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FAQ (Frequently Asked Questions) zu Förderungsansuchen für das Förderprogramm „Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung“

Im Folgenden finden Sie Antworten auf Fragen, die im Zusammenhang mit der Einbringung von Förderungsansuchen für das Förderprogramm „Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung“ entstehen können.

Fragen rund um die Anforderungen an Förderungswerber

Welche Voraussetzungen müssen Förderungswerber erfüllen?

Als Förderungswerber kommen juristische Personen in Frage, welche die Voraussetzungen des Erwachsenenbildungsförderungsgesetzes, BGBl. Nr. 171/1973 idgF, erfüllen. Das bedeutet, dass

  • die Organisation ihren Sitz im Inland haben muss,
  • die Tätigkeit der Organisation nicht auf Gewinn ausgerichtet sein darf und
  • die Organisation eine kontinuierliche und pädagogisch-planmäßige Bildungsarbeit auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung leistet.

Des Weiteren können auch von diesen Einrichtungen gebildete Projektpartnerschaften (bestehend aus einem Projektträger und einem oder mehreren Projektpartner(n)) als Förderungswerber auftreten.

Darüber hinaus müssen Förderungswerber sicherstellen, dass die angebotenen Vorbereitungslehrgänge auf die Berufsreifeprüfung für Lehrlinge und teilnahmeberechtigte Lehrabsolventinnen und -absolventen sowohl zeitlich als auch örtlich gut erreichbar sind und die Qualität der angebotenen Vorbereitungslehrgänge den Anforderungen des § 8 Abs. 1a Berufsreifeprüfungsgesetz entspricht.

Kann im Fall einer Projektpartnerschaft der Projektträger auch operative Aufgaben (z.B. Angebot von Vorbereitungslehrgängen, Angebot von Beratungs- und Coachingleistungen) übernehmen?

Im Fall einer Projektpartnerschaft werden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf die einzelnen Projektpartner verteilt. Dabei können auch jenem Projektpartner, der als Projektträger fungiert, operative Aufgaben übertragen werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Projektträger die erforderlichen fachlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Durchführung der ihm übertragenen Aufgaben erfüllt. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der einzelnen Projektpartner (einschließlich des Projektträgers) sind in einer Partnerschaftsvereinbarung zu regeln.

Können sich auch natürliche Personen oder Gebietskörperschaften bewerben?

 Nein, natürliche Personen und Gebietskörperschaften kommen nicht als Förderungsnehmer in Frage.

Kann der Antrag für ganz Österreich oder nur für ein einzelnes Bundesland gestellt werden?

Das Förderungsansuchen ist für ein bestimmtes Bundesland zu stellen. Auch das Bewertungsverfahren wird in weiterer Folge für die einzelnen Bundesländer getrennt abgewickelt. Sollte eine Einrichtung beabsichtigen, geförderte Vorbereitungslehrgänge in mehreren Bundesländern anzubieten, ist für jedes Bundesland ein separater Antrag erforderlich.

Können sich auch Einrichtungen bewerben, die Vorbereitungslehrgänge nur in einer bestimmten Region anbieten?

Fördervoraussetzung ist, dass durch das eingereichte Vorhaben ein gesamtes Bundesland abgedeckt werden kann. Bietet eine Einrichtung Vorbereitungslehrgänge nur in einer bestimmten Region an, kann sich diese Einrichtung nur im Rahmen einer Projektpartnerschaft gemeinsam mit anderen Einrichtungen bewerben. Dabei muss sichergestellt sein, dass die Projektpartnerschaft insgesamt eine flächendeckende Versorgung im Bundesland sicherstellt.

Ist es möglich, Dritte mit der Durchführung von Teilen des geförderten Vorhabens zu beauftragen?

Ja, dabei ist allerdings sicherzustellen, dass alle relevanten vergaberechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Einer etwaigen Ausschreibung sind darüber hinaus die relevanten Angaben im Förderungsansuchen zu Grunde zu legen. Bei Dienstleistungsaufträgen sind ab einem geschätzten Auftragswert von 10.000 Euro zu Vergleichszwecken nachweislich mehrere Angebote einzuholen, bei Lieferaufträgen ist das ab einem geschätzten Auftragswert von 1.600 Euro der Fall.

