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Jugend Innovativ 2014 - Ergebnisse

Innovative Schüler/innen-Teams aus Wien, dem Burgenland, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg wurden im Rahmen des größten österreichischen Schulwettbewerbs ausgezeichnet

Das Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsministerium sowie das Bildungsministerium zeichneten im Raiffeisen Forum in Wien die Sieger-Teams der 27. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ aus und würdigten die Spitzenleistungen der jungen Talente. Acht Teams aus Wien, dem Burgenland, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg konnten sich in ihren Kategorien gegen insgesamt 595 eingereichte Projekte durchsetzen. "Jugend Innovativ ist ein ideales Sprungbrett für Nachwuchsforscher, die ihre Ideen in neue Produkte undVerfahren umsetzen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben Schlüsselqualifikationen für ihre spätere Berufskarriere und knüpfen erste Kontakte zur Wirtschaft“, betonte Mitterlehner. "Mit unserem Wettbewerb stärken wir auch die Innovationskultur, die wir dringend brauchen, um den Standort attraktiv zu halten und hochwertige Arbeitsplätze in Österreich zu sichern", so Mitterlehner.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek gratulierte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schulwettbewerbs: „Ich bin angesichts der Kreativität und hohen Kompetenz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckt. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur bewiesen, dass sie innovative und zukunftsträchtig Projektideen haben, sondern auch, dass sie die Umsetzung und Verwertung dieser Ideen darstellen können. Jugend Innovativ macht jungen Menschen Mut, ihre Ideen zu verwirklichen und sich einem Wettbewerb zu stellen. Ich gratuliere allen PreisträgerInnen.“

Kreative Entwicklungen und wissenschaftliche Ergebnisse

2.139 Schülerinnen und Schüler stellten in der aktuellen Wettbewerbsrunde mit 595 innovativen Projekten in den Kategorien Design, Young Entrepreneurs (vormals Business), Science, Engineering sowie den Sonderpreis-Kategorien Sustainability der Raiffeisen Klimaschutz Initiative, idea.goes.app von T-Systems Austria und tech&society von Saturn, ihr enormes Innovationspotential unter Beweis. 39 Teams schafften den Einzug ins dreitägige Bundes-Finale. Folgende acht Projekte setzten sich im Finale durch (Fotos von den Preisträgern sowie die detaillierten Projektbeschreibungen sind unter www.jugendinnovativ.at abrufbar).

Engineering | Elektrotechnik-Elektronik: Der erste Platz in der Kategorie Engineering | Elektrotechnik-Elektronik ging an zwei Schüler der HTBLuVA Villach für ihr Projekt „Multi Robotic Indoor System“. Die Jungtechniker Günther Cwioro und Peter Kohout entwickelten Roboter, die in der Lage sind, mit Kameras ausgestattet unbekannte Innenräume zu kartografieren. Dazu schrieben sie ein Netzwerkprotokoll, das nicht von vorhandener Infrastruktur abhängig ist und den Robotern erlaubt, miteinander über ein – von ihnen selbst „ausgestrahltes“ – WLAN zu kommunizieren. Die Roboter arbeiten ebenso unabhängig wie gemeinsam. In Zukunft sollen sie noch mit Wärmebildkameras ausgestattet werden um sie zum Beispiel auch auf die Suche nach Verschütteten schicken zu können.

Engineering | Maschinenbau-Mechatronik: Der erste Platz in der Kategorie Engineering | Maschinenbau-Mechatronik ging an Julian Prikril und Mario Steiner von der HTBLA Eisenstadt für ihr Projekt „Power4Glider“. Die Jungtechniker entwickelten ein Powermanagementsystem für Segelflugzeuge, das den Stromverbrauch in großer Höhe überwacht und die vorhandene Energiekapazität dem Piloten oder der Pilotin mitteilt. Bei Bedarf kann diese/r rechtzeitig auf Notstrom zurückgreifen, der – wie sich das Duo überlegt hat – von einer mobilen Ladestation in praktischer Größe bereitgestellt werden soll. Die dafür benötigte Elektrizität liefert eine Windturbine, die bei Bedarf durch ein kleines Ausstellfenster der Kabinenhaube betätigt werden kann.

