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MINT in der Hochschulbildung

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) setzt zahlreiche Maßnahmen, um dem aus wirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Sicht steigenden Bedarf an Absolventinnen und Absolventen des MINT-Bereichs Rechnung zu tragen.

MINT hat sich als Sammelbegriff für die Ausbildungsfelder Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik etabliert.

Österreichs Hochschulen kommt im Bereich der Digitalisierung und Technisierung eine besondere Bedeutung zu. Einerseits müssen sie heranwachsenden Generationen das passende Rüstzeug für sich rasch verändernde gesellschaftliche Anforderungen, insbesondere in der Arbeitswelt (Stichworte: Industrie 4.0, Smart Technologies und KI-Anwendungen), mitgeben, andererseits durch Forschung einen aktiven Beitrag zu eben jenen Entwicklungen beitragen. Dies gilt insbesondere für jene Hochschulen, die Studien im MINT-Bereich anbieten und in diesen Gebieten forschen.

Maßnahmen des BMBWF

Im Bereich der Universitäten

- Im Gesamtösterreichischen Universitätsentwicklungsplan (GUEP) 2019-2024 wurde ein Schwerpunkt auf die Steigerung der Absolvent/innenzahlen gesetzt, mit Fokus auf den Studien des MINT-Bereichs, die am Arbeitsmarkt besonders stark nachgefragt sind (Technik- und Ingenieurwissenschaften, Informatik).
- Um dem Bedarf Rechnung zu tragen, wurde 2018 die österreichweite Zahl der Studienplätze für Informatik im Universitätsbereich von 2.500 auf 2.800 erhöht (Neufassung von § 71b im Universitätsgesetz).
- Im Rahmen der Leistungsvereinbarungen 2019-2021 wurden mit den Universitäten entsprechende Erhöhungen ihrer Anfängerstudienplätze in Informatik vereinbart und der MINT-Schwerpunkt  besonders berücksichtigt:

  • Im Rahmen der neuen Universitätsfinanzierung verzeichnen die Universitäten mit hohem Anteil an MINT-Abschlüssen besonders hohe Budgetzuwächse (zw. 15,5 und 17 Prozent).
  • Mehr als die Hälfte der 360 geplanten neuen Professuren und Laufbahnstellen (mindestens 197, das sind 55 Prozent) werden in Fächergruppen geschaffen werden, die überwiegend dem MINT-Bereich zuzuordnen sind. Insbesondere der Informatikbereich wird gezielt ausgebaut. 
  • Dadurch werden die Betreuungsrelationen in den MINT-Studien verbessert, was mittelfristig zur Senkung der Dropoutraten und zur Erhöhung der Abschlussquoten beiträgt.
  • Spezifische Initiativen und Maßnahmen, die mit den Universitäten für die Leistungsvereinbarungsperiode 2019-2021 vereinbart wurden, sollen die Nachfrage von Studieninteressierten nach MINT-Studien stimulieren. Ein besonderer Fokus liegt darauf, mehr Frauen für MINT-Fächer zu begeistern.

Im Fachhochschulbereich

Im Fachhochschulsektor werden Studiengänge aus dem Fachbereich der Technik- und Ingenieurwissenschaften und der Informatik ebenso angeboten wie Studiengänge im Bereich der Naturwissenschaften und Life Sciences.

Aktueller Ausbau 2021/2022

  • Im Studienjahr 2020/21 werden 330 neue FH-Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze mit den Schwerpunkten MINT und Digitalisierung im Fachhochschul-Sektor angeboten.
  • Sie sind Teil der Ausbauinitiative bis 2023, mit der bis 2023 insgesamt 1.000 weitere bundesfinanzierte FH-Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze in diesen Bereichen geschaffen werden sollen (beispielsweise in den Fächern Informatik und mit Bezug zu Industrie 4.0, der Schnittstelle von IT und Life Sciences im Bereich digitale Technologien und Biowissenschaften oder auch der Verbindung von Digitalen Services und Verwaltungsmanagement, wenn es um E-Government geht. So sieht es  Fachhochschul-Entwicklungs- und Finanzierungsplan 2018/19-2022-23 vor.
  • Aktuell findet die Ausschreibung für weitere 330 neue FH-Anfängerinnen- und Anfängerstudienplätze für das Studienjahr 2021/2022 in diesen Schwerpunktbereichen statt.

    Download

  • Ausbau des Fachhochschulsektors Studienjahr 2021/22 Fristverlängerung (PDF, 96 KB)

MINT Absolvent/innen auf dem Arbeitsmarkt

2016 gab das BMBWF (damals BMWFW) beim Institut für höhere Studien (IHS) die Studie „MINT an öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen sowie am Arbeitsmarkt“ in Auftrag , die 2017 erschien. Sie beleuchtet Angebot und Nachfrage in den Ausbildungs- und Berufsfeldern des MINT-Bereichs anhand von Studiennachfrage, Abschlusszahlen und Kenndaten zur Arbeitsmarktsituation von MINT-Absolvent/innen. Sie bietet darüber hinaus eine Zusammenschau von Befunden zum Bedarf an Absolvent/innen oder einschlägigen Fachkräften in Zusammenhang mit technologischer Entwicklung und Innovation. Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass vor allem in hochqualifizierten MINT-Berufen mit einer verstärkten Nachfrage nach Hochschulabsolvent/innen zu rechnen ist, insbesondere in den Fächern Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Ergebnisse der Studie sind unter anderem in den Strategieprozess „Zukunft Hochschule“ (Aktionsfeld „Informatik“) eingeflossen, der wiederum wesentliche Impulse für die Leistungsvereinbarungen 2019-2021 gesetzt hat.

Interesse an MINT möglichst frühzeitig wecken

Auch in der Pädagog/inn/enbildung Neu spielt das Thema MINT eine große Rolle. Ziel ist bereits im Kindergarten (Stichwort Elementarpädagogik) bzw. in der Schule das Interesse an MINT zu wecken. Daher unterstützt das BMBWF Programme und Maßnahmen im Bildungsbereich ebenso wie an der Nahtstelle zwischen der Schul- und der Hochschulausbildung und darüber hinaus. Das Gleiche gilt für die Vermittlung von MINT-bezogenen Themen im Bereich Hochschulbildung und Forschung an Bürger/innen und die Öffentlichkeit, etwa über Maßnahmen von Citizen Science.

MINT in der Forschung

Auch in der Forschung ist Österreich in den MINT-Disziplinen äußerst erfolgreich. Dabei kommt dem BMBWF primär eine Koordinierungs- und Vernetzungsfunktion in Zusammenarbeit und im Austausch mit den Hochschulen und den außeruniversitären (zentralen und weiteren) Forschungseinrichtungen zu.

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