Wie kann nachgewiesen werden, dass die Qualität der angebotenen Vorbereitungslehrgänge den Anforderungen des § 8 Abs. 1a Berufsreifeprüfungsgesetz entspricht?

Der Nachweis kann durch Beilage eines gem. § 8 Abs. 3 Berufsreifeprüfungsgesetz ausgestellten Bescheids über die Anerkennung des Vorbereitungslehrgangs erfolgen. Dieser Bescheid ist dem Ansuchen in Kopie beizulegen. Sollte kein Bescheid über die Anerkennung des Vorbereitungslehrgangs vorliegen, sind dem Ansuchen die dem Vorbereitungslehrgang zugrundeliegenden Lehrplanvorschriften sowie eine Information zur Mindestqualifikation der eingesetzten Vortragenden beizulegen.

Fragen rund um die Antragsstellung

In welcher Form ist das Förderungsansuchen zu stellen?

Das vollständig ausgefüllte und unterzeichnete Förderungsansuchen sowie alle erforderlichen Beilagen sind per E-Mail an berufsmatura@bmbwf.gv.at zu übermitteln. Darüber hinaus sind das Förderungsansuchen im Original sowie alle erforderlichen Beilagen (in Kopie; Ausnahme: etwaige Partnerschaftsvereinbarung im Original) an das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Abteilung I/10, Minoritenplatz 5, 1010 Wien per Post zu übermitteln.

Bis wann kann ein Förderungsansuchen gestellt werden?

Das Förderungsansuchen muss bis längstens 11. März 2020 im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung einlangen (per Post).

Können bestimmte Unterlagen nachgereicht werden?

Förderungsansuchen sind grundsätzlich vollständig einschließlich aller notwendiger Nachweise einzubringen. Sollte im Rahmen der Formalprüfung festgestellt werden, dass dennoch Unterlagen und/oder Informationen fehlen bzw. nicht alle Formalkriterien erfüllt werden können (z.B. Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Bundesland), wird eine Frist von zwei Wochen zur Nachreichung fehlender Unterlagen bzw. zur Behebung der Mängel eingeräumt. Kommt keine Nachreichung bzw. Verbesserung zustande, wird das Förderungsansuchen außer Evidenz genommen.

Sind die Angaben im Förderungsansuchen verbindlich?

Die Angaben im Förderungsansuchen sind verbindlich. Sollte ein Förderungsvertrag zustande kommen, bildet das Förderungsansuchen einen Bestandteil dieses Vertrags. Sollte im Rahmen des geförderten Vorhabens eine Beauftragung Dritter geplant sein, müssen die relevanten Angaben im Förderungsansuchen einer etwaigen Ausschreibung bzw. Beauftragung zugrunde gelegt werden.

Wie muss das eingereichte Vorhaben, insbesondere das pädagogische Konzept oder die Übernahme von Teilnehmer/innen aus früheren Programmlaufzeiten beschrieben werden?

Eine Beschreibung des eingereichten Vorhabens bzw. des pädagogischen Konzeptes erfolgt ausschließlich durch die Beantwortung der entsprechenden Leitfragen im Förderungsansuchen. Diese Fragen sollen möglichst kurz und präzise beantwortet werden.

Muss im Falle von Projektpartnerschaften die Mustervorlage zur Partnerschaftsvereinbarung herangezogen werden oder können auch andere Formate für Vereinbarungen genutzt werden?

Es können auch andere Formate genutzt werden. In diesem Zusammenhang wird jedoch darauf verwiesen, dass die Projektpartner nachweislich die Solidarhaftung für die Rückzahlung der Förderung im Falle eines Rückzahlungsgrundes gem. § 25 ARR 2014 übernehmen müssen. Darüber hinaus müssen aus der Partnerschaftsvereinbarung die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Projektträgers und dem bzw. den Projektpartner/n hervorgehen. Sollte ein Förderungsvertrag zustande kommen, bildet die Partnerschaftsvereinbarung einen integralen Bestandteil des Vertrages.

Fragen zur Auswahl der Förderungsnehmer

Wie werden Förderansuchen bewertet?

