Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Universitätsreife

Sie möchten ein Studium aufnehmen? Dafür ist die Universitätsreife vorzuweisen, also jenen Stand an Ausbildungsgrad, der dem Abschluss der Sekundarstufe (Maturaniveau) entspricht. Man unterschiedet die allgemeine von der besonderen Universitätsreife.

Die allgemeine Universitätsreife berechtigt grundsätzlich zur Zulassung an einer Hochschule. Die besondere Universitätsreife ist Voraussetzung für die Zulassung zu einem konkreten Studium. Diese können Sie auf mehrere Arten erwerben:

Im akademischen Bereich ...

... geht es ausschließlich um die Anerkennung von Reifezeugnissen für die Zulassung zu einem Studium. Mit „Reifezeugnissen“ sind in diesem Zusammenhang alle ausländischen Zeugnisse, Bescheinigungen oder Diplome gemeint, die im Ausstellungsstaat grundsätzlich das Recht auf Zulassung zu einem Universitätsstudium vermitteln. Dies können Maturazeugnisse (Abiturzeugnisse), Zeugnisse über staatliche Abschlussprüfungen, Zeugnisse über Studienberechtigungsprüfungen („Studium ohne Matura“) oder andere sein. Auch die Reifezeugnisse der Europäischen Schulen und das Internationale Bakkalaureat fallen darunter.

Wer anerkennt ein Reifezeugnis?

Zuständig an Universitäten und an Pädagogischen Hochschulen ist das Rektorat.  Das Zulassungsverfahren führt die zuständige Studienabteilung durch und bewertet dabei die vorgelegten ausländischen Reifezeugnisse. An Fachhochschulen ist die Studiengangsleitung dafür verantwortlich. Am besten ist, man erkundigt sich direkt an der Wunschhochschule, wer das Anerkennungsverfahren konkret durchführt.

Drei Möglichkeiten der Anerkennung

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, die zum Erwerb der allgemeinen Universitätsreife führen. Sie umfasst nicht zugleich auch die Anerkennung der besonderen Universitätsreife, d.h. den Nachweis, der zur unmittelbaren Zulassung zur gewählten Studienrichtung im Ausstellungsstaat des Reifezeugnisses führt:

  1. Nostrifiziertes Reifezeugnis: Die Nostrifikation (siehe dazu gleich unter "Andere Formen der Anerkennung“) setzt das Vorliegen der allgemeine Universitätsreife voraus. Eine nochmalige inhaltliche Überprüfung durch die Universität bzw. Fachhochschule findet nicht mehr statt. Das gilt nicht für die Beurteilung, ob die besondere Universitätsreife vorliegt. Dafür ist das Reifezeugnis des Ursprungsstaates maßgeblich.
  2. Gleichwertigkeit durch Abkommen: Zwischen Österreich und vielen anderen Staaten ist die Gleichwertigkeit der Reifezeugnisse durch multilaterale oder bilaterale Abkommen festgelegt. Reifezeugnisse, die in solchen Staaten ausgestellt sind, stellen einen ausreichenden Nachweis für die allgemeine Universitätsreife dar. In diesem Fall bedarf es keiner darüberhinausgehenden inhaltlichen Überprüfung. Eine Liste dieser Staaten ist weiter unten angeführt.
  3. Gleichwertigkeit durch Entscheidung der Hochschule: Wenn die Varianten 1 und 2 nicht zutreffen, obliegt es der jeweiligen Hochschule, ein ausländisches einem österreichischen Reifezeugnis für gleichwertig zu erklären. Die tatsächliche Zulassung zum Studium kann allerdings dennoch von der Ablegung von Ergänzungsprüfungen abhängig gemacht werden.

Ersatzbestätigungen

... sind Zeugnisse, die vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) bei nachweislichem Verlust des Reifezeugnisses ausgestellt werden. Sie sind so zu behandeln, als läge das für verlustig erklärte Reifezeugnis vor.

Andere Formen der Anerkennung

Darüber hinaus existieren in anderen Verwaltungsbereichen weitere Formen der Anerkennung.

Zwei wichtige Beispiele:

  1. Die volle Gleichstellung eines ausländischen Reifezeugnisses mit einem österreichischen erfolgt in Form der Nostrifikation durch das BMBWF. Mit der Nostrifikation werden alle Rechte erworben, die mit dem entsprechenden österreichischen Reifezeugnis verbunden sind.
  2. Die Gleichhaltung zum Zweck der Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit erfolgt durch das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW), durch die zuständige Abteilung für Berufsausbildung.

Ansprechstellen ...

... sind die Studienabteilungen an den einzelnen Universitäten bzw. Pädagogischen Hochschulen bzw. die Studiengangsleitungen an den Fachhochschulen.

Link:

Anhang:

Liste der Staaten, deren Reifezeugnisse durch Abkommen gleichgestellt sind:
 

Albanien *
Andorra *
Armenien *
Aserbaidschan *
Australien *
Belarus *
Belgien *
Bosnien und Herzegowina
Bulgarien
Dänemark *
Deutschland *
Estland *
Finnland
Frankreich *
Georgien *
Griechenland **
Heiliger Stuhl *
Irland *

Island *
Israel *
Italien *
Kasachstan *
Kirgisistan *
Kosovo
Kroatien
Lettland *
Liechtenstein
Litauen *
Luxemburg
Malta *
Mazedonien
Moldau *
Montenegro
Neuseeland *
Niederlande *
Norwegen *

Polen
Portugal *
Rumänien
Russische Föderation *
San Marino *
Schweden *
Schweiz *
Serbien
Slowakei
Slowenien
Spanien *
Tadschikistan *
Tschechische Republik
Türkei **
Ukraine *
Ungarn
Vereinigtes Königreich *
Zypern *

* ausgenommen Zeugnisse mit wesentlichen Unterschieden zum österreichischen Bildungssystem
** in Verbindung mit der Staatlichen Zulassungsprüfung

Kontakt:

ENIC NARIC AUSTRIA
Abteilung IV/13
Minoritenplatz 5 (Büro: Teinfaltstraße 8)
1010 Wien
T +43 1 53120-5920
naric@bmbwf.gv.at

Downloads: