundheitsrechtliche Vorgaben einzuhalten.

Auf Grund der aktuell geltenden COVID-19-Einreiseverordnung kommt es gesundheitsrechtlich nur darauf an, wo man sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise aufgehalten hat.

  • Die Staaten und Regionen sind in der Anlage zu dieser Verordnung je nach Ihrer Risikoeinstufung aufgelistet. In der Anlage A sind Gebiete mit geringem Risiko gelistet, in Anlage B die Risikogebiete.
  • Hat man sich in den letzten zehn Tagen in einem anderen Gebiet bzw. Staat mit geringem Risiko (= Anlage A) aufgehalten, so ist für die Einreise ein aktueller PCR-Test mit negativem Ergebnis notwendig. Der Test bzw. das Attest verliert 72 Stunden nach der Probenentnahme seine Gültigkeit. Kann man keinen PCR-Test vorlegen, so muss man sich unverzüglich in eine zehntägige Quarantäne begeben, aus der man sich – auf eigene Kosten - auch „freitesten“ kann.
  • Hat man sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet (= Anlage B) aufgehalten und kann keinen negativen PCR-Test vorlegen, so muss man sich unverzüglich in Quarantäne begeben und auf eigene Kosten binnen 48 Stunden einen PCR-Test veranlassen. Ist der Test negativ, gilt die Quarantäne als beendet.

Als Nachweis der Einreise zu Aufnahme bzw. Fortsetzung des Studiums kommen z.B. Zulassungsbescheide, Ausbildungsverträge, Studierendenausweise oder ähnliches in Frage.

Für die Einreise zu Forschungszwecken können z.B. Einladungen von wissenschaftlichen Einrichtungen als Nachweis dienen.

Die genauen Bedingungen legt das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) fest. Informieren Sie sich daher bitte regelmäßig auf der Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) und auf der Webseite des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD)

bzw.Gelten für Studierende besondere Einreisebestimmungen aufgrund der Corona-Pandemie?

Grundsätzlich gilt, dass die allgemeinen fremdenrechtlichen Einreisebestimmungen – insbesondere die Frage, welches Visum oder welchen Aufenthaltstitel jemand benötigt, um in Österreich zu studieren oder forschen zu können – auch während der Corona-Pandemie einzuhalten sind.

Coronabedingt sind darüber hinaus auch gesundheitsrechtliche Vorgaben einzuhalten.

Auf Grund der aktuell geltenden COVID-19-Einreiseverordnung kommt es gesundheitsrechtlich nur darauf an, wo man sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise aufgehalten hat.

  • Die Staaten und Regionen sind in der Anlage zu dieser Verordnung je nach Ihrer Risikoeinstufung aufgelistet. In der Anlage A sind Gebiete mit geringem Risiko gelistet, in Anlage B die Risikogebiete.
  • Hat man sich in den letzten zehn Tagen in einem anderen Gebiet bzw. Staat mit geringem Risiko (= Anlage A) aufgehalten, so ist für die Einreise ein aktueller PCR-Test mit negativem Ergebnis notwendig. Der Test bzw. das Attest verliert 72 Stunden nach der Probenentnahme seine Gültigkeit. Kann man keinen PCR-Test vorlegen, so muss man sich unverzüglich in eine zehntägige Quarantäne begeben, aus der man sich – auf eigene Kosten - auch „freitesten“ kann.
  • Hat man sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet (= Anlage B) aufgehalten und kann keinen negativen PCR-Test vorlegen, so muss man sich unverzüglich in Quarantäne begeben und auf eigene Kosten binnen 48 Stunden einen PCR-Test veranlassen. Ist der Test negativ, gilt die Quarantäne als beendet.

Als Nachweis der Einreise zu Aufnahme bzw. Fortsetzung des Studiums kommen z.B. Zulassungsbescheide, Ausbildungsverträge, Studierendenausweise oder ähnliches in Frage.

Für die Einreise zu Forschungszwecken können z.B. Einladungen von wissenschaftlichen Einrichtungen als Nachweis dienen.

Die genauen Bedingungen legt das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) fest. Informieren Sie sich daher bitte regelmäßig auf der Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) und auf der Webseite des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD).

4. Studieren und Lehren im Wintersemester 2020/21

Werden die Inskriptionsfristen verlängert?

Die allgemeine Zulassungsfrist für das Wintersemester 2020/21 wurde coronabedingt für Universitäten und Pädagogische Hochschulen bis 30. September 2020 verlängert, nicht aber die Dauer des Wintersemesters bis 28. Februar 2021.

Wie ist das Wintersemester 2020/21 organisiert?