Young Entrepreneurs: Mit dem Hauptpreis in der Kategorie Young Entrepreneurs wurde das Projekt „Craft 2.0“ der Graphischen in Wien ausgezeichnet. Die drei Schüler Fabio Eppensteiner, Alexander Hackel und Philipp Weingartner haben es sich im Rahmen ihres Projekts zur Aufgabe gemacht, heimische Handwerks- und Gewerbebetriebe darin zu unterstützen, ein eigenes Erscheinungsbild, also Corporate Design, zu finden und so ihre Kommunikation mit Endkund/innen zu erleichtern. Bei „Craft 2.0“ können Unternehmer/innen ihr zukünftiges Corporate Design aus vier Paketen wählen, die mit unterschiedlichen Modulen, also Logo, Website, Fotos etc. gefüllt sind. Die Module werden dann noch wunschgemäß individualisiert. Der sonst langwierige und vor allem kostspielige Weg zur eigenen Unverkennbarkeit bleibt professionell, während Zeit, Geld und Nerven gespart werden.

Science: In der Kategorie Science konnten Dominik Dörler, Simon Moll und Hanna Weiss von der HTBLuVA Dornbirn die Expert/innen-Jury mit ihrem Projekt „Phosphor-Cycle“ überzeugen. Das Trio hat ein Verfahren zur Rückgewinnung von Phosphor auf Basis von Abfällen wie Klärschlamm und Tierknochenmehl entwickelt. Die Schüler/innen konstruierten einen neuartigen Reaktor, in dem Grafit als Leiter fungiert, sowie ein photometrisches Messgerät und ein Verfahren zum Nachweis des Phosphor. Berechnungen zufolge geht der von allen Lebewesen benötige Phosphor nämlich in rund hundert Jahren zur Neige. Durch ihre innovative Idee, Phosphor aus sekundären Quellen zu gewinnen, hoffen die Dornbirner/innen, die Phosphorkrise schon jetzt abgewendet zu haben.

Design: In der Kategorie Design ging der Hauptpreis an drei Schüler/innen von der HTBLuVA Salzburg. Mira Marlen Ruhmannseder, Hannah Shong und Manuel Tozzi widmen sich schon seit mehreren Jahren der Herausforderung, die vielfältigen Anforderungen an gutes Corporate Design unter einen Hut zu bringen. Nun haben sie mit ihrem Projekt „The Yessir Collecitve“ eine lose Vereinigung künstlerisch tätiger Menschen realisiert, die ästhetisches Bewusstsein mit Spontaneität verbindet. Spontan entstand auch das prägende Logo, das sich auch auf der neuen Yessir-Modelinie wiederfindet. Eine Yessir-Schmucklinie ist auch schon in Arbeit. Der Coworking-Space, der schon mehr als zehn Künstler/innen umfasst, heißt Erweiterungen willkommen.

Sonderpreis „idea.goes.app Award“ von T-Systems Austria: Verbessern, verändern, erneuern: Mit diesem Appell richtete sich T-Systems Austria als langjähriger Kooperationspartner an junge Talente mit innovativen, praktischen und smarten Ideen für App-Konzepte oder -Entwicklungen für die Bereiche Gesundheit, Energie und Mobilität. Der „idea.goes.app Award“ ging an vier Schüler der HTBLuVA Salzburg. Stefan Salcher, David Buchwinkler, Adrian Jandl und Lukas Leitinger entwickelten eine innovative App namens „phono“, die es ermöglicht, Songs von verschiedenen Smartphones zu einer Playlist zu kombinieren, indem über WLAN Songvorschläge eingespeist werden. Nach vielen Stunden der Recherche- und Programmierarbeit, mehreren Netzwerktests und einer Studie, wie weit Abspielgeräte voneinander entfernt sein dürfen, um keine Verzögerungen wahrzunehmen, steht die App „phono“ nun kurz vor der Marktreife. Die App muss dabei auf allen gängigen Plattformen lauffähig und durch das Konzept des Zero Configuration networking äußerst benutzerfreundlich programmiert sein. Alles mit Bravour gelöst!

Sonderpreis „Sustainability Award“ der Raiffeisen Klimaschutz Initiative: Innovative Ideen, Konzepte und Projekte, die die Nachhaltigkeit im Alltag und Arbeitsumfeld fördern, stehen im Mittelpunkt des von der Raiffeisen Klimaschutz Initiative gestifteten Sonderpreises. Der diesjährige „Sustainability Award“ ging an drei Schüler der HTL 1 Lastenstraße in Klagenfurt für ihr Projekt „Ölfilter-Recycling-Anlage“. Auf Anregung eines Unternehmens in Costa Rica stellten sich Alexander Nowak, Peter Pichler und Alan Schwarz der Herausforderung, eine rentable, energieeffiziente und innovative Recycling-Anlage für Ölfilter zu entwickeln. Im Sinne einer Entlastung der Umwelt stellten die Schüler Recherchen an, orientierten sich an schon existierenden Anlagen und entwickelten letztlich eine robuste Recyclinganlage, die die Filter in getrennt verwertbare Einzelteile zerlegt. Für die konkrete Umsetzung fuhren die drei nach Costa Rica, um innerhalb von gut drei Monaten den Bau der Maschine zum Teil aus Recyclingmaterial direkt bei dem Unternehmen durchzuführen.

