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Studien- und Lehrgangsbeiträge

Ob und in welcher Höhe Studierende Semesterbeiträge entrichten müssen, hängt von ihrer Staatsbürgerschaft, der Hochschule, an der sie studieren, sowie davon ab, wie lange sie bereits studieren. Denn da gibt es Unterschiede, je nachdem in welchem Hochschulsektor das Studium belegt wird.

Hier finden Sie eine grobe Übersicht über Studienbeiträge, die Studierende zu entrichten haben - je nachdem, ob sie sich für ein Studium an einer öffentlichen Universität, einer Fachhochschule, einer Pädagogischen Hochschule oder an einer Privatuniversität entschieden haben.

  1. Studienbeiträge an öffentlichen Universitäten und Pädagogischen Hochschule
  2. Studienbeträge an Fachhochschulen
  3. Leistungsbeiträge für Universitätslehrgänge
  4. Studienbeiträge an Privatuniversitäten
  5. Erlass und Rückerstattung des Leistungsbeitrags
  6. Rechtsgrundlagen

1. Studienbeiträge an öffentlichen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen

An öffentlichen Universitäten (ausgenommen an der Donau-Universität Krems) sowie an den Pädagogischen Hochschulen ist ein Studienbeitrag in Höhe von 363,36 Euro pro Semester zu entrichten, sofern die vorgesehene Studienzeit gemäß des Curriculums um mehr als zwei Semester (Toleranzzeit) überschritten wird.

Betroffen davon sind:

  • Ordentliche Studierende mit der Staatsangehörigkeit eines EU (Europäische Union)- oder EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)-Staates
  • Ordentliche Studierende, denen Österreich auf Grund eines völkerrechtlichen Vertrages dieselben Rechte für den Berufszugang zu gewähren hat wie österreichischen Staatsangehörigen
  • Ordentliche Studierende, die unter die Personengruppenverordnung  fallen sowie
  • Ordentliche Studierende aus Drittstaaten, die nicht über die Aufenthaltsbewilligung für Studenten nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz verfügen

Andere ordentliche Studierende aus Drittstaaten, die über die Aufenthaltsbewilligung für Studenten nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz verfügen, haben grundsätzlich einen Studienbeitrag in der Höhe von 726,72 Euro pro Semester zu entrichten.

Außerordentliche Studierende, die ausschließlich zum Besuch einzelner Lehrveranstaltungen zugelassen sind, haben unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit einen Studienbeitrag in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester zu entrichten.

Studierende, die zu mehreren Studien, auch an mehreren Universitäten oder Pädagogische Hochschulen, zugelassen sind, haben den Studienbeitrag nur einmal zu entrichten.

Der Studienbeitrag ist im Voraus zu leisten.

2. Studienbeiträge an Fachhochschulen

Bei den Fachhochschulen liegt es im Ermessen ihres/ihrer Erhalter/innen, ob sie von all ihren Studierenden einen Studienbeitrag von höchstens 363,36 Euro pro Semester einheben. Die Rahmenbedingungen dafür legen sie ebenfalls selbst fest. Dabei haben sie folgende Einschränkungen zu beachten:

  • Von Studierenden aus Drittstaaten, die nicht unter die Personengruppen gemäß der Personengruppenverordnung der zuständigen Bundesministerin oder des zuständigen Bundesministers fallen und die über eine Aufenthaltsberechtigung für Studierende gemäß § 64 Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG), BGBl. I Nr. 100/2005 verfügen, dürfen höchstens kostendeckende Beiträge eingehoben werden
  • Das ist der Fall, wenn Studierende aus Drittstaaten kein besonderes Naheverhältnis zu Österreich (.B. Diplomatisches Corps, Auslandsjournalist/inn/en, Lebensmittelpunkt in Österreich über fünf Jahren, etc.), aber dennoch über eine Aufenthaltsbewilligung für Studierende verfügen.

3. Lehrgangsbeiträge

Für den Besuch von Universitätslehrgängen haben die Teilnehmer/innen einen Lehrgangsbeitrag und keinen Studienbeitrag zu entrichten. Dieser ist unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten des Universitätslehrganges vom Rektorat festzusetzen.

4. Studienbeiträge an Privatuniversitäten

Die Einhebung von Studienbeiträgen an Privatuniversitäten unterliegt keiner Beschränkung. Die konkreten Studienbeiträge können nur bei den einzelnen Privatuniversitäten direkt in Erfahrung gebracht werden.

5. Erlass und Rückerstattung des Studienbeitrages:

Der Studienbeitrag wird ordentlichen Studierenden erlassen:

  • für die Semester, in denen sie nachweislich Studien oder Praxiszeiten im Rahmen von transnationalen EU-, staatlichen oder universitären Mobilitätsprogrammen absolvieren,
  • für die Semester, in denen sie auf Grund verpflichtender Bestimmungen im Curriculum Studien im Ausland absolvieren,
  • wenn die von ihnen zuletzt besuchte ausländische postsekundäre Bildungseinrichtung mit der österreichischen Universität ein Partnerschaftsabkommen abgeschlossen hat, welches auch den gegenseitigen Erlass des Studienbeitrages vorsieht,
  • wenn sie Staatsangehörige von in der Studienbeitragsverordnung festgelegten Staaten sind (Orientierung an den „Least Developed Countries“ gemäß der „DAC List of ODA Recipients“, welche vom Ausschuss für Entwicklungshilfe der OECD erstellt wird),
  • auch wenn sie die vorgesehene Studienzeit samt Toleranzzeit überschreiten, für die Semester, in denen sie nachweislich mehr als zwei Monate durch Krankheit oder Schwangerschaft bzw. durch Kinderbetreuungspflichten von Kindern bis zum 7. Geburtstag oder einem allfälligen späteren Schuleintritt oder durch andere gleichartige Betreuungspflichten am Studium gehindert waren,
  • auch wenn sie die die vorgesehene Studienzeit samt Toleranzzeit überschreiten, wenn eine Behinderung nach bundesgesetzlichen Vorschriften mit mindestens 50% festgestellt ist,
  • wenn sie im vergangenen Semester Studienbeihilfe gemäß des Studienförderungsgesetzes 1992 bezogen haben oder im laufenden Semester beziehen.

Über den Antrag auf Erlass und Rückerstattung des Studienbeitrages entscheidet das Rektorat. Gegen diese Bescheide kann Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht erhoben werden.

Sofern Studierende den Erlass des Studienbeitrages durch unvollständige oder unwahre Angaben maßgebender Tatsachen schuldhaft veranlasst oder erschlichen haben, haben sie den doppelten Studienbeitrag zu entrichten.

Studierende, die beurlaubt sind, haben keinen Studienbeitrag zu entrichten.

6. Rechtsgrundlagen:

a. öffentliche Universitäten

b. Fachhochschulen:

c. Pädagogische Hochschulen:

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