Für das Sommersemester 2020 wurden aufgrund der Corona-Pandemie studienrechtliche Sondervorschriften erlassen, die teilweise auch in das Wintersemester 2020/21 hineinwirken. Ziel war damit einen regulatorischen Rahmen für die Aufrechterhaltung des Studienbetriebes in einer Ausnahmesituation zu schaffen, der durch die plötzliche Umstellung auf ein weitgehend digitales Semester und den damit einhergehenden Distance Learning und Online-Prüfungen geprägt war. Das gilt es nun in einen „Regelbetrieb“ zu überführen. Deshalb liegt die Hauptverantwortung für künftige rechtliche Regelungen nun bei den Universitäten und Hochschulen selbst. Daher informieren Sie sich bitte direkt bei Ihrer Universität oder Hochschule.

Wird es wieder ein rein digitales Semester sein?

Das entscheiden die Universitäten bzw. Hochschulen selbst. Die meisten haben aber bereits angekündigt, einen Mix aus Präsenz- und Digitallehrveranstaltungen und aus Präsenz- und Digitalprüfungen abzuhalten. Gerade praktische Übungen, Laborübungen, Praktika, künstlerische Arbeiten lassen sich nur bedingt rein digital sinnvoll abhalten. Daher wird das Wintersemester 2020/21 wohl ein überwiegendes hybrides Semester sein. Informieren Sie sich bei Ihrer Universität bzw. Hochschule, wie sie das Wintersemester 2020/21 organisiert.

Wieso gehen die Universitäten bzw. Hochschulen so unterschiedlich bei der Organisation ihres Lehr- und Prüfungsbetriebes
vor?

Weil insbesondere die Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten eigenständige Rechtsträgerinnen sind. Hier sind es die Rektorate, Senate, Studiengangsleitungen bzw. die weiteren Leitungsorgane, die autonom bestimmen, was an ihrer Hochschule passiert. Niemand kennt die Situation ihrer Studierenden, Lehrenden, Forschenden sowie ihrer übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser als sie und weiß genauer über die örtlichen Gegebenheiten Bescheid. Sie unterscheiden sich, je nachdem ob es sich um eine medizinische, technische, künstlerische oder wissenschaftliche Universität bzw. Hochschule handelt. Informieren Sie sich daher bitte bei Ihrer Universität bzw. Hochschule, wie sie den Lehr- und Prüfungsbetrieb im Wintersemester 2020/21 organisiert.

Wer entscheidet, in welcher Form Lehrveranstaltungen und Prüfungen abgehalten werden?

Die jeweiligen Universitäts- bzw. Hochschulleitungen (Rektorate, Senate und Kollegien), aber auch Leitungen anderer Organisationseinheiten (Fakultäten, Institute, Departments, Studiengänge) sowie die Lehrenden selbst entscheiden, in welcher Form Lehrveranstaltungen und Prüfungen abgehalten werden. Informieren Sie sich bitte daher direkt bei den jeweiligen Verantwortlichen an Ihrer Universität bzw. Hochschule.

Was muss bei Präsenzlehrveranstaltungen und Prüfen beachtet werden?

Lehrveranstaltungen können im Wintersemester 2020/21 als Präsenzlehrveranstaltungen, in digitaler Form oder in einer Mischvariante von beiden stattfinden. Wie, das entscheidet die jeweilige Universität bzw. Hochschule bzw. nicht zuletzt die/der jeweilige Lehrende selbst. Angelehnt an die allgemeine Corona Ampel wurde als Leitfaden für die Gestaltung des Studienbetriebes folgendes Dokument veröffentlicht:„COVID-19: Leitfaden für den gesicherten Hochschulbetrieb“ (PDF, 526 KB) Informieren Sie sich daher bitte direkt bei Ihrer Universität oder Hochschule bzw. achten Sie bei der Anmeldung zu einer Lehrveranstaltung darauf, in welcher Form diese stattfindet.

Was ist bei digitalen Prüfungen zu beachten?

Digitale Prüfungen stellen grundsätzlich eine gleichwertige Alternative zu Präsenzprüfungen dar. Durch die COVID-19-Universitäts- und Hochschulverordnung (C-UHV) und die COVID-19-Fachhochschulverordnung (C-FHV) wurden Sonderregelungen für die Durchführung von Prüfungen auf elektronischem Weg geschaffen, die auch im Wintersemester 2020/21 zu beachten sind. Sie umfassen das Vorhandensein einer geeigneten technischen Infrastruktur, die Überprüfung der Identität, die Führung eines Prüfungsprotokolls und dass bei technischen Problemen, die ohne Verschulden der Studierenden auftreten, die Prüfung abzubrechen und nicht auf die Gesamtanzahl der zulässigen Antritte anzurechnen ist. Es handelt sich um Mindestanforderungen für die Abhaltung digitaler Prüfungen, die die einzelnen Universitäten bzw. Hochschulen in ihrer Regelungsverantwortung noch weiter konkretisiert haben. Daher informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Studienabteilungen bzw. den jeweils verantwortlichen Organisationseinheiten, was bei digitalen Prüfungen an Ihrer Universität bzw. Hochschule zu beachten ist.

