Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft

Liste der Bände der "Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft"

Band 21:
Wirkungsanalyse frauenfördernder Maßnahmen
Angela Wroblewski, Michaela Gindl, Andrea Leitner, Ada Pellert, Birgit Woitech
unter Mitarbeit von Laura Negele, Sybille Reidl, Lorenz Lassnigg und Wolfgang Polt
Hardcover, 504 Seiten, erschienen 2007
€ 22,-; ISBN 978-3-85224-133-3

Welchen Effekt haben staatliche Programme zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung? Welche Erfolgsgeschichten beruhen darauf – und was ist aus den unterschiedlichen Ansätzen und Programmen geworden?

Seit über 10 Jahren fördert das Wissenschafts-/Bildungsministerium Programme und Projekte, um den Zugang von Frauen in die Wissenschaft und die Position von Wissenschafterinnen zu verbessern. Die vorliegende Studie untersucht diese Aktivitäten, dokumentiert die Verläufe und zieht Bilanz. Die gewonnenen Erfahrungen können als fundierte Basis für weitere Schritte auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit dienen.

Band 20:
Mentoring für Wissenschafterinnen

Im Spannungsfeld universitärer Kultur- und Strukturveränderung
Mentoring for Women Academics and Scientists
Questioning Structural and Cultural Change in Academia
Herta Nöbauer, Evi Genetti, Waltraud Schlögl (Hg./eds)
Referat Frauenförderung und Gleichstellung der Universität Wien
Hardcover, 405 Seiten, erschienen im November 2005
€ 22,-; ISBN 3-85224-125-1

Was können die in den vergangenen Jahren entstandenen Mentoring-Programme zur Verbesserung der beruflichen Laufbahnen und Positionen von Wissenschafterinnen an den Universitäten leisten? Welche Erfahrungen haben Nachwuchswissenschafterinnen mit den neuen Initiativen gemacht? Vor dem Hintergrund der tief greifenden Umstrukturierungen des tertiären Bildungssektors zieht der vorliegende Sammelband anhand des Wiener Mentoring-Programms mu:v und von Mentoringinitiativen aus vier weiteren Ländern eine Zwischenbilanz über diese und weitere Fragen. Damit wirft er jenseits von traditioneller Frauenförderung auch einen kritisch-visionären Blick hin zu struktur-relevanter Gleichstellungspolitik.

What can the various mentoring programs for women academics and scientists that have been developed and set up in the last few years achieve with regard to the careers and positions of women at universities? What experiences were made by junior women academics and scientists with the new mentoring initiatives? Against the backdrop of far-reaching global restructuring processes of the third education sector, this volume takes interim stock of these questions presenting the Viennese mentoring program mu:v and mentoring initiatives from four other countries. Thereby it also critically looks beyond traditional women's promotion towards structurally relevant gender equality politics.

Band 19
Frauenförderung in Wissenschaft und Forschung

Konzepte, Strukturen, Praktiken.
Roberta Schaller-Steidl, Barbara Neuwirth
Hardcover, 382 Seiten, erschienen im November 2003,
Euro 22,--, ISBN 3-85224-116-2

Was ist geschehen seit den Anfängen der Förderung von Frauen in der Wissenschaft und an den hohen Schulen? Welche Schritte wurden seit dem Beginn der neuen Frauenbewegung in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts durch das österreichische Bildungsministerium gesetzt? Wer waren die AktivistInnen und welche Erfolge konnten verbucht werden? Die vorliegende Publikation behandelt die Anfänge der Förderungen von Frauen in Wissenschaft und Forschung, folgt der Kurve der Entwicklung zur Verrechtlichung der Frauenförderung in den 90er-Jahren und beschreibt auch die jüngste Verlagerung der Frauenförderung im Zuge der Umgestaltung der Universitäten zu vollrechtsfähigen Einrichtungen zurück an die Universitäten. Das Buch endet mit einem Ausblick auf die neue Situation, die mit dem Universitätsgesetz 2002 gegeben ist.

