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Kurzes Statement des Studienleiters, Herrn Univ.-Prof. Mag.. Dr.. Michael Wagner (Universität Wien)

Sehr geehrte Schulleitungen, 
sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,  
sehr geehrte Schüler/innen, Erziehungsberechtigte und Eltern, 

wir möchten Sie herzlich einladen und bitten an der Fortsetzung der PCR-Gurgelstudie teilzunehmen. Diese Studie liefert wesentliche Einblicke in das Infektionsgeschehen an den österreichischen Schulen, die über die Antigen-Nasenbohrertestungen alleine nicht erhalten werden können:
Die Gurgelstudie liefert wesentliche Einblicke in das Infektionsgeschehen an den österreichischen Schulen, die über die Antigen-Nasenbohrertestungen alleine nicht erhalten werden können:

1. Das PCR-basierte Gurgelmonitoring wird erstmals zeigen wie sensitiv die Antigen-Nasenbohrertests bei asymptomatischen Schüler/innen sind und (anhand der Ct-Werte der positiven PCR-Tests) auch eine Abschätzung erlauben, wie viele infektiöse SchülerInnen durch die Antigentests übersehen werden. 

2. Das PCR-basierte Gurgelmonitoring ermöglicht aufgrund der hohen Empfindlichkeit der PCR-Tests im Gegensatz zu den Antigentests eine nahezu vollständige Erfassung aller infizierten Kinder und LehrerInnen unter den getesteten Personen und somit eine genaue Bestimmung der Prävalenz von SARS-CoV-2 Infektionen an den österreichischen Schulen. Durch Vergleich der Prävalenzen in den verschiedenen Testrunden kann abgeschätzt werden, wie gut die Schutzmaßnahmen an den Schulen (Nasenbohrerantigentests; Masken, Schichtbetrieb) wirken. 

3. Ab 1. März werden alle positiven Proben der PCR-basierten Gurgelstudie durch Sequenzierung auf bekannte und neue Virusvarianten untersucht. Dies ist dringend notwendig, da
(i) die Ausbreitung bestimmter Virusvarianten frühzeitig erkannt werden muss und es
(ii) Hinweise gibt, dass bestimmte Virusvarianten Kinder eventuell leichter infizieren können. 

4. Durch die Sequenzierung der Virusvarianten in den positiven Proben des Gurgelmonitorings erhalten wir auch frühzeitig Hinweise, falls neue Virusvarianten in den Schulen zirkulieren sollten, die durch die Antigentests nicht erkannt werden können. 

Da eine Impfung von Kindern unter 16 Jahren gegen SARS-CoV-2 in den nächsten Monaten nicht zu erwarten ist, werden Schulen noch für einige Zeit ein Reservoir für das Virus und potentiell auch für neue Virusvarianten sein. Es ist darum besonders wichtig das Infektionsgeschehen an den Schulen regelmäßig mit der sehr sensitiven und spezifischen PCR-Gurgelmethode zu überwachen und alle positiven Proben auf Virusvarianten zu untersuchen. 
Wir danken Ihnen im Voraus herzlich für Ihre Bereitschaft neben den regelmäßigen Antigentests auch weiterhin am PCR-basierten Gurgelmonitoring teilzunehmen. Beide Maßnahmen sind wichtige Grundpfeiler, um Schulen möglichst virusrobust zu machen und gegebenenfalls evidenzbasiert die Schutzmaßnahmen an den Schulen adaptieren zu können.