Wie gehen Universitäten bzw. Hochschulen mit dem Schummeln bei digitalen Prüfungen um?

In der COVID-19-Universitäts- und Hochschulverordnung (C-UHV) und der COVID-19-Fachhochschulverordnung (C-FHV) ist geregelt, dass technische oder organisatorische Maßnahmen zur Gewährleistung der eigenständigen Erbringung der Prüfungsleistung durch Studierende vorzusehen sind. Welche das sind, legt die jeweilige Universität bzw. Hochschule selbst fest. Es kann daher vorkommen, dass nach einer schriftlichen Prüfung bei Ihnen nachgefragt wird, ob die Prüfungsleistung von Ihnen selbst erbracht worden ist. Wenn Sie unerlaubte Hilfsmittel verwenden, ist rechtlich normiert, die Prüfung abzubrechen und den Antritt auf die zulässige Zahl der Prüfungsantritte anzurechnen.

Stehen die Bibliotheken und Lesesäle der Universitäten bzw. Hochschulen zur Nutzung zur Verfügung?

Die jeweilige Universität bzw. Hochschule legt selbst fest, unter welchen Bedingungen und Auflagen ihre Bibliotheken und Lesesäle zur Nutzung offenstehen. Daher informieren Sie sich bitte direkt bei Ihrer Universität bzw. Hochschule.
Im 10-Punkte-Programm für Hochschulen (PDF, 94 KB) wird darauf verwiesen, dass im Wintersemester 2020/21 „ein beinahe regulärer Bibliotheksbetrieb“ vorgesehen ist.

5. Forschen im Wintersemester 2020/21

Wie wird im WS 2020/21 geforscht?

Die Universitäten bzw. Hochschulen haben Hygiene- und Sicherheitskonzepte für den Forschungsbetrieb ausgearbeitet. Sie umfassen Raumnutzungs- und Personalpläne – inklusive der Möglichkeit von Home-Office. Gerade in Labors ist auf die Einhaltung des geltenden Mindestabstands und der strengen Hygienebedingungen zu achten. Dabei sind Vorkehrungen für den Einsatz des Schlüsselpersonals vorzusehen, die Tätigkeiten verrichten, die für die Aufrechterhaltung systemkritischer Infrastruktur notwendig sind. Dazu zählen auch jene Forschungsarbeiten, die aus Sicherheitsgründen nicht abgebrochen werden können oder deren Abbruch hohe wirtschaftliche Kosten nach sich zögen. Informieren Sie sich bitte bei Ihrer Universität bzw. Hochschule, wie sie ihren Forschungsbetrieb organisiert.

6. Finanzielles (insbesondere die Studienbeihilfe, Stipendien allgemein, Studienbeiträge)

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Bezug von Studienförderungen wie der Studienbeihilfe, dem Studienabschlussstipendium oder dem Auslandsstipendium aus?

Mit der COVID-19-Studienförderungs-Verordnung (C-StudFV) wurde eine Rechtsgrundlage geschaffen, die berücksichtigt, dass es coronabedingt zu Verzögerungen im Studium kommen kann. Am Grundsatz, dass die Studienbeihilfe und andere Förderungen grundsätzlich jenen Studierenden zugutekommen, die ihr Studium zielstrebig und mit entsprechendem Erfolg betreiben, ändert sich dadurch aber nichts.

Weil das Sommersemester 2020 überwiegend digital abgehalten wurde, ist es laut der C-StudFV wie ein neutrales Semester zu behandeln. Es wird für studienförderrechtlich relevante Fristen nicht gezählt. Dass gilt vor allem für die Berechnung der Anspruchsdauer, für die Fristen zum Nachweis des Studienerfolgs, die Fristen für die Aufnahme eines nachfolgenden Studiums, die Einhaltung der Altersgrenze sowie die Folgen eines verspäteten Studienwechsels. Es wird wie ein zusätzliches Toleranzsemester gewertet.

  • Das Sommersemester 2020 wird in der Studienförderung für Studiennachweise und die Anspruchsdauer nicht berücksichtigt.
    Studienbeihilfenbezieher, die ihr Studium im WS 2019/20 begonnen haben, müssen den Nachweis aus ihrem ersten Studienjahr erst im Sommersemester 2020 erbringen. Die Anspruchsdauer verlängert sich um ein Semester.
  • Änderungen beim Studienabschluss-Stipendium: Auch beim Studienabschluss-Stipendium, das sich an ehemalige Erwerbstätige richtet, die nun erstmals studieren, können sich Anspruchsdauer und Altersgrenze (41 Jahre) um sechs Monate verlängern. Dazu muss glaubhaft gemacht werden, dass sich der Studienabschluss wegen Einschränkungen im Hochschulbetrieb, Kinderbetreuungspflichten oder der Pflege von Angehörigen verzögert.