Sonderpreis „tech&society“ von Saturn: Die Technik von morgen schon heute – so heißt die Herausforderung, der sich Saturn stets aufs Neue stellt. Mit dem jüngsten Sonderpreis „tech&society“ fördert Saturn die aktive Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten moderner Technik und den damit verbunden Themen wie Sicherheit, Vernetzung, Lebensqualität und die gesellschaftliche Verantwortung eines jeden Einzelnen von uns. Dieser Herausforderung haben sich Paul Pröll und Benjamin Soura von der HTL Ottakring mit ihrem Projekt „LockShare – Crowd Storage for All“ gestellt. Das Duo entwickelte ein System, das alle Arten von Daten absolut sicher speichert, indem es alle bekannten Konzepte rund um die Datenspeicherung kombinierte. Das Ergebnis ist ein Crowdspeicher namens „Lockshare“. Im Gegensatz zu einem Cloudspeicher werden die Daten nicht an einem physischen Ort deponiert, auf den alle User/innen Zugriff haben, sondern verschlüsselt und säuberlich in Stückchen zerteilt auf die verschiedenen Nutzer/innen aufgeteilt. Durch einen speziellen Algorithmus können sie jederzeit wieder zusammengesetzt werden. Zudem werden die Daten mehrfach redundant gespeichert, der Ausfall einzelner Elemente stellt also kein Problem dar.

Attraktive Preise für die talentierten Nachwuchsforscher/innen

Die Siegerinnen und Sieger von Jugend Innovativ erhielten Geldpreise in der Höhe von über 40.000 Euro. Zudem werden die Teams zu internationalen Innovations- und Wissenschaftswettbewerben innerhalb Europas, in die USA und nach China entsandt. „Damit erhalten die Finalistinnen und Finalisten die Chance, ihre bei Jugend Innovativ erworbenen Erkenntnisse und Projektresultate auch im internationalen Umfeld zu präsentieren und Erfahrungen auch außerhalb unseres Landes zu sammeln. Für viele ist das ein erster wichtiger Karriereschritt und eine Möglichkeit, sich wertvolle Qualifikationen für den späteren Berufseinstieg anzueignen“, betont Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice (aws), der abschließend nochmals allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratulierte.

Jugend Innovativ fördert Schlüsselqualifikationen für die Berufskarriere

Jugend Innovativ ist der größte österreichweite Schulwettbewerb für innovative Ideen. Der jährlich stattfindende Wettbewerb wird vom Wissenschafts-, Forschungs und Wirtschaftsministerium sowie vom Bildungsministerium finanziert und von der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) abgewickelt. Die klassischen Kategorien wie Engineering, Young Entrepreneurs, Science und Design werden durch die Unterstützung der Sponsorpartner Raiffeisen Klimaschutz Initiative, T-Systems Austria und Saturn um die Themen Sustainability, idea.goes.app und tech&society ergänzt. Erstmals übernimmt Merck die Patenschaft für die Kategorie Science und reiht sich damit in die Riege der Jugend Innovativ Nachwuchsförderer ein.

Jugend Innovativ ermöglicht jungen Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. So werden neue Chancen für die zukünftige Laufbahn der Schülerinnen und Schüler gebildet.

Gleichzeitig wird die Innovationskraft und der Ideenreichtum junger Talente und Nachwuchsforscherinnen und -forscher gefördert und ans Tageslicht gebracht. Bisher haben rund 7.000 Projekt-Teams bei Jugend Innovativ teilgenommen, die insgesamt Zuschüsse in der Höhe von 1,5 Millionen Euro für ihre Projekte erhielten. Weitere Informationen über den Wettbewerb, die Siegerprojekte sowie Fotos der aktuellen Gewinnerinnen und Gewinner sind im Internet unter
www.jugendinnovativ.at abrufbar.

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Inhaltlicher Stand: 06.04.2018