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Schwerpunktsetzungen im Bereich der Fort- und Weiterbildung 2014 – 2018 an den Pädagogischen Hochschulen

Geschäftszahl: BMBF-15.532/0006-I/LfWb/2014
SachbearbeiterIn: Mag. Silvia Wiesinger
Abteilung: I/LfWb
E-Mail: silvia.wiesinger@bmbf.gv.at
T +43 1 53120-4432
F+43 1 53120-814432

Sachgebiet: Pädagogische Angelegenheiten
Inhalt: LehrerInnenfort- und weiterbildung
Geltungsdauer: befristet (2014 – 2018)
Rechtsgrundlage: Hochschulgesetz 2005

Rundschreiben Nr.: 5/2014

An alle Landesschulräte (Stadtschulrat für Wien)
An die Rektorate der Pädagogischen Hochschulen

Längerfristige Schwerpunktsetzungen im Bereich der Fort- und Weiterbildung 2014 – 2018

Zur Umsetzung von Schwerpunktsetzungen entsprechend dem aktuellen Regierungsprogramm und zur Unterstützung von Reformvorhaben des Ressorts werden im Bereich der Fort- und Weiterbildung Schwerpunkte für die Pädagogischen Hochschulen festgelegt. Es werden damit längerfristige Entwicklungsperspektiven und Planungssicherheit für die Hochschulen ermöglicht. Auch die Vorgaben zu den Ziel- und Leistungsplänen der Pädagogischen Hochschulen werden im Bereich der Fort- und Weiterbildung mit diesen abgestimmt.

Fort- und Weiterbildung muss sowohl die berufsbegleitende Professionalisierung von Pädagog/innen ermöglichen und sicherstellen als auch Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse an Schulen unterstützen. Sie soll den individuellen Bedürfnissen von Pädagog/innen, den Anforderungen von Schulen als lernende Organisationen sowie den Anforderungen von Innovationen und Veränderungen des Bildungssystems entsprechen und in einer ausgewogenen und notwendigen Balance zwischen diesen angeboten werden.

Weiters sollen wissenschaftliche Erkenntnisse über die nachhaltige Wirkung von Fort- und Weiterbildung in die Formaterstellung einbezogen werden, um ein möglichst hohes Transferpotential und einen optimalen Wirkungsgrad zu erzielen. So soll der Fokus im Besonderen auf teamorientierte und schulinterne Strukturen gelegt werden (SCHILF/SCHÜLF), aber auch das eigenverantwortliche Lernen von Pädagog/innen in Lerngemeinschaften und Netzwerken (learning bzw. expert communities) gefördert werden.

Zur bedarfsgerechten Umsetzung der Schwerpunkte müssen alle Bildungsverantwortlichen (Pädagogische Hochschulen, Landesschulräte und Schulen, BIFIE, Bundesministerium) auf lokaler (Schulen), regionaler (Bezirke, Länder) und nationaler Ebene zusammenarbeiten. Um gezielte Personal- und Qualitätsentwicklungsmaßnahmen zu setzen, braucht es intensive Kooperation und Abstimmung zwischen diesen Partnern unter Einbeziehung der dem System zur Verfügung stehenden Daten (z.B. im Zusammenhang mit den Bildungsstandards, der standardisierten Reife- und Diplomprüfung bzw. diversen nationalen und internationalen Studien) sowie der Ergebnisse der Qualitätssicherungsinitiativen (SQA, QIBB).

Leitprojekte und Ressortschwerpunkte

  • Umfassende Sprachförderung und Leseerziehung in allen Altersstufen, mit besonderer Berücksichtigung der Elementar- und Grundschulpädagogik, Sprachenvielfalt, Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Internationalisierung
  • Berufs- und Bildungswegorientierung
  • Politische Bildung/Demokratieerziehung – Vorbereitung junger Menschen auf das gesellschaftliche und politische Leben
  • Weiterentwicklung der inklusiven Bildung in allen Bildungsbereichen und Schularten
  • Schulmanagement und Leadership – Qualifizierung von Führungskräften im Sinne von Qualitätssicherung, standortbezogener Schul- und Unterrichtsentwicklung und Ergebnisverantwortung
  • Kompetenzorientierung in allen Altersstufen, Vermittlung der Grundkompetenzen und insbesondere der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen in der Grundstufe
  • Bildungsstandards und Weiterentwicklung von evidenzbasierter Schul- und Unterrichtsentwicklung
  • Standardisierte, kompetenzorientierte Reife- und Diplomprüfung
  • Entwicklungsbegleitung der Neuen Mittelschule
  • Freizeitpädagogik in ganztägigen Schulformen mit Schwerpunktsetzungen in Richtung Sport und Bewegung sowie ganzheitlich-kreativer Bildung
  • Bewegung und Sport als durchgängiges Element im schulischen Alltag

Professionskompetenzen:

  • Professionalisierung von Lehrer/innen entsprechend den „Professionellen Kompetenzen von Pädagog/innen – Zielperspektiven zur Pädagog/innenbildung“ (siehe Beilage 1)
  • Vermittlungs-, Diagnose- und Förderkompetenz zur Unterstützung von Individualisierung und Differenzierung sowie zur Begabungs- und Begabtenförderung
  • Professionalisierung im Bereich pädagogischer Begleitungs- und Beratungskonzepte, wie z.B. für Lerndesign, Lernbegleitung, Mentoring, Peer-Learning
  • Pädagogischer, didaktischer Einsatz von elektronischen Medien im Unterricht

Ergänzend wird auf das Rundschreiben 21/2011 „Qualität der Fort- und Weiterbildung an den Pädagogischen Hochschulen – Grundsatzpapier zur Definition von Qualitätsstandards in der Lehrer/innenfort- und Weiterbildung an Pädagogischen Hochschulen“ verwiesen, das weiterhin unbefristete Gültigkeit hat (siehe Beilage 2).

Mit freundlichen Grüßen

Beilagen
Beilage 1 (pdf, 26 KB) (PDF)
Beilage 2 (pdf, 183 KB) (PDF)
Beilage 3 (pdf, 18 KB) (PDF)

Wien, 5. März 2014

Die Bundesministerin:
Gabriele Heinisch-Hosek

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Inhaltlicher Stand: 6. April 2018