Genauere Informationen hält die Studienbeihilfebehörde auf ihrer Webseite für Sie bereit. Dort finden Sie auch eine eigene FAQ-Liste zum Thema Studienbeihilfe.

Wie lange gilt die COVID-19-Sonderregelung zur Studienbeihilfe?

Die Sonderbestimmungen der COVID-19-Studienförderungs-Verordnung (C-StudFV) beziehen sich zwar auf das Sommersemester 2020, coronabedingte Studienverzögerungen in diesem Zeitraum können sich aber auch erst im Studienjahr 2020/21 oder noch später auswirken. Im Gegensatz zu anderen COVID-19-Sonderregelungen tritt die C-StudFV nicht zu einem bestimmten Datum außer Kraft.

Genauere Informationen hält die Studienbeihilfebehörde auf ihrer Webseite für Sie bereit. Dort finden Sie auch eine eigene FAQ-Liste zum Thema Studienbeihilfe.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Familienbeihilfe aus?

Durch die Novelle des Familienlastenausgleichsgesetzes im Rahmen des 6.COVID-Gesetzes wurde die Familienbeihilfe in ähnlicher Weise adaptiert wie die Studienförderung. Damit gelten die Regelungen über ein neutrales Semester ebenfalls für den Bezug der Familienbeihilfe (siehe § 2 Absatz 2 des Familienlastenausgleichsgesetzes). Das führt dazu, dass auch diese jedenfalls um ein Semester länger ausbezahlt wird und sich die Altersgrenze für ihren Bezug (24 bzw. 25 Jahre) entsprechend erhöht. Auch Studiennachweise sind um ein Semester später zu erbringen.

Nähere Informationen über den Bezug der Studienbeihilfe während der Corona-Pandemie finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit, Jugend und Familie (BMAJF) und auf der Webseite der Studienbeihilfenbehörde.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf das Studienabschlussstipendium aus?

Für die Berechnung ist das Einkommen des letzten Kalenderjahres heranzuziehen. Die Monatsrate beträgt mindestens 700 und höchstens 1.200 Euro. Daran ändert sich aufgrund der Corona-Pandemie nichts. Die COVID-19-Studienförderungs-Verordnung (C-StudFV) sieht aber eine Berücksichtigung von Beeinträchtigungen während des Sommersemesters 2020 vor.

Genauere Informationen hält die Studienbeihilfebehörde auf ihrer Webseite für Sie bereit. Dort finden Sie auch eine eigene FAQ-Liste zum Thema Studienbeihilfe.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf ein Auslandsstipendium aus?

Das hängt grundsätzlich von der Art des Auslandsstipendiums ab und der Frage, ob der damit in Zusammenhang stehende Auslandsaufenthalt aktuell angetreten und auch tatsächlich über die vorgesehene Dauer durchgeführt werden kann. Das wiederum hängt von dem aktuellen COVID-19-Infektionsgeschehen im betroffenen Zielland ab und davon, wie die aktuellen Einreisebestimmungen ausgestaltet sind. Sie ändern sich ebenso laufend wie etwaige Reisewarnungen des jeweiligen Ziellandes. Genauere Informationen hält das Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) und der Österreichische Austauschdienst (OeAD) auf ihren jeweiligen Webseiten bereit.

Müssen Auslandsstipendien zurückbezahlt werden, wenn ein Auslandsaufenthalt aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen werden muss?

Aktuell besteht nur eine rechtliche Regelung für das Sommersemester 2020. Für dieses sieht die COVID-19-Studienförderungs-Verordnung (C-StudFV) vor, dass die Verpflichtung entfällt, den Studienerfolgsnachweis dafür vorzulegen, um erhaltene Auslandsstipendien nicht zurückzahlen zu müssen. Deshalb sind bis einschließlich April 2020 ausbezahlte Beihilferaten nicht zurückzuzahlen.

Für Stipendien im Zusammenhang mit Erasmus+-Auslandsaufenthalten gilt:
Es werden nur physische Aufenthalte im Gastland in Form von Zuschüssen zu Reise- und Aufenthaltskosten gefördert, nicht aber sogenannte virtuelle Mobilitäten (wenn Lehrveranstaltungen, Prüfungen und die Mitwirkung an Projekten an der ausländischen Gasthochschule rein digital abgehalten werden und man diesen vom Heimatort beiwohnt). Daher erfolgt auch nur eine Auszahlung, solange man sich am Ort der Gasteinrichtung im Zielland aufhält. Unter Umständen können sogenannte „außerordentliche Kosten“ geltend gemacht werden, die durch Nichtantritte, Abbrüche oder Unterbrechungen geplanter Reise entstanden sind, beantragt werden. In diesen Fällen kann auch die erforderliche Absolvierung einer Mindestzahl von ECTS-Credits entfallen. Dies gilt jedoch nicht, wenn vor dem Reiseantritt im Zielland bereits eine Reisewarnung (Sicherheitsstufe 6) bestanden hat.

