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Wissenbilanzen der österreichischen Universitäten

Die Wissensbilanzen sind systematische und aggregierte Darstellungen der öffentlichen Universitäten über ihr im Berichtszeitraum vorhandenes, gesamtes intellektuelles Vermögen, ihre Leistungen und ihren Output. Sie stellen eine Rückschau dar, da sie nach § 13 Abs 6 Universitätsgesetz (UG) von den Rektoraten bis 30. April jedes Kalenderjahres über das abgelaufene Vorjahr vorgelegt werden müssen. Die Wissensbilanzen sind somit als ein wesentliches Instrument des universitären Berichtswesens anzusehen. Sie bilden die Grundlage für die Entwicklungsberichte der Universitäten, die diese dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) alle drei Jahre vorlege müssen.

Wissensbilanzen der österreichischen Universitäten

Die Wissensbilanzen sind ein wichtiges Instrument des universitären Berichtswesens. Jede der 22 öffentlichen Universitäten in Österreich gibt mit der Vorlage an das BMBWF jährlich eine Bestandsaufnahme des ihr im jeweiligen Berichtsjahr verfügbaren Wissens ab. Dieses umfasst vor allem immaterielle Werte, Leistungen, Output und intellektuelles Vermögen. Die Wissensbilanz stellt somit eine rückschauende Betrachtung dar.
Inhalt und Aufbau der Wissensbilanz werden durch die Wissensbilanz-Verordnung 2016 (WBV 2016) geregelt.

Gliederung der Wissensbilanz

Die Wissensbilanz besteht aus drei Teilen:

I. Leistungsbericht

Im Leistungsbericht stellen die Universitäten in bis zu zehn Bereichen qualitativ ihre jeweiligen Leistungen dar. Sie betreffen beispielsweise Lehre & Forschung, Gesellschaftliche Verantwortung, Personalentwicklung, Qualitätssicherung und Mobilität.

II. Kennzahlen

Das BMBWF stellt den Universitäten einen Arbeitsbehelf zur Erstellung der Wissensbilanzen (WBV-Arbeitsbehelf) zur Verfügung, um unter anderem eine möglichst einheitliche Erhebung der vereinbarten Kennzahlen des intellektuellen Vermögens, von Kernprozessen wie Lehre und Forschung und deren sowie optionale Kennzahlen zu gewährleisten. Er beinhaltet eine Übersicht der Sets an Kennzahlen, Anleitungen und Erläuterungen zu deren Erfassung sowie zur Erstellung der zugehörigen Interpretationen. Darauf basierend erstellt das BMBWF nach einem qualitätssichernden Datenclearing-Prozess interne Auswertungen und Vergleiche, die wiederum in die Erstellung von Strategiedokumenten einfließen.

Die Wissensbilanz-Kennzahlen stehen der Öffentlichkeit auf unidata, dem hochschulstatistischen Informationssystem des BMBWF; in aufbereiteter Form zur Verfügung.

III. LV-Monitoring

In diesem Teil werden die für eine Periode von drei Jahren zwischen der Universität und dem BMBWF in den Leistungsvereinbarungen (LV) vereinbarten Vorhaben und Ziele auf ihren Umsetzungsstand geprüft. Dabei werden Ist- und Ziel-Werte jeweils von der Universität und dem im BMBWF zuständigen Referat verglichen. Wenn nötig, werden die Vorhaben und Ziele dann in den zweimal jährlich stattfindenden Begleitgesprächen zwischen Universität und BMBWF angesprochen.

Die Wissensbilanz ist ein spezifisches Berichtselement, das den Berichtspflichten im Rahmen der Leistungsvereinbarungen zugeordnet ist. Sie stellt eine der Schüsselquellen für Informationen über die Universitäten dar.

Digitalisierung der Wissensbilanzen

Durch Umsetzung des Projekts „Digitalisierung der Wissensbilanz“ sollen künftig Teil I und III der Wissensbilanz automationsunterstützt mit einer neu erstellten Applikation digital an das BMBWF übermittelt werden. Ziel ist, die vorhandenen Informationen leichter verarbeiten zu können und diese für Steuerungszwecke heranzuziehen.

Links:

§ 13 Universitätsgesetz (UG 2002)

Wissensbilanz-Verordnung (WBV 2016)

Unidata - hochschulstatistisches Informationssystem des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Kontakt:

Mag. Dominik Reisner
Referat IV/4a – Wissensbilanzen; Entwicklungspläne
Minoritenplatz 5
1010 Wien
T +43 1 53120-7235
domnik.reisner@bmbwf.gv.at