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Gleichstellung Forschungs(förderungs)einrichtungen

FWF – der Wissenschaftsfond – Mehrjahresprogramm

FWF – Karriereentwicklungsprogramme

IST Austria – Leistungsvereinbarung 2018–2020

ÖAW – Leistungsvereinbarung 2018–2020

FWF – Der Wissenschaftsfonds – Mehrjahresprogramm

In seinem Mehrjahresprogramm 2019-2021 hat der FWF die Ziele der nationalen ERA Roadmap (European Research Area) in den Bereichen Gender Equality und Gender Mainstreaming eingebettet. Dabei bilden die Erfahrungen im Bereich der Frauenförderung und des Gender-Mainstreaming die Basis für die Umsetzung der europäischen Vorgaben.
Ziel ist es, mit nachhaltigen strukturellen Maßnahmen Forscher/innen ausgeglichen zu beteiligen, Strukturänderungen im Sinne der Gleichstellung an den nationalen Forschungsinstitutionen zu unterstützen und Genderaspekte in die Forschungsansätze zu integrieren. Dahingehend ist der Wissenschaftsfond bestrebt, ausgewogene Beteiligung von Frauen und Männern in den Gremien, in den Funktionen, in den Prozessen und in den Programmen umzusetzen. Basis für die Aktivitäten und Maßnahmen bildet das FWF-Gender Monitoring. Jährlich werden die Antrags- und Bewilligungsraten von Frauen und Männern analysiert und veröffentlicht.

Ziele laut FWF-Mehrjahresprogramm 2019-2021

  • Weiterentwicklung des Chancengleichheitsmonitoring
  • verstärkte Sichtbarkeit der Jobangebote in Projektvorhaben
  • finanzielle Beiträge zur persönlichen Weiterqualifizierung von Forscher/inne/n
  • vertiefte internationale Vernetzung über internationale Projekte (GEECO, GENDERNET, GRC Gender Working Group)

Aktivitäten laut FWF-Mehrjahresprogramm 2019-2021

  • 2019: Implementierung von entscheidungs- relevanten Kriterien zur ausgeglichenen Beteiligung von Forscher/inne/n in FWF-Programmen
  • 2019: Aufforderung zur Reflexion der Genderdimension im Forschungsansatz in allen  FWF-Programmen
  • 2020: Entwicklung neuer Nachwuchsprogramme, die etablierte Karriereentwicklungsprogramme für Frauen optimieren und mit einer Erhöhung der für die Förderung von Frauen bereitgestellten Mittel die Frauenförderung stärken bzw. die Verankerung von Forscher/inne/n an den nationalen  Forschungsinstitutionen weiter vorantreiben.

Links:

FWF - Karriereentwicklungsprogramme

Finanziert aus Mitteln des BMBWF bietet der FWF hervorragend qualifizierten Wissenschafterinnen, die eine Universitätslaufbahn anstreben, die Möglichkeit, im Rahmen einer zweistufigen Karriereentwicklung insgesamt sechs Jahre Förderung in Anspruch zu nehmen. Das Karriereentwicklungsprogramm für Wissenschafterinnen ist unterteilt in das Post-Doc-Programm Hertha Firnberg und in das Senior Post-Doc-Programm Elise Richter. Das Programm wird zweimal jährlich ausgeschrieben. Aktuell findet auf Basis einer Programm-Evaluierung die Weiterentwicklung der Programme statt.

Hertha-Firnberg-Programm

Das Hertha-Firnberg-Programm unterstützt hoch qualifizierte Universitätsabsolventinnen am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn bzw. beim Wiedereinstieg nach der Karenzzeit für drei Jahre bei ihrer Forschungsarbeit.

Hertha-Firnberg-Programm

Elise-Richter-Programm

Das Elise-Richter-Programm unterstützt hoch qualifizierte Forscherinnen aller Fachdisziplinen, die eine Universitätskarriere anstreben. Nach Abschluss dieses Senior-Post-Doc-Programmes soll eine Qualifikationsstufe erreicht sein, die zur Bewerbung um eine in- oder ausländische Professur befähigt.