Die einlangenden Ansuchen werden sowohl einer Formalprüfung als auch einer qualitativen Bewertung unterzogen. Basis für die qualitative Bewertung sind objektivierbare Qualitätskriterien aus den Qualitätsdimensionen Drop-out Prävention, Berücksichtigung von zielgruppenspezifischen Bedarfslagen, Qualitätsmanagement sowie Gender- und Diversity-Management. Die detaillierte Beschreibung des Auswahlverfahrens sowie der einzelnen Qualitätskriterien sind dem Bewertungshandbuch für das Förderprogramm „Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung“ zu entnehmen. Die qualitative Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Jury.

Wie werden die Förderungswerber über die Förderungsentscheidung informiert?

Die Förderungsentscheidung wird dem Förderungswerber schriftlich mitgeteilt. Im Fall der Ablehnung erfolgt diese Mitteilung unter Angabe der dafür maßgeblichen Gründe. Es wird darauf hingewiesen, dass es keinen Rechtsanspruch auf Förderung gibt (siehe § 4 ARR 2019). Im Falle einer positiven Bewertung des Förderansuchens wird der Förderungsvertrag zur Gegenzeichnung übermittelt.

Fragen zur Abrechnung und Abwicklung des Förderprogramms

Bewerben sich die Förderungswerber für einen fix dotierten Anteil der Gesamtfördersumme?

 Nein. Die Festlegung der Fördersumme erfolgt bedarfsbezogen unter Berücksichtigung der Gesamtfördersumme (€ 12,4 Mio/Jahr bzw. max. € 6.000,--/Teilnehmer/in). Die Auszahlung der Förderung erfolgt zweimal jährlich nach Übermittlung eines Verwendungsnachweises durch die Förderungsnehmer (Übermittlungsfrist des Verwendungsnachweises jeweils 15. Mai und 15. November eines Jahres).

Erfolgt eine Echtkostenabrechnung oder eine pauschalierte Abrechnung?

Zur Anwendung kommt ein Pauschalkostenmodell.

Die zur Erreichung des Förderungsziels unbedingt erforderlichen direkten und indirekten Kosten werden mittels eines Pauschalstundensatzes abgegolten. Dieser Pauschalstundensatz umfasst Personal- und Sachkosten für die Erbringung und Abwicklung der geförderten Leistung, Prüfungs- und Zulassungsgebühren (einschließlich etwaiger Wiederholungen) sowie eine allfällige (teilweise) Rückerstattung von Fahrkosten von Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

Als Pauschalstundensatz wird pro Teilnehmer/in für eine Unterrichtseinheit (à 50 Minuten) € 6,67 festgelegt. Pro Kurs wird dieser Pauschalstundensatz für max. 25 Teilnehmer/innen gewährt.

Für welche Unterrichtseinheiten kommt der Pauschalsatz zur Anwendung?

Der Pauschalsatz wird für Unterrichtseinheiten, die im Rahmen von Kursangeboten während des mehrstufigen Aufnahmeverfahrens durchgeführt wurden, für Unterrichtseinheiten, die im Rahmen von Vorbereitungslehrgängen durchgeführt wurden, und für Unterrichtseinheiten, die im Rahmen von Gruppen-Coaching-Kursen durchgeführt wurden, ausbezahlt. Dabei ist zu beachten, dass für Unterrichtseinheiten im Rahmen von Vorbereitungslehrgängen und Gruppen-Coaching-Angeboten, die einem bestimmten Prüfungsgebiet zugeordnet werden können (fachliches Coaching), 15% der Förderung nicht unmittelbar nach Ende des jeweiligen Verrechnungszeitraums, sondern erst nach erfolgreicher Ablegung der entsprechenden Teilprüfung ausbezahlt werden.

Die Kosten für Einzel-Coaching- bzw. Beratungsleistungen wurden so wie beispielsweise die Kosten für Unterrichtsmaterialien und die Durchführung von Prüfungen (einschließlich allfälliger Wiederholungen) bei der Festlegung des Pauschalsatzes für Unterrichtseinheiten mitberücksichtigt. Die Förderung dieser Leistungen erfolgt damit über den für Unterrichtseinheiten festgelegten Pauschalsatz.

 Wird es eine zentrale Datenbank geben?

Ja, für die Abwicklung und das Monitoring wird es eine Datenbank geben.

Kontakt

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Abteilung für Berufsschulen und Polytechnische Schulen
Minoritenplatz 5
1010 Wien
berufsmatura@bmbwf.gv.at