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Spezielle Richtlinien für die Beantragung bzw. Durchführung von Schulversuchen an Hauptschulen

Geschäftszahl: 39.407/8-I/5/97

Sachbearbeiterin: Mag. Renée Langer
Tel.: 53120/4382

Verteiler: VII
Sachgebiet: Pädagogische Angelegenheiten
Inhalt: Spezielle Richtlinien für die Beantragung bzw.
Durchführung von Schulversuchen an Hauptschulen
Geltung: Schuljahr 1997/98

Rundschreiben Nr. 17/1997

An Alle
Landesschulräte bzw.
Stadtschulrat für Wien
jeweils Abteilung APS

1. SCHULVERSUCHSMATERIEN:

Die Überführung der Schulversuche zur Integration von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie jener mit reduzierter Wochenstundenanzahlv läuft bzw. ist abgeschlossen. Somit sind wiederum langjährige Schulversuchsanliegen vonder Gesetz- bzw. Verordnungsgebung aufgegriffen worden.

1.1. LEHRPLAN '99:

Für die Entwicklung des Lehrplan '99 wurde bereits seit längerem ein Verfahren für die Nominierung von Pilotschulen eingeleitet. Derzeit ist die Dimension der einzelnen Vorhaben je Standort noch nicht abgeklärt. Grundsätzlich werden sie, da es sich um die Erprobung eines neuen Lehrplans handelt, unter § 7 SchOG zu führen sein: "Hiezu zählen auch Schulversuche zur Entwicklung neuer Lehrplaninhalte sowie zur Verbesserung didaktischer und methodischer Arbeitsformen (insbesondere sozialer Arbeitsform) an einzelnen Schularten" (§ 7, Abs. 1, letzter Satz).



1.2. DIFFERENZIERUNG (§ 131 b SCHOG):

Obwohl sich die Situation in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich darstellt, ist aus gesamtösterreichischer Sicht - allein schon von der Anzahl der Schulversuche her - klar, daß großes Interesse an einer Veränderung bzw. Erweiterung der gesetzlich vorgegebenen Möglichkeiten besteht. Da vielerorts die prozentuellen Schulversuchsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und bereits mehrjährige Erfahrungen vorliegen, möge das Augenmerk weniger auf neue Projekte sondern auf die anlaufende Übertragungsdiskussion gerichtet werden. Für jene Schulversuche, die im Abschlußzeugnis keine Zuordnung zu Leistungsgruppen vornehmen, wird auf das Rundschreiben Nr. 14/1997 (Aufnahmsprüfung in BMHS) hingewiesen.

Schulversuchsbeschreibung und Benotungspraxis sind entsprechendanzupassen.

1.3. NEUE LEHR-, LERN- UND UNTERRICHTSFORMEN:

Die Entwicklung und Einschätzung neuer Lehr-, Lern- und Unterrichtsformen samt entsprechender Arten der Leistungsfeststellung, Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung an die Schülerinnen und Schüler ist von besonderem Interesse.

In diesem Zusammenhang sind auch Projekte zu sehen, die sich mit zukunftsweisenden Formen der Nutzung der Kommunikationstechnologien auseinandersetzen.

2. ZU DEN FORMBLÄTTERN:

2.1. PROJEKTBESCHREIBUNG:

Bei Projeken, die Mischformen (etwa schulautonome Lehrplanbestimmungen kombiniert mit Schulversuchselementen) darstellen, möge - um der Klarheit willen - eine kurze Gesamtbeschreibung angegeben werden. Jene Elemente, welche einer Zustimmung bedürfen, sind dabei klar kenntlich zu machen.

2.2. DAUER:

Diese Rubrik des Formblattes möge folgende Punkte beinhalten:

Schuljahr der erstmaligen Führung,

projektierter Endzeitpunkt,

Jahr einer allfälligen Konzeptänderung,

Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes mit entsprechender Zuordnung in Pilotphase, Festigungsphase oder Endphase (Definition der Phasen siehe letztjähriger Schulversuchserlaß).

Um allfälligen Mißverständnissen vorzubeugen sei hier nochmals festgestellt, daß der in den Formblättern eingetragene Endzeitpunkt die Vorstellungen des Antragstellers charaktisiert. Die Zustimmung zur Durchführung der einzelnen Schulversuche seitens des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten erfolgt im allgemeinen nur für das jeweilige Schuljahr. Eine Fortsetzung oder Ausweitung kann nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

3. UNTERLAGEN

Es wird gebeten, gemeinsam mit den Schulversuchsanträgen das Schulversuchskonzept des Bundeslandes ("Länderkonzept") zu übermitteln, in dem die Entwicklungsvorhaben vor dem Hintergrund der speziellen regionalen Situation dargestellt werden.

Des weiteren wird darum ersucht, für jene Projekte, welche die Pilotphase bereits überschritten haben, bis 1. Oktober 1997 die vorliegenden (Zwischen-)Evaluationsergebnisse zu übermitteln.

Beilagen

Übersicht über die Schulversuche im Schuljahr 1996/97

und Diskette mit den Datensätzen für das "Schul"-Programm

Wien, 17. März 1997

Für die Bundesministerin:

Mag. Stockhammer

F.d.R.d.A:

Inhaltlicher Stand: 06.04.2018