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Öffentliche Konsultation Schulen für das 21. Jahrhundert

Geschäftszahl: BMUKK-36.300/0103-I/2007
Sachbearbeiter: MMag. Bernhard Chabera
Abteilung: Stabstelle I/EU
E-mail: bernhard.chabera@bmukk.gv.at
T +43 (0)1 53120-4497
F +43 (0)1 53120-814497

Rundschreiben Nr. 15/2007

Verteiler: N
Sachgebiet: EU
Inhalt: Öffentliche Konsultation Schulen für das 21. Jahrhundert
Geltung: befristet
Angesprochener Personenkreis: Schulbehörden/Leiter

Alle Landesschulräte und den Stadtschulrat für Wien
Bundessektion Pflichtschullehrer in der Gewerkschaft
Bundessektion AHS-Lehrer in der Gewerkschaft
Zentralausschuss BMHS
Zentralausschuss AHS
Alle Zentrallehranstalten
Bundessektion BMHS-Lehrer in der Gewerkschaft

Europas Schulen fit machen für das 21. Jahrhundert: Öffentliche Konsultation der Europäischen Kommission über die Modernisierung des Schulwesens

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation mit dem Titel „Schulen für das 21. Jahrhundert“ gestartet. Ziel ist es, Meinungsäußerungen einer breiten Bevölkerungsschicht, insbesondere jedoch von BildungsexpertInnen, LehrerInnen sowie SchülerInnen- und Elternvertretungen, über die Entwicklung und Modernisierung der Schulbildung in den Mitgliedstaaten der EU einzuholen.

Damit will man diejenigen Sachbereiche ausfindig machen, in denen eine Kooperation auf europäischer Ebene die Mitgliedstaaten bei ihren eigenen Bemühungen sinnvoll unterstützen könnte, die Schulen auf das 21. Jahrhundert vorzubereiten.

Im Rahmen der öffentlichen Konsultation, werden acht Bereiche angeführt, in denen beträchtliche Verbesserungen denkbar sind und ein gemeinschaftliches Vorgehen von Nutzen sein könnte:

  1. Lehrplan: Wie lassen sich Schulen derart organisieren, dass allen SchülerInnen das gesamte Spektrum der Schlüsselkompetenzen vermittelt wird?
  2. Lebenslanges Lernen: Wie können die Schulen jungen Menschen die Kompetenzen und Motivation dafür vermitteln, ein Leben lang zu lernen?
  3. Wirtschaftsrelevanz: Wie können Schulsysteme ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Europa fördern?
  4. Gerechtigkeit: Wie können Schulsysteme am sinnvollsten der notwendigen Aufgabe nachkommen, Gerechtigkeit zu fördern, die kulturelle Vielfalt anzunehmen und das Phänomen des Schulabbruchs abzubauen?
  5. Integration: Wenn es die Aufgabe der Schulen ist, auf die individuellen Lernbedürfnisse jedes Schülers/jeder Schülerin einzugehen, was lässt sich dann im Hinblick auf Lehrpläne, Schulorganisation und Rolle der LehrerInnen erreichen?
  6. Staatsbürgerschaftliche Einstellung und Demokratie: Wie kann das schulische Umfeld dazu beitragen, junge Menschen auf ihre Rolle als verantwortliche BürgerInnen vorzubereiten, in Übereinstimmung mit Grundwerten wie Frieden und Toleranz gegenüber der Verschiedenartigkeit?
  7. Lehrkräfte: Wie lassen sich Angehörige des Schulpersonals so ausbilden und unterstützen, dass sie den mit ihren Aufgaben verbundenen Herausforderungen gewachsen sind?
  8. Management: Wie kann man Schulgemeinschaften am zweckmäßigsten so führen und motivieren, dass sie Erfolg haben? Wie lässt sich ihre Handlungsfähigkeit so ausbauen, dass sie sich verändernden Bedürfnissen und Anforderungen gerecht werden?

Nähere Informationen über Ziele und Inhalte sowie über die Teilnahme an der Konsultation finden Sie auf der Homepage der Europäischen Union unter:
http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/consult/index_de.html

Beiträge können bis 15. Oktober 2007 per E-Mail an die Europäische Kommission gesendet werden: eac-schools-consult@ec.europa.eu

Im Hinblick auf den internationalen und europäischen Diskussionsprozess über den hohen Stellenwert, den Bildung in einer Wissensgesellschaft haben muss, sowie im Kontext der damit verbundenen nationalen Debatte über die Qualität des österreichischen Bildungssystems, unterstützt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur diese europaweite Konsultation und möchte mit diesem Informationsschreiben auf die Möglichkeit der Teilnahme aufmerksam machen.

Es wird daher ersucht, die Informationen in entsprechender Weise an die Schulbehörden und SchulleiterInnen der jeweiligen Zuständigkeitsbereiche weiterzuleiten, um eine aktive und intensive Beteiligung an der europäischen Bildungsdebatte zu ermöglichen.

Wien, 21. August 2007

Für die Bundesministerin:
SektChef Dr. Anton Dobart

Inhaltlicher Stand: 06.04.2018