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Einsatz von Antigen-Schnelltests an Schulen zur akuten Verdachtsfallabklärung

Das BMBWF hat sich zum Ziel gesetzt, die Schulen während der Corona-Pandemie zu unterstützen, diese möglichst und so gut es geht offen zu halten, um Schülerinnen und Schüler vor einem Bildungsverlust zu schützen, aber auch um Familien und Erziehungsberechtigte zu entlasten.

Durch den Einsatz von Antigen-Schnelltests soll eine rasche Verdachtsfallabklärung von COVID-19-Fällen am Schulstandort  ermöglicht werden. Mit dieser Initiative können Antigen-Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern sowie bei schulischem Lehr- und Verwaltungspersonal, das in der Schule typische COVID-19-Symptome zeigt, durchgeführt werden. So kann am Schulstandort rasch Klarheit geschaffen werden, ob sich ein Verdachtsfall ausschließen lässt oder ob Personen von der Gesundheitsbehörde als Kontaktpersonen eingestuft oder abgesondert werden müssen. Bei negativen Antigentestergebnissen kann der Unterricht am Standort auf diese Weise so reibungslos wie möglich weitergeführt werden.

Derzeit läuft eine Pilotphase des Projekts, die schrittweise evaluiert wird. Die Ausrollung des Projekts auf alle österreichischen Bundesländer erfolgt am 7. Dezembers 2020.

Vorteile von Antigen-Schnelltests

Schnelligkeit

Der Antigen-Schnelltest kann eine Infektion mit dem Coronavirus innerhalb von 15 bis 30 Minuten nachweisen. Da kein Labor zur Auswertung des Tests notwendig ist, ist er wesentlich schneller als alle verfügbaren Alternativen und das beste Mittel für eine rasche Verdachtsfallabklärung dort, wo es dringend notwendig ist, zum Beispiel am Schulstandort.

Sicherheit und Gewissheit

Mithilfe der Antigen-Schnelltests haben Eltern bzw. Erziehungsberechtigte sowie Schülerinnen und Schüler schnell Klarheit darüber, ob auftretende Symptome auf eine Infektion mit dem Coronavirus zurückzuführen sind. In den meisten Fällen können so viele Verdachtsfälle als negativ ausgewiesen werden und die Schülerin/der Schüler kann weiter am regulären Unterricht teilnehmen. Das bedeutet auch eine große Entlastung für die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten, da das Warten auf einen Test sowie auf das Ergebnis oft mit Isolation oder sogar einer Quarantäne von ganzen Familien verbunden ist. Dies ist mit einem negativen Schnelltestergebnis nicht notwendig.

Entlastung

Bislang hat jeder gemeldete Verdachtsfall am Schulstandort die Maßnahmenkette der Gesundheitsbehörden in Gang gesetzt. Pädagoginnen und Pädagogen galten als Kontaktpersonen und mussten abgesondert werden, auch wenn der Verdachtsfall in den meisten Fällen ein negatives Testergebnis hervorbrachte. Mit dem Schnelltestverfahren können Verdachtsfälle schnell abgeklärt werden. So kann am Schulstandort rasch Klarheit geschaffen werden, ob Lehrpersonen als Kontaktpersonen eingestuft werden müssen. In den meisten Fällen kann der Unterricht am Standort dank Vorliegens eines schnellen Testergebnisses so reibungslos wie möglich weitergeführt werden. Die Anzahl der Pädagoginnen und Pädagogen in Absonderung kann somit reduziert werden und die ohnehin belasteten Kapazitäten im Bereich des pädagogischen Personals werden zusätzlich geschont.

Zielgruppe der Initiative

Die Zielgruppe für Antigen-Schnelltests umfasst Schülerinnen und Schüler aller öffentlichen Schulen, Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht und eingegliederten Praxisschulen an den Pädagogischen Hochschulen in Österreich, bei denen typische COVID-19-Symptome auftreten. Darüber hinaus kann auch schulisches Verwaltungs- und Lehrpersonal getestet werden. Eine flächendeckende Testung von Personen im Umfeld (auch „Screening“ oder „Kontaktpersonen-Management“) ist nicht vorgesehen, sondern nur die Testung symptomatischer Einzelfälle.

Durchführung der Tests

Die Antigen-Schnelltests werden durch Schulärztinnen und Schulärzte am Schulstandort, durch mobile Teams bestehend aus medizinisch geschultem Fachpersonal, wie zum Beispiel Bundesschul- und Vertragsärztinnen/-ärzten, vorgenommen. Bis zum 3. Dezember 2020 sind mobile Teams in Pilotregionen in Niederösterreich, Salzburg, Tirol und Kärnten mit der Testung unterwegs, eine Ausrollung auf das gesamte Bundesgebiet erfolgt am 7. Dezember 2020.

