Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Pädagogisches Sofortpaket als Unterstützung für Schülerinnen und Schüler

Die Auswirkungen der Pandemie auf die Schülerinnen und Schüler in Österreich muss mit einem umfangreichen Paket aus unter unterschiedlichen Maßnahmen entgegengetreten werden. Es ist das erklärte Ziel der Bundesregierung, hier mit einer breiten Palette an Förderungen gegenzusteuern.

Einige Maßnahmen wurden bereits gesetzt: Seit Jänner 2021 wurden über 250 Millionen Euro an Förderstunden und anderen Fördermaßnahmen bereitgestellt, um Lerndefizite aufzuholen und auch im Bereich der Schulpsychologie wurden durch die Aufstockung um 20 % seit Juni zusätzliche Maßnahmen gesetzt.

Vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie und deren immer stärker absehbaren Folgen auf Kinder und Jugendliche wurde nun in der Bundesregierung ein weiteres umfangreiches und breit angelegtes Paket ausgearbeitet. Damit sollen die negativen pädagogischen, psychischen und gesundheitlichen Folgen der Krise von unterschiedlichen Seiten bekämpft und den Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen Zeit geholfen werden.

Folgende Maßnahmen werden ab dem Start des Sommersemesters sukzessive umgesetzt:

Verlängerung und Ausweitung des Förderstundenpakets

  • Die derzeit laufenden Förderstunden werden bis Ende des Sommersemesters 2022 verlängert, dafür werden bis zu 109 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderstunden sollen insbesondere Standorten mit einem erhöhten Förderbedarf der Schüler/innen oder besonderen sozioökonomischen Herausforderungen zugutekommen.
  • Zusätzlich wird für die Matura und anderen abschließenden Prüfungen 2022 den Schülerinnen und Schülern bedarfsorientiert Ergänzungsunterricht in den letzten zwei Wochen des Unterrichtsjahres sowie zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen bereitgestellt. Dafür werden zusätzlich bis zu 4,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Ausweitung individueller Lernunterstützung „weiterlernen.at“

  • Gemeinsam mit Caritas, Diakonie, Rotem Kreuz under anderem wird seit Jänner 2022 insbesondere für sozial benachteiligten Schülerinnen und Schüler kostenfrei individuelle Lernunterstützung über die Plattform weiterlernen.at angeboten.
  • Zur Finanzierung wurden bisher aus EU-Mitteln (REACT/ESF) 5 Millionen Euro bis Ende 2022 bereitgestellt.
  • Die bisherigen Mittel können dank zusätzlich bereitgestellter Ressourcen der Europäischen Union auf 10 Millionen Euro verdoppelt und die Maßnahme bis Februar 2023 verlängert werden. Damit können zukünftig mehr als 40.000 Schülerinnen und Schüler erreicht werden.

Schulfonds zur Förderung der Klassengemeinschaft und Bewältigung von Corona

  • Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig soziale Begegnungen und die Klassengemeinschaft für die psychologische Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sind.
  • Um die Schulen zu motivieren, im kommenden Sommer- und Wintersemester entsprechende Schulveranstaltungen durchzuführen, wird ein eigener Fonds eingerichtet, mit dem mehrtägige Schulveranstaltungen unterstützt werden sollen.
  • Zur Unterstützung wird einmalig pro Klasse für die Durchführung einer mehrtätigen Schulveranstaltung (mindestens drei Tage mit Übernachtung) ein Betrag von 500 Euro bis Ende Februar 2023 breitgestellt.
  • Die Abwicklung erfolgt wie beim Stornofonds ebenso einfach und unbürokratisch über den OeAD.
  • Dafür werden zusätzlich circa 5 Millionen Euro bereitgestellt.

Mehr psychosoziale Unterstützung für Schülerinnen und Schüler

  • Mit der Aufstockung der Schulpsychologie um 20 % ist bereits ein wichtiger Beitrag geleistet worden. Diese soll Probleme erkennen und erste Hilfestellungen leisten. Weiterführende Beratung und Unterstützung kann allerdings nur durch das Gesundheitssystem gewährleistet werden.
  • Genau dafür wurden nun im Gesundheitsressort einmalig Fördermittel für die Ermöglichung niedrigschwelliger psychologischer und psychotherapeutischer Beratung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen in Höhe von 13 Millionen Euro bereitgestellt (Ministerratsvortrag vom 28. Juli 2021). Für die Begleitung des Vorhabens wird unter Leitung des BMSGKP eine Steuerungsgruppe, unter anderem bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des BMBWF und des BKA – Bereich Jugend eingerichtet.
  • Gesundheitsministerium, Bildungsressort und BKA – Bereich Jugend werden das Vorhaben über die Steuerungsgruppe begleiten und in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich dazu beitragen, dass diese Mittel zielgerichtet eingesetzt werden, um Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung der psychosozialen Krisenfolgen zu helfen. Seitens des BMBWF werden dazu insbesondere Schulpsychologinnen und -psychologen, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Schulärztinnen und -ärzte herangezogen, um Hilfe suchende Schülerinnen und Schüler über das Angebot zu informieren und als Schnittstelle fungieren.