Viele Beiträge von in unterschiedlicher Weise an diesem Prozess Beteiligten rücken aber auch die AkteurInnen dieser historischen Ereignisse und Entwicklungen in den Vordergrund und zeigen damit die Personengebundenheit von staatlicher Frauenförderung auf

Band 18
Gender Studies

Perspektiven von Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Wien
Sabine Kock, Gabriele Moser (Hg.)
Projektzentrum Genderforschung
Hardcover, 323 Seiten, erscheint im Februar 2005
Euro 22,--, ISBN 3-85224-115-4

Der tief greifende Veränderungsprozess der Hochschulen und Studienformen eröffnet gegenwärtig Chancen einer neuen Positionierung und Disziplinen übergreifenden Wahrnehmung von Gender Studies. Dieses Buch bündelt Argumentationen und Orientierung für eine nachhaltige Implementierung von Gender Studies. Es gründet auf einem 2001–2002 am Projektzentrum Genderforschung der Universität Wien durchgeführten Forschungsprojekt. Mit umfassenden perspektivorientierten Expertinnenbefragungen, einer quantitativen Erhebung und einem internationalen Vergleich sollten Grundlagen, Visionen und Best Practice Modelle für die Implementierung von Gender Studies an der Universität Wien gefunden werden. Bei einer internationalen Arbeitstagung zu Implementierungsformen der interdisziplinäreren Studienorganisation von Gender Studies und ihrer Koordinationszentren wurden Berichte und Konzepte weiterer Expertinnen eingebracht, von denen sich auch einige in diesem Buch finden.

Das Wiener Projekt erbrachte einen erstaunlichen Befund: Die maßgeblich von externen Lehrenden gesicherten Angebote an Gender Studies an der Universität Wien sind von Umfang und Vielfalt europaweit einmalig.

Band 17
Das Geschlecht der Politik

Maria Mesner, Margit Niederhuber, Heide Niederkofler, Gudrun Wolfgruber
Hardcover, 515 Seiten, erschienen im Jänner 2004,
Euro 22,--, ISBN 3-85224-114-6

Im vorliegenden Band werden Länder auf drei Kontinenten – Finnland, Mosambik, Österreich, Portugal und die USA – einander gegenüber gestellt. Dabei fragen die Autorinnen anhand der Politikfelder politische Repräsentation, Reproduktion und Erwerbsarbeit danach, welche Bedeutung „Geschlecht“ – sowohl als soziale Zugehörigkeit als auch als Diskriminierungskategorie – in den verschiedenen Gesellschaften hat. Zwar bestätigt sich, dass „Geschlecht“ in allen untersuchten Gesellschaften eine zentrale Funktion in der sozialen Differenzierung und Hierarchisierung hat, aber Bedeutung und Wirkungen von Geschlecht in den verschiedenen Ländern, in den differenten gesellschaftlichen Gruppen und geographischen Regionen, die sie umfassen, erweisen sich durchaus als unterschiedlich. Während beispielsweise in Finnland die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen der zentrale Platzanweiser in der Gesellschaft ist, hat in den USA das Gewicht der ethnischen und sozialen Zugehörigkeit besondere Bedeutung. In Portugal wiederum ist es die Teilhabe an bestimmten sozialen Milieus, die vielleicht wesentlicher ist für die Bestimmung der Handlungsspielräume eines Menschen als seine Geschlechtszugehörigkeit. Trotz aller Unterschiede wird aber eines deutlich: Die gesellschaftliche Definition des Verhältnisses von Erwerbs- und Betreuungsarbeit ist zentral für die Verfasstheit der Geschlechterverhältnisse.

Band 16
Brüche. Geschlecht. Gesellschaft.

Gender Studies zwischen Ost und West
Alice Pechriggl, Marlen Bidwell-Steiner
Hardcover, 383 Seiten, erschienen im März 2003,
Euro 22,--, ISBN 3-85224-110-3

Der vorliegende Band ging aus dem Forschungsprojekt  "Gender Studies zwischen Ost und West" hervor, das 2000/1 von insgesamt 21 ForscherInnen am Gender Kolleg der Universität Wien konzipiert und durchgeführt wurde. Die Auswahl der vorliegenden Buchbeiträge folgte einer Fokussierung auf Auseinandersetzungen mit Ost-West-Beziehungen aus der Sicht ehemaliger "Ostblockstaaten", mehrheitlich durch Forscherinnen aus den betreffenden Ländern.