Elternbrief und Einverständniserklärung

Elternbrief, Zusatzinformation und Einverständniserklärung in mehreren Sprachen

FAQ

Allgemeine Informationen zum Antigen-Schnelltest

(24.11.2020)

Die Antigen-Schnelltests werden grundsätzlich durch mobile Teams bestehend aus medizinisch geschultem Fachpersonal, wie zum Beispiel Bundesschul- und Vertragsärztinnen/-ärzte, Sanitäterinnen und Sanitäter vorgenommen.

Darüber hinaus können Antigen-Schnelltests auch von Schulärztinnen/Schulärzten als Teil ihrer schulärztlichen Tätigkeit am Schulstandort durchgeführt werden.

Mit der Verordnung des Gesundheitsministers vom 22. Oktober 2020 können Antigen-Schnelltests auch bei niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten durchgeführt werden.

(24.11.2020)

Wenn eine Person sich krank fühlt, sollte sie zu Hause bleiben.

Sollten sich dennoch  am Standort  während des Aufenthalts an der Schule Symptome zeigen, die mit COVID-19 zusammenhängen könnten, ist das Verdachtsfallmanagement mittels Schnelltest durchzuführen.

Die erste Regel lautet in jedem Fall, nicht die Schule zu besuchen, wenn Symptome bereits zuhause auftreten!

(06.11.2020)

Ist der Test negativ, braucht es keine Information der Gesundheitsbehörde. Schüler/innen können am regulären Schulbetrieb weiter teilnehmen, sofern es ihr Gesundheitszustand zulässt. Lässt der Gesundheitszustand keine Teilnahme am Unterricht zu, so ist wie bei sonstigen Erkrankungen in der Schule zu verfahren, d.h. die Schulleitung informiert die Eltern/Erziehungsberechtigten, die gegebenenfalls ihr Kind abholen.

Liegt ein positives Schnelltestergebnis vor, informiert die Schulleitung die Gesundheitsbehörde, dass ein begründeter Verdacht auf COVID-19 vorliegt. Hier setzt die Prozesskette gemäß COVID-19-Hygiene-, Präventions- und Verfahrensleitlinien Seite 21 (PDF, 327 KB) ein.

Erziehungsberechtige/Eltern & Schülerinnen/Schüler

(24.11.2020)

Nein. Ein Test erfolgt nur, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung vorliegt.

Bei Schülerinnen und Schülern unter 14 Jahren ist dazu von Eltern und Erziehungsberechtigen das Einverständnis zu erteilen.

Die Einverständniserklärung und der Elternbrief ist von der Schulleitung beziehungsweise den Pädagoginnen und Pädagogen an die Schüler auszuhändigen und von den Eltern/Erziehungsberechtigten unterschrieben wieder an die Schule zu retournieren.

Sie finden diese Information auch auf dieser Homepage zum download.

(24.11.2020)

Zur korrekten Durchführung von Antigen-Tests ist zur Probennahme ein Nasen-Rachen-Abstrich notwendig. Dieser kann durch die Nase oder über den Rachen erfolgen, je nach Testmaterial. Im Gegensatz zum PCR-Test wird zur Analyse und Interpretation der Ergebnisse kein Labor und daher auch kein Labormediziner/keine Labormedizinerin benötigt. Aus diesem Grund sollten Antigen-Tests zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließlich unter ärztlicher Supervision durchgeführt werden, um eine korrekte Interpretation sicherzustellen. Das Ergebnis muss mit den Spezifikationen des Tests, den Krankheitszeichen, der Vorgeschichte der Patientin/des Patienten und der Vortestwahrscheinlichkeit in Kontext gesetzt werden. Darüber hinaus wird an dieser Stelle auch auf die FAQ des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz verwiesen. Mehr Informationen liefert auch das Factsheet zu Antigentests im Rahmen der Österreichischen Teststrategie.

(24.11.2020)

Ja, es werden Einverständniserklärungen der Eltern über einen Elternbrief (PDF, 68 KB) angefordert. Bei Schülerinnen/Schülern unter 14 Jahren ist diese immer notwendig, bei Schülerinnen/Schülern über 14 Jahre braucht es die Zustimmung der Erziehungsberechtigten nicht, die/der Jugendlichekann die Einverständniserklärung selbst unterzeichnen und abgeben.