Elise-Richter-Programm

IST Austria – Leistungsvereinbarung 2018-2020

In der Leistungsvereinbarung mit dem Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) wird festgehalten, dass Diversität eine Grundvoraussetzung für den Erfolg eines Forschungsinstituts darstellt. Damit ist sowohl die Vielfalt von wissenschaftlichen Zugängen und Sichtweisen gemeint, als auch die Diversität wissenschaftlicher Laufbahnen und persönlicher Erfahrungen. Ebenso wird das Ziel der Chancengleichheit von Frauen und Männern und weitere relevante Diversitätsdimensionen des IST Austria (vor allem Internationalität) in allen Planungs-, Entscheidungs- und Organisationsprozessen berücksichtigt.

Wettbewerb um internationale Wissenschaftlerinnen

IST Austria bekennt sich zum Bemühen, den Anteil der Professorinnen zu erhöhen. Dies stellt angesichts des großen internationalen Wettbewerbs um exzellente Wissenschaftlerinnen eine besonders große Herausforderung dar. Um einem etwaigen (Gender) Bias bei der Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entgegenzuwirken werden Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung gesetzt. Dazu zählen spezifische Bias Awareness Schulungen für Professorinnen und Professoren die an der Rekrutierung beteiligt sind. Auch für andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden Bias Awareness Schulungen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten zu sozialrelevanten Themen wie Diversität, Gleichbehandlung und Belästigung am Arbeitsplatz angeboten.

Geplante und laufende Maßnahmen

  • Bias Awareness Schulungen für Professorinnen und Professoren (mit Fokus auf Recruiting) und andere wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IST Austria
  • Entwicklung eines „Code of Conduct“
  • Weiterentwicklung des Monitorings institutsrelevanter Diversitätsdimensionen
  • Rezertifizierung „Audit berufundfamilie“ und Umsetzung der Maßnahmen
  • Leistungsbericht zur Umsetzung des Personalentwicklungs- und Karriereförderplans in Verbindung mit der Identifizierung von Beispielen guter Praxis an vergleichbaren internationalen Forschungseinrichtungen zur Erhöhung der Frauenanteile

ÖAW – Leistungsvereinbarung 2018-2020

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bekennt sich in der Leistungsvereinbarung 2018-2020 zu einer zielgruppenübergreifenden Gender- und Diversitätspolitik sowie zur Schaffung eines diskriminierungsfreien Arbeitsumfelds. Alle ÖAW-Angehörigen sollen ihre individuellen Potenziale und ihre Leistungsfähigkeit in einem durch Offenheit und Integration gekennzeichneten Klima unabhängig von Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Behinderung entfalten können.

Geplante Gender- und Diversitätsmaßnahmen

  • Integration von Gender-Maßnahmen, wie z.B. Erhöhung des Frauenanteils, in die ÖAW-internen Zielvereinbarungen sowie institutsspezifische Umsetzung der Gleichstellungsziele
  • Entwicklung entsprechender Kennzahlen im Jahresbericht
  • Adaptierung und Weiterführung des Frauenförderplans basierend auf den Ergebnissen der Evaluierung; insbes. Ausbau der Fördermaßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, z.B. Eltern-Kind-Räume an Instituten und ÖAW-Fonds „Wissenschaft mit Kind“
  • Fortführung der Gender and Diversity Lectures
  • Veröffentlichung der Frauenanteile in den ÖAW-Gremien
  • Maßnahmen zur Erhöhung der Sichtbarkeit von Forschungsleistungen von Frauen, z.B. durch weitere Steigerung des Anteils weiblicher Vortragender bei öffentlich zugänglichen Veranstaltungen der ÖAW

Leistungsvereinbarung 2018-2020
Frauenförderplan 2018-2020 ÖAW