Nähere Informationen hält der Österreichische Austauschdienst (OeAD) auf seiner Webseite für Sie bereit.

Hat man Anspruch auf Studienbeihilfe, weil man coronabedingt länger für sein Studium benötigt?

Die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug der Studienbeihilfe bleiben durch die Sonderbestimmungen der COVID-19-Studienförderungs-Verordnung (C-StudFV) unberührt. Dieser Bezug hängt also weiterhin von einem günstigen Studienfortgang und der Einkommenssituation der Eltern ab bzw. besteht dann, wenn vier Jahre Selbsterhalt vorliegen. Allerdings wurden die Bezugsdauer und die Altersgrenze verlängert, weil das Sommersemester 2020 studienförderrechtlich außer Betracht bleibt.

Genauere Informationen hält die Studienbeihilfebehörde auf ihrer Webseite für Sie bereit. Dort finden Sie auch eine eigene FAQ-Liste zum Thema Studienbeihilfe.

Hat man Anspruch auf Studienbeihilfe, weil sich die Einkommenssituation der Eltern coronabedingt verschlechtert hat (etwa, weil ein Elternteil seinen Job verloren hat)?

Anspruch auf Studienbeihilfe besteht grundsätzlich, wenn ein Studienerfolg vorliegt und das Einkommen der Eltern zu gering ist, um den studierenden Kindern den angemessenen Unterhalt für die Finanzierung des Studiums zu leisten. Dieses kann nur unter bestimmten Voraussetzungen aus dem aktuellen Kalenderjahr 2020 herangezogen werden.

Eine längerdauernde Arbeitslosigkeit eines Elternteils oder beider Elternteile kann den Anspruch auf Studienbeihilfe begründen – etwa, wenn sie seit dem Frühjahr 2020 besteht. In jedem Fall sollten Sie sich bei der Studienbeihilfebehörde informieren.

Muss man die Studienbeihilfe zurückzahlen, wenn man eine corona-bezogene, bezahlte Arbeit annimmt?

Man muss jenen Betrag der Studienbeihilfe zurückzahlen, der über der sogenannten Zuverdienstgrenze liegt. Sie macht derzeit noch 10.000 Euro (im Monatsschnitt 833 Euro) aus, ihre Erhöhung auf 15.000 Euro ist aber bereits in Vorbereitung. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man diese Arbeit aufgrund der Corona-Pandemie verrichtet oder aus einem anderen Grund.

Nicht zurückzuzahlen sind bei einer Ausschöpfung der Zuverdienstgrenze jedenfalls der Betrag der ausbezahlten Studienbeihilfe und ein eigenes Einkommen bis zur Zuverdienstgrenze – also bis zu 10.000 (bzw. 15.000 Euro).

Achtung: Diese angeführte Zuverdienstgrenze fällt geringer aus, wenn man nicht das ganze Jahr Studienbeihilfe bezieht. Sie beträgt aktuell konkret 833 Euro pro Monat multipliziert mit der Zahl der Monate, in denen Beihilfe bezogen wird (bei einer Zuverdienstgrenze von 10.000 Euro).

Genauere Informationen darüber hält die Studienbeihilfebehörde auf ihrer Webseite für Sie bereit. Dort finden Sie auch eine eigene FAQ-Liste zum Thema Studienbeihilfe.

Sind im Wintersemester 2020/21, das weiterhin von der Corona-Pandemie beeinflusst wird, Studienbeiträge zu bezahlen?

Für das Wintersemester 2020/21 gelten die allgemeinen Regeln zur Entrichtung von Studien- und Leistungsbeiträgen. Inwieweit diese coronabedingt erlassen, gestundet oder rückerstattet werden, bestimmen die einzelnen Universitäten bzw. Hochschulen. Informieren Sie sich also bitte direkt bei Ihnen.

7. Mobilität, insbesondere Erasmus+

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Mobilität von Hochschulangehörigen aus?

Das lässt sich so allgemein nicht beantworten, sondern hängt von der jeweiligen Staatsangehörigkeit der/des Betroffenen, vom jeweiligen Mobilitätsprogramm und vom Zielland, aber auch der Universität bzw. Hochschule in diesem Zielland und der jeweiligen Heimatuniversität bzw. Heimathochschule ab.