(24.11.2020)

Falls Sie die Möglichkeit einer schnellen Prüfung von Verdachtsfällen nicht nutzen wollen, müssen laut Epidemiegesetz die Gesundheitsbehörden unmittelbar informiert und weitere Schritte gesetzt werden. Dies entspricht dem bisherigen Vorgehen von Schulleitungen, wenn Ihr Kind in der Schule Symptome zeigt, die mit COVID-19 zusammenhängen könnten.

(24.11.2020)

Ja. Sollte die Schulleitung den Verdacht haben, dass Ihr Kind an COVID-19 erkrankt sein könnte, werden Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte informiert. Sofern es Ihnen möglich ist, empfiehlt das BMBWF insbesondere bei jüngeren Kindern, während der Testung anwesend zu sein.
Damit eine rasche Abklärung sichergestellt werden kann, werden Sie ersucht, den Schulstandort rasch aufzusuchen, damit die Testung innerhalb einer Stunde durchgeführt werden kann.

(24.11.2020)

Kranke Schülerinnen und  Schüler sollen bitte dringend zuhause bleiben, eine Testung darf keinesfalls an der Schule erfolgen. Zeigt eine Schülerin/ein Schüler zuhause COVID-19-typische Symptome, wenden sich die Erziehungsberechtigen beziehungsweise Eltern an die Nummer 1450, um gegebenenfalls weitere Schritte zu veranlassen.

(04.11.2020)

Schülerinnen/Schüler, die negativ getestet werden, können am regulären Schulbetrieb weiter teilnehmen, sofern es ihr Gesundheitszustand zulässt. Lässt der Gesundheitszustand keine Teilnahme am Unterricht zu, so ist wie bei sonstigen Erkrankungen in der Schule zu verfahren, das heißt die Schulleitung informiert die Eltern/Erziehungsberechtigten, die gegebenenfalls ihr Kind abholen.

(24.11.2020)

Bei einem positiven Testergebnis kann das mobile Einsatzteam einen meldepflichtigen Verdachtsfall nicht ausschließen. Das mobile Einsatzteam gibt diese Information der Schulleitung weiter. Hier setzt die Prozesskette gemäß COVID-19-Hygiene-, Präventions- und Verfahrensleitlinien Seite 21 (PDF, 327 KB) ein. (unter anderem Meldung des positiven Antigentestergebnisses bei der Gesundheitsbehörde)

Schulleitungen & Pädagoginnen/Pädagogen

(24.11.2020)

Schulleitungen erhalten eine Kontaktperson bei der eingerichteten der für sie zuständigen Leitstelle. Darüber hinaus bleibt primäre Informations- und Kontaktstelle für Schulleitungen die für sie zuständige Bildungsdirektion.

(04.11.2020)

Die Testung sollte in einem abgegrenzten und nicht einsehbaren Bereich (zum Beispiel in einem eigenen Raum) durchgeführt werden. Für gute Durchlüftung vor und nach dem Test ist zu sorgen. Die Schülerin/der Schüler verbleibt bis zum Vorliegen des Testergebnisses in diesem Bereich.

(04.11.2020)

Für die Testung müssen ein Raum beziehungsweise ein abgegrenzter und nicht einsehbarer Bereich bereitgestellt werden. Für gute Durchlüftung vor und nach dem Test ist zu sorgen. Dort kann die Schülerin/der Schüler auf sein Testergebnis warten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Eltern beziehungsweise  Erziehungsberechtigen anwesend sind.

(24.11.2020)

Zunächst gilt, wer krank ist, bitte zu Hause bleiben und 1450 anrufen!

Sollte bei Pädagoginnen/Pädagogen beziehungsweise Verwaltungspersonal im Schulbetrieb Sympotme auftreten, kann die Schulleitung ein mobiles Team oder den Bundesschularzt/Bundesschulärztin anfordern um jene Personen zu testen, die unmittelbar von Symptomen betroffen sind.

(24.11.2020)

Die Schnelltests sind trocken und geschützt zwischen 2°C und 30°C zu lagern. Bis zum Gebrauch müssen Test-Kits im verschlossenen/versiegelten Originalbeutel verbleiben. Sie dürfen nur bis zum Ablauf des Verfallsdatums verwendet werden.

Bildungsdirektionen

(24.11.2020)

Das BMBWF übernimmt die Beschaffung der Antigen-Tests und organisiert die Anlieferung an eine von der jeweiligen Bildungsdirektion definierte Lieferadresse. Für die Anlieferung hat die Bildungsdirektion eine Lieferadresse sowie eine Kontaktperson (E-Mail und telefonische Erreichbarkeit) an das BMBWF bekannt zu geben. 
 

