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Entscheidung des Rates vom 21. Dezember 1998 zur Förderung von alternierenden europäischen Berufsbildungsabschnitten einschließlich
der Lehrlingsausbildung "EUROPASS"

Geschäftszahl: 12.200/72-II/7/99

Sachbearbeiter: Mag. Wolfgang Slawik
Telefon: 531 20-4443
Telefax: 531 20-4130

Verteiler: VII
Sachgebiet:Pädagogische Angelegenheiten
Inhalt: Entscheidung des Rates vom 21. Dezember 1998 zur Förderung von alternierenden europäischen Berufsbildungsabschnitten einschließlich der Lehrlingsausbildung "EUROPASS"
Geltung: unbefristet
Zielgruppe:alle berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, Bildungsanstalten für Sozialpädagogik

Rundschreiben Nr. 30/1999


Alle Landesschulräte
Stadtschulrat für Wien



Das Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, Abteilung II/7, übermittelt in der Anlage die Entscheidung des Rates vom 21. Dezember 1998 (1999/51/EG) zur Förderung von alternierenden europäischen Berufsbildungsabschnitten einschließlich der Lehrlingsausbildung "EUROPASS" sowie die Kopie eines Entwurfs des EUROPASSES (Originalformat A5, Farbe dunkelblau) zur gefälligen Information sowie mit der Bitte um weitere Veranlassung im Sinne der im folgenden angeführten Ausführungen.





Beim "EUROPASS Berufsbildung" handelt es sich um ein Dokument, das dem Besitzer auf Gemeinschaftsebene bestätigt,

  • dass er in alternierender Berufsausbildung, einschließlich der Lehrlingsausbildung, einen oder mehrere Ausbildungsabschnitte in einem anderen EU-Mitgliedstaat absolviert hat als seinem "Heimatstaat", in dem er seine Berufsausbildung erhalten hat; (Ziff. 1 – 5 des EUROPASS-Dokumentes)
  • dass diese Abschnitte Bestandteil der Berufsausbildung des Herkunftsmitgliedstaates sind. (Ziff. 13 – 21 des EUROPASS-Dokumentes)

Der "EUROPASS Berufsbildung" enthält Angaben zu folgenden Punkten:

  • zur Art der Berufsausbildung, in deren Rahmen der europäische Berufsbildungsabschnitt absolviert wurde;
  • zur Dauer des im Ausland absolvierten (europäischen) Berufsbildungsabschnittes;
  • zu der entsprechenden Qualifikation, die angestrebt wird.

Weiters enthält der "EUROPASS" Angaben

  • zu den Inhalten des europäischen Berufsbildungsabschnittes,
  • zu den im Rahmen der Ausbildung gesammelten Erfahrungen, sowie
  • zu den erworbenen Fähigkeiten und der Methode zu deren Evaluierung.

Der "EUROPASS Berufsbildung" ist ab 1. Jänner 2000 gültig.

D ie Landesschulräte/der Stadtschulrat für Wien werden daher nunmehr ersucht, dem Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, Abteilung II/7, zH Mag. Wolfgang Slawik,

bis längstens 28. Juli 1999

bekannt zu geben, welche Institution im jeweiligen Geltungsbereich als jene Stelle für den jeweiligen Ausbildungsbereich (berufsbildende Schulen,Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, Bildungsanstalten für Sozialpädagogik)anzugeben ist, die den EUROPASS Berufsbildung ausstellt.

Die für die Ausbildung verantwortliche Institution("Ausbildungspartner" Ziff. 13 – 21 des EUROPASS-Dokumentes) vereinbart mit der Ausbildungsinstitution im Aufnahmestaat Dauer, Inhalte und Betreuuung des Ausbildungsaufenthaltes. Die in Österreich für die Gestaltung der Ausbildungverantwortliche Institution (Ziff. 1 – 5 des EUROPASS-Dokumentes) überprüft und bestätigt im EUROPASS nach dem Ausbildungsaufenthalt, dass die Vereinbarung umgesetzt wurde, und der im Ausland absolvierte Ausbildungsaufenthalt somit Bestandteil der Ausbildung im Heimatland ist.

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Gemäß GZ 16.803/1-III/4/99 vom 7. April 1999 besteht auch die Möglichkeit, die Kompetenz zur Ausstellung (Ziff. 1 – 5 des EUROPASS-Dokumentes) den Schulen, den Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik beziehungsweise den Bildungsanstalten für Sozialpädagogik zu übertragen, was zu einer wesentlichen Verwaltungsvereinfachung beitragen würde.

Diejenigen Institutionen, die dem BMUK als für die Ausstellung des EUROPASSES verantwortliche Stellen bekannt gegeben werden, werden in weiterer Folge in einen Informationsfolder zum EUROPASS aufgenommen. Die Erstellung dieses Folders ist Teil einer Informationskampagne, die im Herbst gestartet werden wird.

Die Landesschulräte/der Stadtschulrat für Wien werden weiters ersucht, dem Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, AbteilungII/7, Herrn Mag. Slawik, bis Ende Oktober 1999 bekannt zu geben, wie viele Exemplare des EUROPASSES Berufsbildung für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich benötigt werden, um eine bedarfsgerechte Versorgung gewährleisten zu können.

Wien, 5. Juli 1999

Für die Bundesministerin:

Heuritsch

Beilagen

  1. Entscheidung des Rates zum EUROPASS Berufsbildung
  2. Kopie des Entwurfes des EUROPASSES

F.d.R.d.A.:

Inhaltlicher Stand: 6. April 2018