Ausbau der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit den Ländern

  • Mit dem Budget 2022 ist eine Verdopplung der mit den Ländern kofinanzierten Schulsozialarbeit auf Basis einer neuen gesetzlichen Grundlage möglich.
  • Wenn Länder im Rahmen dieses Pakets aufstocken möchten, erklärt sich der Bund bereit, die vollen Kosten im Rahmen individueller Vereinbarungen im Jahr 2022 zu übernehmen. Voraussetzung dafür ist, dass die Länder sich bereiterklären das Personal langfristig zu halten.
  • Damit können insbesondere jene Kinder, die besonders unter der Krise gelitten haben zusätzlich unterstützt werden. Dafür werden circa 7 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt.

Erwachsenenbildung

  • Gerade jene mit niedrigem Bildungsniveau sind besonders hart von der Krise getroffen worden.
  • Um hier gezielt reagieren zu können, werden aus zusätzlichen EU-Mitteln (REACT/ESF) 10 Millionen Euro für den Ausbau von Programmen in der Basisbildung und dem Nachholen des Pflichtschulabschlusses bereitgestellt.

Kampagne für Bewegung und Sport zur Förderung der Resilienz

  • Studien belegen, dass gerade in Pandemiezeiten die Bewegung der Schülerinnen und Schüler zu kurz kam.
  • Daher werden im Sommersemester zusätzliche sportliche Aktivitäten an den Schulen geplant.
  • Monat des Schulsports: Schulen können ein Angebot des organisierten Sports beziehungsweise lokaler Sportvereine buchen. Pro zusätzlichem/r externen Anleiter/in (neben „Bewegung und Sport“) erhalten Schulen einen Teil der Organisationkosten refundiert.
  • Schwerpunkt Schwimmen: Je 3 Stunden externe Schwimmanleitung im Schwimmbad oder auch auf Schwimmtagen im Zuge von Schulveranstaltungen.
  • Bekannte Sportlerinnen und Sportler kommen an die Schule, um Schülerinnen und Schüler durch gemeinsame Aktivitäten in ihrer Resilienz zu fördern und zu mehr Bewegung zu animieren.
  • Für 2022 werden dafür zusätzlich circa 5 Millionen Euro bereitgestellt.

Maßnahmen für Lehrlinge zur Lernunterstützung

  • Im Rahmen der betrieblichen Lehrlingsförderung werden folgende Maßnahmen durch das BMDW federführend unter Mitwirkung weiterer Ressorts umgesetzt:
  • Rund 12 Millionen Euro stehen für die Teilnahme an Ausbildungsverbundmaßnahmen zur fachlichen Vertiefung, Vermittlung persönlichkeitsbildender Schlüsselqualifikationen oder für neue Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung zur Verfügung.
  • Vorbereitungskurse auf die Lehrabschlussprüfung werden mit rund 5 Millionen Euro gefördert.
  • Zum Nachholen corona-bedingt versäumter Ausbildungsinhalte insbesondere zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit, steht der Digi-Scheck Lehrlingen zur Verfügung. Pro Lehrling sind heuer bis zu drei Kursmaßnahmen in der Höhe von jeweils bis zu 500 Euro förderbar (Fördervolumen rund 2 Millionen Euro). Der Digi-Scheck kann in Absprache mit dem Lehrberechtigten auch während der Arbeitszeit in Anspruch genommen werden.
  • Das Lehrlingscoaching-Programm wird erweitert um die Betreuung bei Übernahme aus der überbetrieblichen Ausbildung, Unterstützung beim Onboarding und Nutzung neuer Medien. Für 2022 sind für das Programm 1,4 Millionen Euro eingepreist. (Lehre statt Leere
  • Zukünftig werden darüber hinaus in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich speziell für Lehrlinge neue Lehrvideos und Lernmitteln für die digitalen Plattformen des BMBWF entwickelt, dafür werden zusätzlich circa 0,5 Millionen Euro bereitgestellt.