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Gabriele-Possanner-Würdigungspreisträgerin Univ.-Prof.in Dr.in Elisabeth Klaus

Professorin Elisabeth Klaus engagiert sich seit ihrer Berufung 2003 an die Universität Salzburg für die Geschlechterforschung und -lehre sowohl an ihrem Fachbereich wie auch in anderen universitären Einrichtungen. Bereits seit ihrer Studienzeit an der Universität Münster und in den USA (Studium an der University of Notre Dame mit Abschluss des Doctor of Philosophy) und schon seit ihren frühen Jahren als Wissenschafterin (Hochschulassistentin Universität Dortmund, Hochschuldozentin Universität Göttingen, Vertretungsprofessorin Universitäten Hamburg, Wien, Klagenfurt, Dublin) zählt Professorin Elisabeth Klaus zu den Pionierinnen, die die Frauen- und feministische Forschung und Lehre an den Universitäten seit den 1980er Jahren – vielfach oft gegen harten Widerstand – nach und nach etablieren konnten.

Umfassende Publikationstätigkeit

Bereits seit Beginn der 1990er Jahre setzte sie sich in Ihren Publikationen für die Sichtbarmachtung der Frauen im Bereich der Medien, Journalistik und der Kommunikationswissenschaft ein. Neben den bis heute rund 120 Beiträgen in Sammelbänden und über 60 publizierten Artikeln in den für die feministische Forschung wichtigen Journals veröffentlichte Professorin Klaus genderspezifische Artikel auch in kommunikationswissenschaftlichen Fachzeitschriften.

Neben diesen Artikeln in Fachzeitschriften, Sammelbänden und Standardwerken konnte sie auch wichtige Monographien vorlegen, wie die 1998 erstmals und 2005 in der zweiten Auflage erschienene Publikation „Kommunikationswissenschaftliche Geschlechterforschung. Zur Bedeutung der Frauen in Massenmedien und im Journalismus“. Eine frühere (1995 veröffentlichte) Studie beschäftigte sich mit Erzählungen von lesbischen Journalistinnen. 2013 folgte eine Buchpublikation (gemeinsam mit Ulrike Wischermann), die sich in einem historischen Rückblick den Biographien und Texten von Journalistinnen von 1848 bis 1990 widmet.

Diese umfangreichen Publikationen im Bereich der feministischen und Genderforschung fanden in all den Jahren ihrer Tätigkeit an der Universität Salzburg auch eine Entsprechung in der Lehre. Forschungsgeleitete genderspezifische Lehre gehört daher für Professorin Klaus zu den Grundprinzipien ihres Verständnisses als Wissenschafterin.

Öffnung der Fachdisziplin

Durch die Öffnung ihrer eigenen Fachdisziplin hin zu anderen Wissenschafts- und Forschungsdisziplinen konnte Professorin Klaus wichtige Themen des Genderdiskurses, zum Beispiel Geschlecht, Identität, Kunst und Migration verbinden und in Forschung und Lehre sowie in ihren Publikationen in beeindruckender Weise umsetzen.

Insgesamt betrachtet ist es Elisabeth Klaus durch ihre innovativen wissenschaftlichen Forschungsleistungen und ihr ausdifferenziertes und breites Theoriewissen gelungen, sich sowohl in der (frühen) Frauen- und feministischen und Geschlechterforschung wie auch in den Kommunkationswissenschaften international zu positionieren. Bereits seit Ihrer Studien- und frühen Wissenschafterinnenzeit in den 1980 und 1990er Jahren hat Professorin Klaus sich der Geschlechterforschung gewidmet und an der Universität Salzburg maßgebend zur Etablierung der feministischen Denkansätze und der Gender Studies beigetragen.

Laudatio für Elisabeth Klaus (gehalten von Jurymitglied Dr. Nikolaus Benke) (PDF, 2 MB)