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Anerkennung von Prüfungen

Sie sollen eine Prüfung ablegen, haben aber bereits in einem anderen Zusammenhang eine gleichwertige Leistung erbracht? Dann sollten Sie sich diese anerkennen lassen. Wie, erfahren Sie hier:

Was ist die Anerkennung von Studienleistungen?

Der Begriff Anerkennung bedeutet die Übernahme der folgenden Leistungen in ein Studium an einer österreichischen Hochschule (einer öffentlichen oder privaten Universität, an einer Fachhochschule oder an einer Pädagogische Hochschule). Dies hat zur Folge, dass diese Leistung als erbracht gilt.

  • Prüfungen, die an einer anerkannten inländischen oder ausländischen Universität, Hochschule oder sonstigen postsekundären Bildungseinrichtung, einer berufsbildenden höheren Schule oder einem Lehrgang universitären Charakters absolviert wurden.
  • die wissenschaftliche Tätigkeit in Betrieben oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • die künstlerische Tätigkeit an außeruniversitären Institutionen, die eine künstlerische Berufsvorbildung vermitteln können.

Die entsprechenden Prüfungsleistungen, die für das aktuelle Studium vorgeschrieben sind, müssen demnach nicht noch einmal erbracht werden. Allerdings gilt das nur, wenn die inhaltliche und umfangmäßige Gleichwertigkeit mit den entsprechenden österreichischen Prüfungen gegeben ist,. Das bezieht sich vor allem auf den Umfang der anzuerkennenden Studienleistung, also die Anzahl der ECTS-Anrechnungspunkte.

Wo ist die Anerkennung zu beantragen?

Zuständig für die Anerkennung ist an Universitäten und an den Pädagogischen Hochschulen das mit Studienangelegenheiten befasste Organ, an Fachhochschulen die Studiengangsleitung. Näheres über Person und Sprechstunden kann an der jeweiligen Hochschule erfragt werden.

Was ist vorzulegen?

Um die Anerkennung beantragen zu können, müssen entsprechende Nachweise darüber vorgelegt werden. Je detaillierter diese Unterlagen sind, desto rascher und einfacher verläuft die Anerkennung. Für im Ausland absolvierte Prüfungen sollten insbesondere die gültigen Curricula und nach Möglichkeit Angaben über die Inhalte des Studiums beigelegt werden. Die Unterlagen müssen entweder im Original oder in beglaubigter Kopie vorliegen. Fremdsprachigen Dokumenten sind beglaubigte Übersetzungen beizufügen. Sämtliche ausländische Dokumente müssen ordnungsgemäß beglaubigt sein.

Nostrifiziertes Reifezeugnis

Die Nostrifikation schließt auch das Vorliegen der  allgemeinen Universitätsreife ein. Eine nochmalige inhaltliche Überprüfung durch die einzelne Hochschule findet nicht mehr statt. Jedoch ist für die Beurteilung des Vorliegens der besonderen Universitätsreife der Ursprungsstaat des Reifezeugnisses maßgeblich.

Vorabfeststellung der Anerkennbarkeit

Studierende, die einen Auslandsaufenthalt absolvieren, wollen häufig bereits im Vorfeld Bescheid zu wissen, wie es um die Anerkennung ihrer Studienleistungen steht. Ihnen steht die Möglichkeit offen, einen Antrag auf vorherige Feststellung der Anerkennbarkeit zu stellen. Dazu müssen Unterlagen (Curricula, Beschreibung der Studieninhalte) über den Studienteil, den man im Ausland absolvieren möchte, der zuständigen Stelle vorgelegt werden. Diese stellt dann durch einen Vorabbescheid fest, im welchem Ausmaß die Anerkennung der geplanten ausländischen Prüfungen erfolgen kann. Nach der Rückkehr ist sodann die österreichische Hochschule an diesen Bescheid gebunden, sofern alle darin festgelegten Bedingungen erfüllt worden sind. An Fachhochschulen ist eine entsprechende Vereinbarung mit der Studiengangsleitung möglich.

Bei Austauschprogrammen ...

... wie zum Beispiel Joint-Study-Programmen ist die Vorabanerkennung bereits automatisch mitberücksichtigt, da diese einen Bestandteil des Programms bildet. Joint-Study-Programme zeichnen sich dadurch aus, dass sie Studierenden der beteiligten Partnerhochschulen ermöglichen, unter Befreiung von etwaigen Studiengebühren an der ausländischen Hochschule zu studieren. Die dort absolvierten Lehrveranstaltungen werden dann an der Heimathochschule ohne gesondertes Verfahren bei entsprechendem Erfolgsnachweis automatisch anerkannt. Anzahl der Plätze, Umfang und Inhalt variieren je nach Hochschule, die solche Programme üblicherweise in ihren Mitteilungsblatt veröffentlicht.

In diesem Fall genügt es, die im Programm festgelegten Bedingungen zu erfüllen. Dadurch erhält die/der Studierende einen Rechtsanspruch auf Anerkennung nach Rückkehr an die österreichische Hochschule ihre/seine ausländischen Prüfungen. Das ist besonders für die Teilnahme an Austauschprogrammen wie ERASMUS+ oder CEEPUS von großer Bedeutung. Dafür gibt es üblicherweise eigene Antragsformulare, die ebenso bei der zuständigen Stelle für Studienangelegenheiten erhältlich sind.
 
Es empfiehlt sich, vor Antritt des Auslandsstudiums die zuständigen Stellen an den österreichischen Hochschulen zu kontaktieren, insbesondere helfen Auslandsbüros der Hochschulen weiter.

Besondere Verfahren ...

... gibt es auf Grund internationaler Abkommen mit Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Italien, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Mazedonien, Montenegro, den Niederlanden, Polen, Portugal, der Schweiz, Serbien, Slowenien, Spanien und Ungarn. In diesen Fällen findet – manchmal eingeschränkt auf bestimmte Studien – ein erleichtertes Anerkennungsverfahren statt. Nähere Auskünfte erteilen die Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogischen Hochschulen.
Durch den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union haben sich in diesem Bereich keine Änderungen ergeben, da die Anerkennung von Prüfungen für das nicht unmittelbar berufsrelevant ist.

Ansprechstellen ...

... sind die Studienabteilungen an den einzelnen Universitäten bzw. Pädagogischen Hochschulen bzw. die Studiengangsleitungen an den Fachhochschulen und die zuständigen Stellen an den Privatuniversitäten.

Kontakt:

ENIC NARIC AUSTRIA
Abteilung IV/13
Minoritenplatz 5 (Büro: Teinfaltstraße 8)
1010 Wien
T +43 1 53120-5920
naric@bmbwf.gv.at

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