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Schulbücher im Schuljahr 2001/02;

Geschäftszahl: 36.650/48-III/D/13/2000;

Sachgebiet: Pädagogische Angelegenheiten;
Inhalt: Schulbucherlass für 2001/02;
Geltung: Budgetjahre 2001 und 2002, Schuljahr 2001/02

Rundschreiben Nr. 66/2000

Landesschulräte und Bezirksschulräte

Öffentlichen Schulen und

Privatschulen mit Öffentlichkeitsrecht

Bezüglich der Auswahl der Schulbücher für das Schuljahr 2001/2002 werden - im Zusammenhang mit der Aktion "Unentgeltliche Schulbücher" im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen - folgende Informationen gegeben und folgende Maßnahmen verfügt:

1. Grundlagen der Auswahl
2. Auswahl der Schulbücher


3. Auswahlgrundsätze
4. Höchstgrenzen für die Durchschnittskosten pro Schüler (Limits)
5. Bedarfsmeldung für Schulbuchbelege

5.1. Allgemeine Anforderungsgrundsätze

Nach Auswahl der Schulbücher, die im nächsten Schuljahr in der Schule verwendet werden sollen, ist der voraussichtliche Bedarf für das gesamte Schuljahr möglichst genau zu schätzen. Reserven sind in die Schätzung nicht einzubeziehen. Die Bedarfsmeldung ist mit der Unterschrift des Schulleiters und dem Schulsiegel zu versehen und eingeschrieben an das Bundesrechenzentrum zu senden. Alle Schulen, die über Internet bestellen, erhalten zeitgerecht ein online Schulungsprogramm, ein Passwort und die nötigen Informationen über die online Bestellung. Die Einführung der Bücher für den Religionsunterricht obliegt nicht den Schulbehörden des Bundes. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Schulbuchbelege für die Bücher für den Religionsunterricht zugleich mit den anderen Schulbuchbelegen mittels Bedarfsmeldung beim Bundesrechenzentrum zu bestellen sind.

5.2. Verwendung der Schulbuchbelege

In den Monaten Mai und Juni erhalten jene Schulen, die bis Ende April 2001 keine Limitüberschreitungen mehr aufweisen, die angeforderten Schulbuchbelege von der Österreichischen Postsparkasse. Die Verwendung der Schulbuchbelege sowie allfällige Neu- und Nachbestellungen, die nur zu Beginn des Schuljahres möglich sind, für das sie bestimmt sind, werden durch die Durchführungsrichtlinien des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen geregelt, die den Schulen im April 2001 zugehen werden. Die gesamte Bestellgebarung wird in Bezug auf die Schulen ausschließlich vom Bundesrechenzentrum abgewickelt. Das umfasst auch allfällige Reklamationen über Schulbuchbelege.

6. Anforderung der Bücher des Anhangs

Die Ausführungen in den vorstehenden Punkten gelten sinngemäß für die Anforderung von Büchern des Anhangs, jedoch mit der Maßgabe, dass die vom Bundesrechenzentrum auf Grund der "Bedarfsmeldung" (Anhang) der Schulen erstellte "Auftragsbestätigung" (Anhang) an die Schulen gesandt wird. Die Auftragsbestätigung wird bis 15. Juni der Schule übermittelt. Im Interesse einer Vereinfachung des Bestell- und Beschaffungsverfahrens erfolgt auch die Abgabe der Schulbücher aus dem Anhang seit dem Schuljahr 1999/2000 über Schulbuchanweisungen. Schulbücher, die in der Anhangliste den Vermerk "DIR" enthalten, werden von Eigenverlegern hergestellt und vertrieben. Die Schulbuchanweisungen für diese Schulbücher können nur beim Eigenverleger (nicht beim Schulbuchhändler!) gegen Erhalt der Schulbücher Zug um Zug eingelöst werden.

Die weitere Vorgangsweise bei Beschaffung der Bücher des Anhangs ist den obzit. Durchführungsrichtlinien zu entnehmen. Werden durch die Bestellung für Bücher des Anhangs die Limits überschritten, geht eine Auftragsbestätigung (Anhang) vom Bundesrechenzentrum an die Schule zurück, die die Bestellung entsprechend zu reduzieren hat. Die Weiterverarbeitung erfolgt erst, wenn die Limits nicht mehr überschritten werden.

7. Unterrichtsmittel eigener Wahl

Im Rahmen von höchstens 15 % der Limits können von den Schulen Unterrichtsmittel eigener Wahl (therapeutische, gedruckte, audiovisuelle Unterrichtsmittel, automationsgestützte Datenträger, Lernspiele) für die Hand der Schülerinnen und Schüler angeschafft werden. Den Schulen wird nach Verarbeitung der von der Schule beschlossenen Werke vom Bundesrechenzentrum mitgeteilt werden, welcher Betrag für den Ankauf von Unterrichtsmitteln eigener Wahl voraussichtlich zur Verfügung stehen wird, die endgültige Berechnung erfolgt im September.

Diese Unterrichtsmittel sind in keiner amtlichen Liste enthalten . Sie werden von der Schule im Fachhandel bestellt, die Rechnung wird der Finanzlandesdirektion übermittelt. Weitere Auskünfte dazu wird das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen geben.

8. Überprüfung der Schulbuchgebarung

Es wird darauf hingewiesen, dass die Schulen gemäß § 31c Abs. 5 Familienlastenausgleichsgesetz Aufzeichnungen führen müssen, aus denen die Empfänger der Schulbücher hervorgehen. Die Schulen sind gegenüber dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen und den Finanzlandesdirektionen zur Auskunftserteilung verpflichtet und haben diesen Einblick in die Aufzeichnungen zu geben.

9. Aussendung des Erlasses

Dieser Erlass wird zusammen mit den Schulbuchlisten und dem Anhang den Schulleitungen aller in Betracht kommenden Schulen, den Bezirksschulräten, den Berufsschulinspektoren, den Inspektoren für die Anstalten der Lehrer- und Erzieherbildung sowie den Landesschulinspektoren bis Februar im Wege des Bundesrechenzentrum zugesandt werden.

Ab Ende Jänner werden alle Schulbuchlisten, der Erlass "Schulbücher im Schuljahr 2001/2002", die Limit-Vorinformation des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen sowie Informationen zu den Lehrerexemplaren im Internet unter http:// www.bmbwk.gv.at im Bereich Service – Schulbuchaktion verfügbar sein.

Wien, 9. Jänner 2001
Die Bundesministerin:
GEHRER

F.d.R.d.A.:

Letzte Aktualisierung: 6. April 2018