Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Neue Lehrpläne an humanberuflichen Schulen; Verwendungsbereich bei neuen bzw. kombinierten Unterrichtsgegenständen

Berichtigt und ersetzt durch Rundschreiben Nr. 22/2014

Geschäftszahl: BMBF-21.474/0016-II/4/2014
SachbearbeiterIn: Mag. Eva Schönauer-Janeschitz
Abteilung: II/4
eva.schoenauer-janeschitz@bmbf.gv.at
T +43 1 53120-4495
F +43 1 53120-814495

Verteiler: Rundschreiben-Verteiler VII
Sachgebiet: Pädagogische Angelegenheiten
Inhalt: Neue Lehrpläne an humanberuflichen Schulen, Verwendungsbereich bei neuen / kombinierten Unterrichtsgegenständen

Dieses Rundschreiben ergänzt die bereits bestehenden Rundschreiben

  • Rundschreiben Nr. 5/2011 (Lehrer_innen für den gewerblichen Fachunterricht - Verwendungsbereich an den Lehranstalten für Mode und für wirtschaftliche Berufe; Fachgruppe A und B);
  • Rundschreiben Nr. 61/1995 (Verwendungsbereich der Absolventen der berufspädagogischen Akademie sowie der Absolventen des Studienzweiges Haushalts- und Ernährungswissenschaften (Lehramt an Höheren Schulen). Lehrer_innen für den gewerblichen Fachunterricht;
  • Rundschreiben Nr. 35/1996 (Lehrer_innen für den gewerblichen Fachunterricht (Tourismus, Mode) - Verwendungsbereich an den Lehranstalten für Humanberufe.

Alle humanberuflichen Lehrpläne (Höhere LA für wirtschaftliche Berufe (inkl. Sonderformen) und FS für wirtschaftliche Berufe, Höhere LA für Tourismus (inkl. Sonderformen), Hotelfachschule, Tourismusfachschule, Höhere LA für Mode (inkl. Sonderformen) und FS für Mode, Höhere LA für Kunst und Gestaltung, Höhere LA für Produktmanagement und Präsentation, FS für Sozialberufe) wurden überarbeitet. Geplantes Inkrafttreten der Verordnung ist im Schuljahr 2016/17 (Aufbaulehrgänge 2017/18) aufsteigend. Dieser Termin ist mit dem In-Kraft-Treten der Regelungen zur Modularen Oberstufe verbunden.

Im Schuljahr 2014/15 wird jedoch bereits die überwiegende Mehrheit der Schulstandorte mit dem Schulversuch „Vorgezogener Lehrplan“ beginnen, einige Standorte werden ab der 10. Schulstufe auch den Schulversuch „Modulare Oberstufe“ führen.

Der Bedarf für die Novellierung ergab sich vor allem aus der Anpassung an die Erfordernisse der modularen Oberstufe (Semestrierung). Weiters erfolgte eine inhaltliche Aktualisierung sowie eine präzisere Formulierung der Bildungs- und Lehraufgaben im Sinne der Kompetenzorientierung.

Das Rundschreiben soll Klarheit über den Verwendungsbereich und Lehrkräfteeinsatz bei neu geschaffenen sowie bei kombinierten Unterrichtsgegenständen schaffen.

A. Grundlagen

Grundlage für den Einsatz von Lehrkräften bilden die Bestimmungen über die Ernennungserfordernisse der Anlage 1 BDG (Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 BGBl. Nr. 333 i. d. g. F.) – insbesondere Abschnitt 23.1, 24.1, 24.3, 24.5, 25.1, 26.1, 26.3.

Ein kurzer Überblick über die wesentlichen Bereiche:

23.1

(1) Eine den Unterrichtsgegenständen entsprechende abgeschlossene Universitätsausbildung (Lehramt) in zwei Unterrichtsfächern.

(2) Wirtschaftspädagogik – zusätzlich zweijährige facheinschlägige Berufspraxis.

(3) (fachlich-theoretische Unterrichtsgegenstände Haushaltsökonomie und Ernährung – zusätzlich einjährige facheinschlägige Berufspraxis.

(5) Soweit keine entsprechende universitäre Lehramtsausbildung vorgesehen ist – denUnterrichtsgegenständen entsprechende abgeschlossene Hochschulausbildung + vierjährige einschlägige Berufspraxis bzw. vierjährige facheinschlägige Lehrpraxis im Umfang einer Vollbeschäftigung.

24.1

(1) „Erwerb eines der Verwendung entsprechenden akademischen Grades „Bachelor of Education (BEd) …“

(2) „...für sozialfachliche Unterrichtsgegenstände an Schulen für Sozialberufe ersetzt werden durch den Erwerb eines ... entsprechenden Bachelorgrades ... gemeinsam mit einer vierjährigen einschlägigen Berufspraxis...“

(3) „...Haushaltsökonomie und Ernährung zusätzlich zu Abs. 1 eine einjährige fach-einschlägige Berufspraxis...diese entfällt, wenn im Rahmen des Studiums ein Berufspraktikum im Umfang von mindestens 30 Wochen Vollbeschäftigung absolviert worden ist.“

24.3, 24.5

Betrifft Lehrkräfte für Musikerziehung bzw. Bildnerische Erziehung.

25.1 und 26.3

Betrifft Lehrkräfte für sozialfachliche Unterrichtsgegenstände, Bildnerische Erziehung, musikalische Unterrichtsgegenstände.

26.

Betrifft Lehrkräfte für Bewegung und Sport.

B. Grundsätze für den Einsatz von Lehrkräften

Konkret ergibt sich daraus für die neuen Lehrpläne folgender Überblick über die einzusetzenden Lehrkräfte bei neuen bzw. „kombinierten“ Unterrichtsgegenständen:

WICHTIG:

Die Lehrkräfte sind bei zusammengesetzten Unterrichtsgegenständen je nach der im jeweiligen Semester vorgesehenen Bildungs- und Lehraufgabe sowie dem Lehrstoff gemeinsam (zB. je eine Wochenstunde Musik und BE) oder auch einzeln (zB. ganzes Semester nur Inhalte der Geschichte) einzusetzen. Es ist für diesen Unterrichtsgegenstand jedenfalls eine gemeinsame Unterrichtsplanung erforderlich.

Schulautonom ist ein „Auftrennen“ der unterschiedlichen Bereiche auf verschiedene Semester NICHT möglich, es kann nur die gesamte Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Lehrstoff eines Semesters verschoben werden.

Tabelle

Wien, 8. August 2014

Für die Bundesministerin:
Mag. Gerhard Orth

Inhaltlicher Stand: 06.04.2018