Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Studieren in Österreich

Ob an einer öffentlichen Universität oder an einer Privatuniversität, an einer Fachhochschule oder an einer Pädagogischen Hochschule -  an jeder dieser Hochschulen kann man in Österreich ein Studium absolvieren und dadurch einen akademischen Grad (den Bachelor, Magister, Diplomingenieur, Master, Doktor, PhD) erwerben.

Audi Max
Hörsaal Audi Max, Foto: Universtiät Wien

Was studieren bedeutet

Eine genaue Definition, was ein Studium ist, gibt es nicht. Fest steht, dass der Begriff sich vom lateinischen Wort „studiare“ ableitet, der so viel wie „sich bemühen“ bzw. „streben“ bedeutet. Allerdings enthalten die einschlägigen Hochschulgesetze, etwa das Universitätsgesetz (UG) Bestimmungen, wie ein Studium strukturiert und aufgebaut sein soll. Seit der sog. gemeinsamen Bologna-Erklärung 1999 ist auch in Österreich das dreistufige System von Studienabschlüssen vorgesehen, das vom Bachelor- über den Masterabschluss bishin zum Doktor bzw. PhD (Doctor of Philosophy) reicht. Diese Struktur ist wesentliche Säule des Europäischen Hochschulraums. Daneben gibt es nach wie vor vereinzelte Diplomstudien, nach deren Abschluss man den Titel des/der Magisters/Magistra bzw. des/der Diplomingeneur/in erhält. Das gilt insbesondere für das Medizinstudium sowie für rechtswissenschaftliche, künstlerische, theologische Studien, die man an den meisten Universitäten mit dem Doktortitel abschließt. Das gilt aber nicht für neue Studiengänge, die nur mehr als Bachelor-/Master-Studien eingerichtet werden dürfen.

Bachelor- und Masterstudien

Vollwertige Bachelorstudien haben eine Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern und umfassen mindestens sechs Semester, was einem Leistungsumfang von 180 – 240 ECTS-Punkte entspricht. Man schließt sie – so wie auch Masterstudien - mit der Sponsion ab.

Masterstudien dauern mindestens vier Semester und haben typischerweise einen Leistungsumfang von 90 bis 120 ECTS-Punkten, wobei ihr Minimum 60 ECTS-Punkte ausmachen muss. Die Zulassung zu einem (ordentlichen) Masterstudium ist nur mit einem gleichwertigen und facheinschlägigen Bachelorstudium möglich.

Die genauen Bezeichnungen des Bachelor- oder des Mastergrades (z.B. „Bachelor of Science“, "Master of Science") werden von den Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen selbst festgelegt. Beide werden dem Namen nachgestellt. Ein verliehener Titel kann, muss aber nicht geführt werden.

Doktorats- und PhD-Studien

Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, kann nach dem Master- bzw. Magisterabschluss auch noch ein Doktoratsstudium anhängen, das mit der Verleihung des Doktors bzw. des PhDs abschließt. Dieser kann nur an einer Universität (einer öffentlichen Universität oder einer Privatuniversität) erlangt werden. Das PhD-Studium dauert drei Jahre, wie viele ECTS-Punkte es umfasst, bestimmen die Universitäten. Es ist nicht in Studienabschnitte gegliedert. Im Rahmen eines PhD-Studiums/Doktoratsstudiums ist neben der Teilnahme an einzelnen Lehrveranstaltungen jedenfalls die Abfassung einer Dissertation vorgesehen. Darüber hinaus können öffentliche Universitäten oder Privatuniversitäten die Absolvierung eines Rigorosums bzw. mehrerer Teilrigorosen bzw. eine Defensio der Dissertation verlangen.

PhD-Grade werden dem Namen nachgestellt, Doktortitel werden dem Namen vorangestellt. Ein verliehener Titel kann, muss aber nicht geführt werden.

Links: