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Erhebung Geschlechterforschung an Universitäten 2017

Im Sommersemester 2017 führte das BMBWF eine Erhebung zum Verankerungsstand der Geschlechterforschung an Österreichs Universitäten durch.

Die Untersuchung ergab, dass

  • 21 von 22 Universitäten eine Organisationseinheit zur Koordinierung von Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung und/oder ein Institut für Geschlechterforschung haben
  • 19 von 22 Universitäten die Dimension Geschlecht explizit in irgendeiner Form in der (forschungsgeleiteten) Lehre berücksichtigen: Dabei sehen 13 Universitäten ein Studienmodul bzw. ein einschlägiges Studium vor (vier Universitäten mit Studien, drei Universitäten mit verpflichtend zu absolvierenden Teilen des Studiums, sechs Universitäten mit freiwillig zu absolvierenden Teilen des Studiums)
  • 12 der 22 Universitäten eine verpflichtende einschlägige Lehrveranstaltung für zumindest eines der angebotenen Curricula haben. Nur 11 Prozent der Curricula dieser 12 Universitäten haben eine derartige Veranstaltung verpflichtend vorgesehen (94 Curricula aus einem Angebot von 879 Studien von Bachelor bis PhD).
  • 13 Universitäten eine einschlägige Veranstaltung als Wahloption in zumindest einem der angebotenen Curricula haben. In immerhin 20 Prozent der Curricula dieser 13 Universitäten ist eine einschlägige Veranstaltung als Wahloption explizit genannt (268 Curricula aus einem Angebot von 1.366 Curricula).
  • 12 Universitäten durch eine einschlägige Professur auch über Geschlechterforschungskompetenzen verfügen, die das forschungsbezogene Lehrangebot bereichern
  • Sieben Universitäten eine nachhaltige Verankerung in Form von insgesamt 11 unbefristeten Professuren nennen, die der Geschlechterforschung zumindest teilgewidmet sind. An der Universität Linz finden sich mit vier unbefristeten Professuren die meisten dem Bereich Geschlechterforschung gewidmeten Professuren. Darüber hinaus wurden von den Universitäten fünf befristete § 99-Professuren genannt, wobei alle der Geschlechterforschung voll gewidmet sind und sich in denselben drei Studienfeldern finden wie die unbefristeten Professuren. Auch vier Gastprofessuren im Bereich Geschlechterforschung sind an den Universitäten eingerichtet, wobei ein Hauptaugenmerk auf Interdisziplinarität bzw. Rotation zwischen Fakultäten liegt.
  • Neun Universitäten durch Preise im Bereich der Geschlechterforschung auch für eine entsprechende Förderung im Bereich des wissenschaftlich-künstlerischen Nachwuchses sorgen. Bei der jeweils letzten Vergabe der gemeldeten Preise bewarben sich insgesamt 67 Frauen und sieben Männer; vergeben wurden die Preise an 13 Frauen und zwei Männer.
  • Sechs Universitäten die Nachwuchsförderung im Bereich der Geschlechterforschung mittels Stipendien unterstützen. Die Rückmeldungen zeigten, dass alle (neun) Bewerbungen von Frauen waren; fünf Stipendien wurden letztlich zuerkannt.