(24.11.2020)

Zusätzlich zu den Bundesschulärztinnen und Schulärzten ist das Personal, das zur Abwicklung von Antigen-Testungen erforderlich ist, über die jeweilige Bildungsdirektion per (freiem beziehungsweise Zusatz zum) Dienstvertrag anzustellen. Die erforderlichen Ressourcen werden vom BMBWF bereitgestellt.

(04.11.2020)

Ja, für die Durchführung der Testung ist Schutzausrüstung unbedingt erforderlich. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

  • FFP2-Masken
  • Brillen/Visiere
  • Handschuhe
  • Schürzen/Mäntel
  • Hauben

Die Schutzmaterialien sind von der Bildungsdirektion über die Themenwelt der BBG abzurufen. Es wird darauf hingewiesen, dass bereits zahlreiche Schutzmaterialien an die Schulen ausgeliefert wurden. Diese gilt es, vorrangig zu verwenden.

(04.11.2020)

Während der Durchführung des Tests am Schulstandort ist das mobile Team Ansprechpartner für Schulleitungen, Schülerinnen/Schüler und Erziehungsberechtige, sofern Erziehungsberechtigte anwesend sind

(24.11.2020)

Das BMBWF unterstützt die Bildungsdirektionen bestmöglich bei der Abwicklung und Planung der Antigen-Schnelltests. Für die Einrichtung der Leitstelle können die Bildungsdirektionen jedenfalls auf bereits im Bundesland vorhandenen Strukturen (zum Beispiel Rotes Kreuz, ASB, et cetera) zurückgreifen. Gibt es kein Angebot in dem jeweiligen Bundesland, wird eine vom BMBWF unterstützte Leiststelle an der Bildungsdirektion eingerichtet.

(24.11.2020)

Die Bildungsdirektion richtet eine zentrale Leitstelle ein, deren Ziel es ist, dass jede betroffene Schülerin/jeder betroffene Schüler noch am selben Tag während der Unterrichtszeit getestet wird. Diese Leitstelle kann auch ausgelagert und von einem Kooperationspartner übernommen werden.

Die Leitstelle nimmt Anrufe der Schulleitungen entgegen und koordiniert die Einsätze der mobilen Testteams. Sie ist an Schultagen von 7:00 bis 16:00 Uhr durchgehend besetzt. Die Bildungsdirektion informiert vorab alle Schulleitungen über die Telefonnummer und Servicezeiten der Leitstelle.

(24.11.2020)

Die Antigen-Schnelltests sind der Packungsbeilage entsprechend und jedenfalls  trocken und geschützt zwischen 2°C und 30°C zu lagern. Bis zum Gebrauch müssen Test-Kits im verschlossenen/versiegelten Originalbeutel verbleiben. Sie dürfen nur bis zum Ablauf des Verfallsdatums verwendet werden. Die Antigen-Schnelltests werden nach Verwendung in den eigens dafür vorgesehenen und mitgelieferten Entsorgungsbehältnissen entsorgt. Diese Behältnisse werden vom BMBWF bereitgestellt und verbleiben mit den mobilen Teams beziehungsweise bei der Leitstelle in den Bildungsdirektionen.

Ärztinnen/Ärzte

(24.11.2020)

Schulärztinnen und Schulärzte führen im Rahmen ihrer vereinbarten und festgelegten Dienstzeit Antigen Schnelltests am Schulstandort oder in benachbarten Schulstandorten durch. Möchten Sie uns darüber hinaus unterstützen, kann Ihnen  das BMBWF einen Zusatz zum bestehenden Dienstvertrag zur Leistungsabgeltung anbieten. Dieser wird benötigt, wenn Sie nicht im Rahmen Ihrer Dienstzeit, der für Ihre schulärztlichen Tätigkeiten besteht, Tests durchführen. Wenden Sie sich dafür bitte an die zuständige Präsidialleitung Ihrer Bildungsdirektion.

Der Einsatz ist gemäß dem Einsatzplan zu leisten, welcher von der Bildungsdirektion erstellt und festgelegt wird. Zur Abgeltung gelangen jene Einsatzstunden für die der Auftragnehmer bzw. die Auftragnehmerin gemäß dem Einsatzplan vorgesehen ist. Eine Zeitaufzeichnung ist zu führen. 

(24.11.2020)

Wenden Sie sich bei Fragen bitte an die jeweiligen Bildungsdirektion, in schulorganisatorischen Fragen an den schulärztlichen Dienst, in dienstrechtlichen Fragen an die zuständige Präsidialabteilung Ihrer Bildungsdirektion.