Dabei muss unterschieden werden zwischen:

- EU- und EWR-Bürger/innen sowie Drittstaatsangehörigen

- Grund der Einreise (Studien-, Forschungs-, Arbeitszwecken

- Europäisches Austauschprogramme wie Erasmus+ oder andere

- Ob aufgrund der aktuellen COVID-19-Infektionslage eine Reisewarnung für das jeweilige Zielland besteht, in dem sich der jeweilige Universitäts- bzw. Hochschulstandort befindet.

Genauere Informationen finden Sie auf den Webseiten des Bundesministeriums für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) und des Österreichische Austauschdienst (OeAD).

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf Auslandsaufenthalte im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ aus?

Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ können normal durchgeführt werden. Es obliegt allerdings der Heimat- und der Gasthochschule über die Durchführung sowie die Form des Aufenthalts zu entscheiden. Es gibt die Möglichkeit, den Erasmus+-Aufenthalt nicht nur physisch, sondern auch digital in Form der virtuellen Mobilität durchzuführen. Auch Mischformen sind möglich – indem man nicht nur Präsenzlehrveranstaltungen und –prüfungen, sondern auch digitale Vorlesungen und Seminare besucht bzw. Leistungsnachweise in digitaler Form erbringt. Auch das ist zwischen der/dem Betroffenen, der Heimathochschule und der Gastinstitution zu vereinbaren.

Dabei sind alle aktuellen Informationen, insbesondere die Reisewarnungen und Reisebeschränkungen auf der Webseite des Bundesministeriums für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) zu beachten.

Genauere Informationen hält der Österreichische Austauschdienst (OeAD) auf seiner Webseite bereit.

Was passiert, wenn Auslandsaufenthalte im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ coronabedingt physisch nicht angetreten werden können?

Führt die Universität bzw. Hochschule den geplanten Erasmus+-Aufenthalt virtuell durch, kann er von überall aus wahrgenommen werden. Allerdings fördert Erasmus+ lediglich die erhöhten Kosten, die durch einen Aufenthalt an der Gastinstitution entstehen. Dies geschieht in Form von monatlichen Pauschalzuschüssen, z.B. durch die Reise oder die Anmietung von Wohnraum z.B. durch die Reise oder die Anmietung von Wohnraum. Daher kann keine Förderung für Distance Learning im Heimatland bzw. außerhalb des Gastlandes gewährt werden.

Genauere Informationen hält der Österreichische Austauschdienst (OeAD) auf seiner Webseite bereit. Dort findet sich eine eigene FAQ-Liste für Studierende, die COVID-19-bezogene Fragen rund um Erasmus+ beantwortet.

 

Was passiert, wenn Auslandsaufenthalte im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ coronabedingt abgebrochen werden müssen?

Die EU-Kommission stuft die Corona-Pandemie rechtlich als höhere Gewalt ein. Auslandsaufenthalte finden auf eigenes Risiko statt. Sollte eine Fortsetzung des Aufenthalts unmöglich sein – etwa aufgrund von Grenzschließungen oder einer Rückkehraufforderung des BMEIA, können Sie außerordentliche Kosten beim Österreichischen Austauschdienst (OeAD) geltend machen. Die Einstufung als Fall höherer Gewalt aufgrund von COVID-19 ist nur bei einer aufrechten Reisewarnung möglich, die das Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) für Ihr Gastland bzw. die Region, in der sich ihre Gastinstitution befindet, oder wenn Sie Ihren Aufenthalt aufgrund der COVID-19-Maßnahmen nicht fortführen können (z.B. bei Betriebsschließungen).

Bitte informieren Sie sich auf den Webseiten des Bundesministeriums für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA) und des OeAD. Der OeAD hat zusätzlich eine eigene FAQ-Liste für Studierende erstellt, die COVID-19-bezogene Fragen rund um Erasmus+ beantwortet.

Welche Kosten werden im Rahmen des Erasmus+-Aufenthalten gefördert?

Für Stipendien im Zusammenhang mit Erasmus+-Auslandsaufenthalten gilt: Es werden nur physische Aufenthalte im Gastland in Form von Zuschüssen zu Reise- und Aufenthaltskosten gefördert, nicht aber sogenannte virtuelle Mobilitäten (wenn Lehrveranstaltungen, Prüfungen und die Mitwirkung an Projekten an der ausländischen Gasthochschule rein digital abgehalten werden). Daher erfolgt auch nur eine Auszahlung, solange man sich im Zielland aufhält.

Zusätzlich können unter gewissen Umständen sogenannte „außerordentliche Kosten“ geltend gemacht werden, die durch Nichtantritte, Abbrüche oder Unterbrechungen geplanter Reise entstanden sind. In diesen Fällen kann auch die erforderliche Absolvierung einer Mindestzahl von ECTS-Credits entfallen. Dies gilt jedoch nicht, wenn vor dem Reiseantritt im Zielland bereits eine Reisewarnung (Sicherheitsstufe 6) bestanden hat.

