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Spezielle Richtlinien für die Beantragung bzw. Durchführung von Schulversuchen an Hauptschulen im Schuljahr 1998/99

Geschäftszahl: 39.407/6-I/5/98

Sachbearbeiterin: Mag. Renée Langer

Tel.: 531 20 / 4382

Verteiler: VII
Sachgebiet: Pädagogische Angelegenheiten
Inhalt: Spezielle Richtlinien für die Beantragung bzw. Durchführung
von Schulversuchen an Hauptschulen
Geltung: Schuljahr 1998/99

Rundschreiben Nr. 18/1998

An

alle Landesschulräte

bzw. Stadtschulrat für Wien

jeweils Abteilung APS

1. Schulversuchsmaterien:

1.1 Lehrplan ´99:

Die Arbeit der Pilotschulen zum Lehrplan ´99 läuft weiter. Möglicherweise gibt es gewisse Modifikationen bei den Vorhaben der einzelnen Standorte. Grundsätzlich werden die Pilotschulen – auch zur rechtlichen Absicherung ihrer Arbeit – als Schulversuche gemäß § 7 SchOG geführt.

1.2 Leistungsdifferenzierung (§ 131 b SchOG):

Der Entwurf für eine SchOG-Novelle ist bis Ende März in Begutachtung. Es wird zu prüfen sein, inwieweit die geplanten Änderungen die Anliegen der einzelnen Schulversuchsprojekte umfassen und somit ein besonderer Antrag noch erforderlich ist.

Das Inkrafttreten der Gesetzesänderungen ist allerdings erst für dasSchuljahr 1999/2000 geplant, somit bleiben die Bedingungen für die Schulversuche auf derBasis des § 131b SchOG für das kommende Schuljahr unverändert.

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1.3 neue Lehr-, Lern- und Unterrichtsformen:

Die Entwicklung und Einschätzung neuer Lehr-, Lern- und Unterrichtsformen samt entsprechender Arten der Leistungsfeststellung, Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung an die Schülerinnen und Schüler ist von besonderem Interesse.

In diesem Zusammenhang sind auch Projekte zu sehen, die sich mitzukunftsweisenden Formen der Nutzung der Kommunikationstechnologien auseinander setzen.

1.4 Berufsorientierung :

Da die verbindliche Übung "Berufsorientierung" generell eingeführt wurde, sind einschlägige Schulversuchsprojekte zu überprüfen und nach Möglichkeit ins Regelschulwesen überzuführen.

2. Zu den Formblättern:

2.1 Projektbeschreibung:

Bei Projekten, die Mischformen (etwa schulautonome Lehrplanbestimmungen kombiniert mit Schulversuchselementen) darstellen, möge - um der Klarheit willen - eine kurze Gesamtbeschreibung angegeben werden. Jene Elemente, welche einer Zustimmung bedürfen, sind dabei klar kenntlich zu machen.

2.2 Dauer:

Diese Rubrik des Formblattes möge folgende Punkte beinhalten:

  • Schuljahr der erstmaligen Führung,
  • projektierter Endzeitpunkt,
  • Jahr einer allfälligen Konzeptänderung,
  • Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes mit entsprechender Zuordnung in Pilotphase, Festigungsphase oder Endphase (Definition der Phasen siehe Schulversuchserlass 1996/97).

Um allfälligen Missverständnissen vorzubeugen sei hier nochmals festgestellt, dass der in den Formblättern eingetragene Endzeitpunkt die Vorstellungen des Antragstellers charakterisiert. Die Zustimmung zur Durchführung der einzelnen Schulversuche seitens des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten erfolgt im Allgemeinen nur für das jeweilige Schuljahr. Eine Fortsetzung oder Ausweitung kann nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

3. Unterlagen:

Es wird gebeten, gemeinsam mit den Schulversuchsanträgen das Schulversuchskonzept des Bundeslandes ("Länderkonzept") zu übermitteln, in dem die Entwicklungsvorhaben vor dem Hintergrund der speziellen regionalen Situation dargestellt werden.

Des Weiteren wird darum ersucht, für jene Projekte, welche die Pilotphase bereits überschritten haben, die vorliegenden Evaluationsergebnisse zu übermitteln (sofern dies nicht bereits erfolgt ist).

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4. EINREICHFRIST:

Bei Bedarf kann die Einreichfrist für die Schulversuchsanträge bis 15. Mai 1998 erstreckt werden.



Beilagen : Übersicht über die Schulversuche im Schuljahr 1997/98

Wien, 5. April 1998

Für die Bundesministerin:

Mag. Stockhammer

F.d.R.d.A:

Bundesministerium für Unterricht GZ 39.407/6-I/5/98

und kulturelle Angelegenheiten Stand 1. März 1998

Abteilung I/5



Schulversuche



gemäß

§ 7 und § 131 b Schulorganisationsgesetz

bzw.

§ 78 Schulunterrichtsgesetz



an

Hauptschulen

im Schuljahr

1997/98



Auf den Formblättern unter "Sachgebiet" verwendete Abkürzungen:

aso einjähriger Lehrgang für ASO-SchülerInnen

bo Berufsorientierung

diff Leistungsdifferenzierung abweichend von Regelschule

fremd Fremdsprache

gaki SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache

lbu Leistungsbeurteilung abweichend von Regelschule

lhs Landhauptschule

ms (Neue) Mittelschule

schwp Schwerpunktsetzung

std Stundentafeländerung (Gesamtstundenanzahl, verbindliche Übungen, Lernfelder, ...)

team Zweilehrersystem (Teamteaching, Assistenzen, ...)

Inhaltlicher Stand: 06.04.2018