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Empfehlung zur Implementierung der Kompetenzbeschreibungen und der Sprachenportfolios in der Grundschule und auf der Sekundarstufe I für Burgenländischkroatisch, Ungarisch und Slowenisch in den Schuljahren 2013/14 bis 2017/18

Geschäftszahl: BMUKK-36.147/0011-I/MSW/2013
SachbearbeiterIn: Dr. Wilhelm Wolf
Abteilung: I/MSW
wilhelm.wolf@bmukk.gv.at
T +43 1 53120-4447
F +43 1 53120-814447

Verteiler: Landesschulrat für. Burgenland
Landesschulrat für Kärnten
Pädagogische Hochschule Burgenland
Pädagogische Hochschule Kärnten
Sachgebiet: Minderheitenschulwesen
Inhalt: Empfehlung zur Implementierung der Kompetenzbeschreibungen und der Sprachenportfolios in der Grundschule und auf der Sekundarstufe I für Burgenländischkroatisch, Ungarisch und Slowenisch
Geltung: 2013/2014 – 2017/2018

Rundschreiben Nr. 13/2013

Sehr geehrte Damen und Herren!

Bei der zwei- und mehrsprachigen Bildung kommt dem Minderheitenschulwesen im Burgenland und in Kärnten eine große Bedeutung zu. Der zweisprachige Unterricht bzw. der Unterricht in den Volksgruppensprachen im Geltungsbereich der Minderheiten-Schulgesetze im Burgenland und in Kärnten stellt eine Besonderheit dar. Schülerinnen und Schülern bietet sich die große Chance, in zwei Sprachen von Beginn der Schulpflicht an, gefördert zu werden bzw. beide Sprachen gleichzeitig zu erlernen.

Die sehr unterschiedlichen Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Volksschule sind allerdings auch eine besondere didaktische Herausforderung. Kompetenzorientiertes Lernen und Lehren sind von zentraler Bedeutung, um die Qualität zu sichern und kontinuierlich weiter zu entwickeln.

In den Schuljahren 2011/12 bis 2012/13 wurden Kompetenzbeschreibungen und dreisprachige regionale Sprachenportfolios für die Grundschule und die Sekundarstufe I speziell für die Volksgruppensprachen Burgenländischkroatisch, Ungarisch und Slowenisch erstellt.

Erstmals in der Zweiten Republik wurde bundesländer-, sprachen- und schulartenübergreifend (Grundschule, Hauptschule, Neue Mittelschule, Zweisprachiges Gymnasium in Oberwart, BG/BRG für Slowenen) an gemeinsamen Themen gearbeitet. In einer beispielhaften Zusammenarbeit haben Lehrerinnen und Lehrer aus dem Burgenland und aus Kärnten aus dem Bereich der allgemein bildenden Pflichtschulen, der allgemein bildenden höheren Schulen und der berufsbildenden höheren Schulen gemeinsam die nun vorliegenden didaktischen Unterlagen zur Förderung der Mehrsprachigkeit in Österreich erstellt.

Die Kompetenzbeschreibungen und regionalen Portfolios für Burgenländischkroatisch, Ungarisch und Slowenisch sind als Werkzeuge bzw. Unterrichtsmittel von Praktikerinnen und Praktikern unter wissenschaftlicher Begleitung entwickelt worden. Die Kompetenzbeschreibungen und die regionalen Sprachenportfolios sollen dazu beitragen, Lehrerinnen und Lehrer bei der Unterrichtsarbeit unterstützen, und mit den regionalen Sprachenportfolios können die Schülerinnen und Schüler ihre sprachlichen Fähigkeiten selbständig dokumentieren. Während des Erprobungszeitraumes werden die Unterlagen seitens des BMUKK kostenlos zur Verfügung gestellt.

Für die Sprachenportfolios ist ein Anforderungsschreiben des Landesschulrates mit den Postadressen der Schulen und der Anzahl der benötigten Exemplare für das jeweilige Schuljahr erforderlich. Es besteht allerdings kein Einwand dagegen, wenn die Gesamtanzahl für den Zeitraum 2013 - 2018, wie im Mai 2013 gemeldet, sofort bestellt wird. Das Schreiben ist zu richten an:

AMEDIA GmbH
A-1141 Wien, Sturzgasse 1a
email: office@amedia.co.at
(Telefon: +43-1-982 13 22
Telefax: +43-1-982 13 22-311)

Der gleiche Bestellmodus gilt auch für die Anforderung von Ansichtsexemplaren für die Pädagogischen Hochschulen.

Im kommenden Schuljahr 2013/14 sollen das Sprachenportfolio und die Kompetenzbeschreibungen an einzelnen - mit der Schulaufsicht abgestimmten und im Rahmen der Lehrerfortbildung unterstützten - Schulstandorten im Burgenland und in Kärnten in einer Pilotphase praktisch erprobt werden, ehe eine flächendeckende, von den nachfolgend genannten Institutionen unterstützte Einführung – aufsteigend - im gesamten Bereich des Minderheitenschulwesens in den Schuljahren 2014/15 bis 2017/18 folgt.

Die Pilotierung bzw. Implementierung dieser beiden Projekte erfolgt in Kooperation der Stabsstelle für das österreichische Minderheitenschulwesen im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur mit den Minderheitenschulabteilungen in den Landesschulräten für Burgenland und Kärnten sowie den Pädagogischen Hochschulen im Burgenland und in Kärnten.

Die Rektorate der beiden Pädagogischen Hochschulen werden ersucht, das Rundschreiben ihren Aus- und Fortbildungsabteilungen zur Kenntnis zu bringen.

Der Landesschulrat für Kärnten und der Landesschulrat für Burgenland werden ersucht, dieses Rundschreiben den Bezirksschulräten bzw. den Schulen im Geltungsbereich der Minderheiten-Schulgesetze zu übermitteln. Weiters werden die Schulleiterinnen und Schulleiter gebeten, die Lehrerinnen und Lehrer bei der Umsetzung der Maßnahmen zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Wien, 11. Juli 2013

Für die Bundesministerin:
SektChef Kurt Nekula, M.A.

Inhaltlicher Stand: 06.04.2018