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Drittmittelfinanzierung der Hochschulen

Als Drittmittel werden im Wissenschaftsbetrieb jene finanziellen Mittel verstanden, die den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusätzlich zu den  von den Erhalter/inn/en zur Verfügung gestellten laufenden Mitteln (Basisfinanzierung) von dritter Seite zufließen. Sie werden in der Regel für bestimmte Projekte, vor allem Forschungsprojekte, zeitlich befristet zur Verfügung gestellt.

Im Bereich der drittmittelfinanzierten Forschung an Hochschulen (öffentlichen und privaten Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen) und an (zentralen und weiteren Forschungseinrichtungen spielt die öffentliche Hand als Fördergeberin von kompetitiv vergebenen Mitteln eine wichtige und aktive Rolle. Das trifft im Besonderen auf Förderagenturen wie den Wissenschaftsfonds FWF und die Forschungsförderungsgesellschaft FFG zu, gilt aber natürlich auch für Gelder, die Forschungsförderprogramme der EU vergeben werden.  Aber auch die durch Unternehmen bzw. private Mittel finanzierte Auftragsforschung macht einen nicht unerheblichen Anteil aus.

Drittmittel an öffentlichen Universitäten

Für die öffentlichen Universitäten  - als den größten Hochschulsektor mit ausgeprägtem Fokus auf Forschung - sind Drittmittel für Forschung & Entwicklung (F&E)  ein wichtiges Standbein zusätzlich zu ihrer Basisfinanzierung (über die Universitätsfinanzierung).
Im Jahr 2016 nahmen die öffentlichen Universitäten rund 670 Millionen Euro an Drittmitteln für F&E ein. Etwa 60 Prozent dieser Mittel kommen von den öffentlichen Geldgeber/inn/en, etwa vom FWF, der FFG, der Europäischen Union   oder von Gebietskörperschaften wie beispielsweise den Ländern, rund ein Viertel stammen von Unternehmen. 

Drittmittel an Fachhochschulen

Für die Forschung der Fachhochschulen ist seitens des Bundes keine Basisfinanzierung vorgesehen, die - vornehmlich anwendungsorientierte - Forschung wird primär über Drittmittel finanziert. FH-Drittmittel- und Fördergeber/innen sind vorrangig die FFG, der FWF, die Christian Doppler Gesellschaft (CDG ) und Mittel, über die  EU-Forschungsrahmenprogrammen  an Fachhochschulen fließen. In Summe setzen sich die Drittmittel an Fachhochschulen aus den Erträgen aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und sonstigen Beiträgen der Interessensvertretungen, der Industrie und Wirtschaft zusammen. Im Studienjahr 2016/17 verzeichneten Fachhochschulen drittmittelbasierte Einnahmen in der Höhe von insgesamt 43,7 Millionen Euro.

Drittmittel an Privatuniversitäten

Den Privatuniversitäten dürfen zwar grundsätzlich keine geldwerten Leistungen des Bundes zuerkannt werden, die Beteiligung an öffentlich ausgeschriebenen Forschungsprogrammen als Drittmittelquelle ist davon jedoch ausgenommen.

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