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Spezielle Richtlinien für die Beantragung bzw. Durchführung von Schulversuchen an Hauptschulen im Schuljahr 1999/2000

Geschäftszahl: 39.407/6-I/5/99

Sachbearbeiterin: Mag. Renée Langer
Tel.: 53120/4382
e-mail: Renee.Langer@bmuk.gv.at

Verteiler: VII
Sachgebiet: Pädagogische Angelegenheiten
Inhalt: Spezielle Richtlinien für die Beantragung bzw. Durchführung von Schulversuchen an Hauptschulen
Geltung: Schuljahr 1999/2000

Rundschreiben Nr. 15/1999

An alle Landesschulräte bzw. Stadtschulrat für Wien
jeweils Abteilung APS

1. Schulversuchsmaterien:

1.1 Lehrplan ´99:

Der Kreis der mit der Lehrplanentwicklung befassten Schulen (Pilotschulen) soll ausgeweitet werden. Bis zum Inkrafttreten der Lehrplanverordnung ist die Rechtsgrundlage durch - wo das möglich ist – Autonomiebeschlüsse, sonst durch Genehmigung als Schulversuch gemäß § 7 SchOG herzustellen.

Die Beteiligung der Schulen soll gefördert und die sie umgebende Infrastruktur (insbesondere seitens der Pädagogischen Institute) in geeigneter Weise gestaltet werden, um günstige Voraussetzungen für die Implementation zu schaffen. Zur Unterstützung der Schulen wird – entsprechend dem Entwicklungsstand der einzelnen Schulen – eine Aufgliederung des Lehrplanprojektes in überschaubare Entwicklungsvorhaben empfohlen.

Für die Projektbeschreibung im Formblatt genügt eine Überblicksdarstellung aus der hervorgeht, an welchem Standort welche Entwicklungsvorhaben laufen und mit wie vielen Klassen die jeweilige Schule sich am Lehrplanprojekt beteiligt.

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1.2 Leistungsdifferenzierung (§ 131 b SchOG):

Da der Schulversuchsparagraph mit Ende des Schuljahres 2002/2003 ausläuft, gilt es die Ergebnisse der Schulversuche auf den Punkt zu bringen und für ein Überdenken der Gesetzesgrundlagen nutzbar zu machen. Es wird gebeten herauszuarbeiten, welches die Motive und Ziele für die Schulversuche sind, welche Regelungsadaptionen durchgeführt wurden und welche Erfahrungen damit gemacht wurden.

1.3 Nachholen des Hauptschulabschlusses:

Die Maßnahmen zum Nachholen des Hauptschulabschlusses mögen im Schuljahr 1999/2000 verstärkt betrieben werden.

Auf GZ 33.600/43-I/9a/98 (Maßnahmen zum Nationalen Aktionsplan zur Beschäftigung – Nachholen des Pflichtschulabschlusses; Information der Landesschulräte/Stadtschulrat für Wien) und 621/7-III/D/14a/99 (NAP – Nachholen des Pflichtschulabschlusses, Zustimmung zur Aufwendung zusätzlicher Planstellen) wird verwiesen.

Für die Reflexion der mit 31. August 2000 befristeten Regelung sind statistische bzw. erfahrungsbezogene Grundlagen vorzubereiten. Um einen knappen Zwischenbericht zu folgenden Punkten bis 9. April 1999 wird gebeten:

Es wird davon ausgegangen, dass es im Land eine verantwortliche Person für die Koordination und nach Möglichkeit eine Projektgruppe gibt.

1.4 neue Lehr-, Lern- und Unterrichtsformen:

Die Entwicklung und Einschätzung neuer Lehr-, Lern- und Unterrichtsformen samt entsprechender Arten der Leistungsfeststellung, Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung an die Schülerinnen und Schüler ist weiterhin von Interesse.

In diesem Zusammenhang sind auch Projekte zu sehen, die sich mit zukunftsweisenden Formen der Nutzung der Kommunikationstechnologien auseinander setzen.

2. Zu den Formblättern:

2.1 Projektbeschreibung:

Bei Projekten, die Mischformen (etwa schulautonome Lehrplanbestimmungen kombiniert mit Schulversuchselementen) darstellen, möge - um der Klarheit willen - eine kurze Gesamtbeschreibung angegeben werden. Jene Elemente, welche einer Zustimmung bedürfen, sind jedoch klar kenntlich zu machen.

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2.2 Dauer:

Diese Rubrik des Formblattes möge folgende Punkte beinhalten:

  • Schuljahr der erstmaligen Führung,
  • projektierter Endzeitpunkt,
  • Jahr einer allfälligen Konzeptänderung,
  • Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes mit entsprechender Zuordnung in Pilotphase, Festigungsphase oder Endphase (Definition der Phasen siehe Schulversuchserlass 1996/97).

Um allfälligen Missverständnissen vorzubeugen sei hier nochmals festgestellt, dass der in den Formblättern eingetragene Endzeitpunkt die Vorstellungen des Antragstellers charakterisiert. Die Zustimmung zur Durchführung der einzelnen Schulversuche seitens des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten erfolgt im Allgemeinen nur für das jeweilige Schuljahr. Eine Fortsetzung oder Ausweitung kann nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

3. Unterlagen:

Es wird gebeten, gemeinsam mit den Schulversuchsanträgen das Schulversuchskonzept des Bundeslandes ("Länderkonzept") zu übermitten, in dem die Entwicklungsvorhaben vor dem Hintergrund der speziellen regionalen Situation dargestellt werden.

Des Weiteren wird darum ersucht, für jene Projekte, welche die Pilotphase bereits überschritten haben, die vorliegenden Evaluationsergebnisse zu übermitteln (sofern dies nicht bereits erfolgt ist).

Die Übersicht über die Schulversuche im Schuljahr 1998/99 befindet sich in der Beilage. Die Datensätze für das "Schul"-Programm können bei Bedarf bei der Sachbearbeiterin angefordert werden.



Beilage

Wien, 8. März 1999

Für die Bundesministerin:

Mag. Stockhammer

F.d.R.d.A.:

Inhaltlicher Stand: 6. April 2018