Nähere Informationen hält der OeAD auf seiner Webseite für Sie bereit. Zusätzlich findet sich dort eine eigene FAQ-Liste für Studierende, die COVID-19-bezogene Fragen rund um Erasmus+ beantwortet.

Muss eine bereits bezogene Förderung für Auslandsaufenthalte im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ zurückbezahlt werden, wenn der Auslandsaufenthalt coronabedingt abgebrochen werden muss?

Für Stipendien im Zusammenhang mit Erasmus+ Auslandsaufenthalten gilt: Es werden nur physische Aufenthalte im Gastland in Form von Zuschüssen zu Reise- und Aufenthaltskosten gefördert, nicht aber sogenannte virtuelle Mobilitäten (wenn Lehrveranstaltungen, Prüfungen und die Mitwirkung an Projekten an der ausländischen Gasthochschule rein digital abgehalten werden). Daher erfolgt auch nur eine Auszahlung, solange man sich an der Gastinstitution im Zielland aufhält. Allerdings können unter Umständen sogenannte „außerordentliche Kosten“ geltend gemacht werden, die durch Nichtantritte, Abbrüche oder Unterbrechungen geplanter Reise entstanden sind. In diesen Fällen kann auch die erforderliche Absolvierung einer Mindestzahl von ECTS-Credits entfallen.

Nähere Informationen hält der OeAD auf seiner Webseite für Sie bereit. Zusätzlich findet sich dort eine eigene FAQ-Liste für Studierende, die COVID-19-bezogene Fragen rund um Erasmus+ beantwortet.

Wird die Zeit einer verpflichtenden Quarantäne im Ziel- bzw. Gastland im Rahmen des Austauschprogramms Erasmus+ gefördert?

Ja, auch dieser Zeitraum wird gefördert. Nähere Informationen hält der OeAD auf seiner Webseite für Sie bereit. Zusätzlich findet sich dort eine eigene FAQ-Liste für Studierende, die COVID-19-bezogene Fragen rund um Erasmus+ beantwortet.

8. Studierendenheime

Welche Corona-Maßnahmen gelten für Studierendenheime?

Es gelten sämtliche Bestimmungen des Gesundheitsrechtes und der regionalen und lokalen Sondervorschriften. Die Studierendenheimbetreiber/innen können darüberhinausgehende, zusätzliche strengere Corona-Maßnahmen festlegen. Erkundigen Sie sich daher bitte direkt bei der verantwortlichen Stelle Ihres Studierendenheims.

Muss ein Mund-Nasen-Schutz in Studierendenheimen getragen werden?

Erkundigen Sie sich bitte direkt bei der verantwortlichen Stelle Ihres Studierendenheims, inwieweit ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist, Aus Gründen der Achtsamkeit wird aber empfohlen, ihn in allen Räumlichkeiten, die für alle Bewohner/innen zugänglich sind, aufzusetzen.

Welche Rolle spielt die Corona-Ampel des Gesundheitsministeriums für Studierendenheime?

Für Studierendenheime gilt die allgemeine Corona-Ampel. Welche Corona-Maßnahmen in einem Studierendenheim aktuell konkret eingehalten werden müssen, ergibt sich aus den allgemeinen Vorgaben sowie den vom jeweiligen Betreiber festgelegten strengeren Bestimmungen. Erkundigen Sie sich daher bitte direkt bei der verantwortlichen Stelle Ihres Studierendenheims.

Wie soll man vorgehen, wenn ein/e Bewohner/in ein COVID-19-Verdachtsfall ist?

Es ist ebenso vorzugehen wie an Universitäten bzw. Hochschulen: Die/Der Betroffene hat sich bis zum Vorliegen eines COVID-19-Testergebnisses in Absonderung zu begeben, also zu Hause oder im Studierendenheimzimmer zu bleiben bzw. nach Hause oder in das eigene Studierendenheimzimmer zu gehen oder – wenn das nicht möglich ist – sich an der Universität bzw. Hochschule zu isolieren. Die/Der Betroffene hat jedenfalls die Gesundheitsbehörden bzw. die Nummer 1450 und die eigene Universität bzw. Hochschule zu informieren, dass ein Verdacht einer Sars-CoV-2-Infektion vorliegt.

Wie soll man vorgehen, wenn bei einem/einer Bewohner/in eine Sars-CoV-2-Infektionsfall auftritt?

Die/Der Betroffene hat sich bis zum Vorliegen eines COVID-19-Testergebnisses in Absonderung zu begeben, also zu Hause oder im Studierendenheimzimmer zu bleiben bzw. nach Hause oder in das eigene Studierendenheimzimmer zu gehen oder – wenn das nicht möglich ist – sich an der Universität bzw. Hochschule zu isolieren.

