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Gabriele-Possanner-Preise

Die Gabriele-Possanner-Preise (Staats-, Würdigungs- und Förderungspreise) wurden 2019 zum 12. Mal verliehen. Sie fördern die Etablierung der Geschlechterperspektive in den Disziplinen nachhaltig. Aufgrund der stetigen qualitativen Weiterentwicklung, ihrer Dotation und ihrem hohen Stellenwert in der Forschungslandschaft zählen sie zu den attraktivsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Geschlechterforschung.

Gabriele-Possanner-Staatspreis

Der Gabriele-Possanner-Staatspreis dient der Auszeichnung einer Person aus dem Bereich Forschung und Lehre, deren wissenschaftliche Leistungen die Geschlechterforschung in Österreich nachhaltig fördern. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird auf Vorschlag einer Jury verliehen. Die Ermittlung der/s Staatspreisträger/in erfolgt durch Nominierung. Die Leitungen der öffentlichen und privaten Universitäten, der Fachhochschulen, der Pädagogische Hochschulen Universitäten sowie der drei außeruniversitären Forschungsinstitutionen (Ludwig Boltzmann-Gesellschaft, Österreichische Akademie der Wissenschaften, IST-Austria) wurden eingeladen, je eine/n geeignete Kandidat/in zu nominieren. 2019 gab es insgesamt 13 Staatspreiseinreichungen – neun von öffentlichen Universitäten, zwei von Pädagogischen Hochschulen und je eine von einer Fachhochschule und einer Privatuniversität, wobei sich die Jury für eine Zuerkennung an die Ökonomin Univ.-Prof.in Dr.in Doris Weichselbaumer, MA von der Universität Linz entschied.

Gabriele Possanner Staatspreisträgerin 2019 Doris Weichselbaumer

Gabriele-Possanner-Würdigungspreis

Der Gabriele-Possanner-Würdigungspreis dient zur Würdigung einer Person aus dem Bereich Forschung und Lehre, deren Lebenswerk im Zeichen der Geschlechterforschung steht. Der Preis wird seit 2013 in Form einer Skulptur der Künstlerin Claudia Hirtl auf Vorschlag einer Jury verliehen. Die Ermittlung der/s Würdigungspreisträger/in folgt demselben Modus wie jener des Staatspreises, durch Nominierung durch die Hochschul- und Forschungseinrichtungsleitungen. Insgesamt gab es 2019 drei Nominierungen und die Jury erkannte den Lebenswerkpreis der Kommunikationswissenschafterin Univ.-Prof.in Dr.in Elisabeth Klaus von der Universität Salzburg zu.

Gabriele Possanner Würdigungspreisträgerin 2019 Elisabeth Klaus

Gabriele-Possanner-Förderungspreise

Die beiden Gabriele-Possanner-Förderungspreise dienen der Auszeichnung wissenschaftlicher Einzelleistungen, die Beiträge zur Bearbeitung bzw. zur Lösung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen im Bereich der Geschlechterforschung liefern. Die Förderungspreise sind mit je 12.000 Euro dotiert. Sie liegen damit über der Staatspreisdotation. Diese außergewöhnliche Maßnahme wurde bewusst im Sinne der Generationengerechtigkeit 2017 erstmals gesetzt. Damit sind die Förderungspreise nicht nur von symbolischem Wert, sondern auch von der monetären Unterstützung her eine wirkungsvolle Auszeichnung für exzellente Wissenschafterinnen und Wissenschafter am Beginn einer möglichen wissenschaftlichen Karriere.

Im Gegensatz zum Staats- und Würdigungspreis werden die beiden Förderungspreise ausgeschrieben. Den einlangenden Eigenbewerbungen mittels Bewerbungsformular ist ein Gutachten anzuschließen. Insgesamt gab es 18 Einreichungen für die beiden Förderungspreise 2019 und sie wurden Dr.in Zorica Siročić von der Universität Graz sowie Dr.in Petra Sußner von der Universität Wien zuerkannt.

Gabriele Possanner Förderungspreisträgerin 2019 Zorica Siročić

Gabriele Possanner Förderungspreisträgerin 2019 Petra Sußner

Jury für die Gabriele Possanner-Preise 2019

  • Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Benke, LL.M. London, Rechtswissenschafter, Wien
  • Univ.-Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer, Medizinerin, Wien
  • Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Christine Lutter, Historikerin, Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Michael Meuser, Soziologe, Dortmund
  • Mag.a Bettina T. Resl, Vize-Präsidentin Club alpha – Hildegard Burjan Institut, Wien
  • Dr.in Roberta Schaller-Steidl, BMBWF, Wien (nicht stimmberechtigt)

Geschichtlicher Hintergrund

Die Gabriele-Possanner-Preise wurden 1997 in Gedenken an Gabriele Possanner eingerichtet. Ihr wurde genau 100 Jahre davor als erster Frau ein akademischer Grad durch eine Universität auf dem heutigen Staatsgebiet der Republik Österreich verliehen. Dafür musste sie alle „schweren Prüfungen“, die sie davor schon einmal zur Erlangung des Doktorates an der Universität Zürich erfolgreich absolviert hatte, an der Universität Wien ein zweites Mal ablegen. Gabriele Possanner war Zeit ihres Lebens Pionierin und Vorkämpferin für die berufliche Chancengleichheit von Frauen.

Bisherige Preisträger/innen (PDF, 109 KB)