Die/Der Betroffene hat jedenfalls die Gesundheitsbehörden bzw. die Nummer 1450 und die eigene Universität bzw. Hochschule zu informieren, dass ein Verdacht einer Sars-CoV-2-Infektion vorliegt.

Erkunden Sie sich bitte im Vorfeld bei der verantwortlichen Stelle ihres Studierendenheims, wie Sie sich bei einem COVID-19-Verdachtsfall verhalten sollen.

Wie soll man vorgehen, wenn man mögliche Kontaktperson eines COVID-19-Verdachts- bzw. -Infektionsfalles ist?

Hat die Gesundheitsbehörde jemanden als Kontaktperson der Kategorie K1 eingestuft, ist in gleicher Weise vorzugehen, wie bei einem COVID-19-Verdachtsfall. Es ist jedenfalls der Studierendenheimbetreiber zu informieren. Die/Der Betroffene hat sich für die vorgeschriebene Zeit in der Regel zehn Tage zu isolieren bzw. selbst zu beobachten. Darüber hinaus werden Studierende gebeten, ihre Universität bzw. Hochschule zu benachrichtigen.

Wurde man von der Gesundheitsbehörde als K2-Kontaktperson eingestuft, ist in der Regel keine Isolation vorgeschrieben, dennoch sollten persönliche Kontakte innerhalb der nächsten zehn Tage ab dem kontagiösen Kontakt weitestgehend reduziert werden.

Wie soll man vorgehen, wenn über eine Bewohnerin bzw. einen Bewohner Quarantäne verhängt wurde?

Hat die Gesundheitsbehörde aufgrund eines positiven COVID-19-Testergebnisses mittels eines Absonderungsbescheides die Quarantäne verfügt und hat die Gesundheitsbehörde als Ort der Absonderung das Zimmer der/des Betroffenen im Studierendenheim angeordnet, so hat sich der/die Betroffene für die Dauer der Quarantäne dort aufzuhalten. Dies kann behördlich kontrolliert werden.

Dürfen Partys in Studierendenheimen veranstaltet werden?

Grundsätzlich gelten in Studierendenheimen alle gesundheitsrechtlichen Bestimmungen. Daher ist es aktuell nicht zulässig Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als zehn Personen zu veranstalten. Eine Studierendenparty mit fix zugewiesen Sitzplätzen schließt die COVID19_Maßnahmenverordnung genauso aus wie beispielsweise Weihnachtsfeiern.

Auch im Sinne eines eigenverantwortlichen Handelns und der Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen ist es in der aktuellen COVID-19-Situation nicht vertretbar, Partys in Studierendenheimen zu veranstalten. Darauf haben Wissenschaftsminister Heinz Faßmann und die Österreichische Hochschüler/innenschaft in ihrem gemeinsamen Studierendenbrief (PDF, 261 KB) deutlich hingewiesen. Aber auch die Benützungsregeln und Hausordnungen der meisten Studierendenheime verbieten Partys und größere Feiern. Wer dagegen verstößt, riskiert, sein Studierendenzimmer zu verlieren. Informieren Sie sich daher bei der verantwortlichen Stelle in Ihrem Studierendenheim über die geltenden Benützungsregelungen bzw. über die geltende Hausordnung.

9. Universitätssport

Welche Corona-Maßnahmen gelten in den Universitätssportinstituten (USI)?

Für die Universitätssportinstitute (USI), die allein von Universitäten betrieben werden, gilt grundsätzlich die gleiche Rechtslage wie für die Universitäten selbst. Diese Rektorate bestimmen folglich autonom und eigenverantwortlich, welche Corona-Maßnahmen eingehalten werden müssen. Sie haben eigene Richtlinien und Nutzungsordnungen aufgrund von COVID-19 erlassen, die sich an den gesundheitsrelevanten und sportbezogenen Anordnungen des Sportministeriums für die Sportstättennutzung sowie die Empfehlungen der Bundessportorganisation Sport Austria für einzelne Sportarten orientieren.

Informieren Sie sich daher bitte bei Ihrem zuständigen Universitätssportinstitut, welche Corona-Maßnahmen Sie einhalten müssen oder ob das USI auf Grund der aktuellen Situation geschlossen ist.

  1. Universitäts-Sportinstitut USI Wien
  2. Universitäts-Sportinstitut USI Graz
  3. Universitäts-Sportinstitut USI Innsbruck
  4. UniversitätsSPORTinstitut JKU Linz
  5. Universitäts-Sportinstitut Salzburg
  6. Universitätssport USI Leoben
  7. Universitätssportinstitut USI Klagenfurt