Das theoretische Rahmenkonzept des interdiszipliniären Gender Kolleg trachtet danach, Denk-, Erkenntnis- und soziale Seinsverhältnisse über die Transversale "Brüche" (nämlich ontologische wie auch erkenntnistheoretische Brüche) explizit zu machen. Diese Zugangsweise ist den neuen Entwicklungen am angemessensten, weil sie, bezogen auf Geschlechterverhältnisse, offen ist für eine konzentrierte Aufmerksamkeit gegenüber Transformationsprozessen, für Grenzüberschreitungen sowie für andere, "fremde" Gesellschaften.

Band 15
Räumliche Mobilität und Karriere

Mobilität von WissenschafterInnen in Österreich
Marion Vogt, Gabriele Hebenstreit, Ilse Winter
Hardcover, 355 Seiten, erschienen im August 2002,
Euro 22,-- , ISBN 3-85224-049-2

Die Mobilität in der Wissenschaft wird in Zeiten der Internationalisierung und im Zuge der Europäischen Union auch für die österreichischen Universitäten bedeutender.

Die vorliegende Studie analysiert das Verhältnis von Mobilität und universitärer Karriere, wobei der Focus auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede gerichtet ist: Ist die Bereitschaft zur Mobilität bei Frauen und Männern verschieden und gibt es geschlechtsspezifische Auswirkungen dieser Mobilität auf die Universitätslaufbahn?

Die Autorinnen interviewten LektorInnen, AssistentInnen und ProfessorInnen aller Universitäten in Österreich, um die vielfältigen Bedingungen je nach Region, Disziplin und beruflicher Position zu berücksichtigen. Neben dem Stellenwert, den die Universitätslehrenden der Mobilität beimessen, beleuchtet diese Untersuchung auch die konkreten Rahmenbedingungen, die die Mobilität positiv oder negativ beeinflussen.

Band 14
Berufskarrieren von Frauen und Männern an Österreichs Universitäten
Eine sozialwissenschaftliche Studie über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatem.
Birgit Buchinger, Doris Gödl, Ulrike Gschwandtner
Hardcover, 315 Seiten, erschienen im August 2002,
Euro 22,--, ISBN 3-85224-048-4

Diese Studie eröffnet Einblicke in Karriereverläufe von WissenschafterInnen an vier österreichischen Universitäten. Arbeitsbedingungen, Institutskulturen sowie die Haltungen und auch Widerstände von WissenschafterInnen verschiedener Disziplinen und Hierarchieebenen zum Thema universitärer Frauenförderung werden dabei deutlich.

Ein zentrales Ziel der Untersuchung war es, strukturelle und informelle Muster, die dem Fortbestand der männlichen Hierarchiedominanz den Boden bereiten, in ihrer Komplexität und Verwobenheit darzustellen und zu analysieren. Besonderes Augenmerk kommt dabei den subjektiven Bildern und Erklärungsansätzen zu, die Männer und Frauen in unterschiedlichen universitären Funktionen bezüglich der Deutung der Hierarchisierung der Geschlechter entwickelten.

Band 13
Wissenschafterinnen in der außeruniversitären Forschung
Ulrike Papouschek, Ulli Pastner
Hardcover, 312 Seiten, erschienen im Juli 2002,
Euro 22,--, ISBN 3-85224-040-9

In dieser Studie werden die Arbeitsbedingungen und Biografien von Wissenschafterinnen in der außeruniversitären Forschung Österreichs erstmals zum Thema gemacht und empirisch beleuchtet. Das Forschungsfeld wurde dazu aus drei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet: aus der Makroebene des Arbeitsmarkts, der Mikroebene des Instituts sowie der Subjektperspektive der ForscherInnen.

Dabei zeigte sich in der außeruniversitären Forschung - analog zu anderen Segmenten der Arbeitswelt - ein hohes Maß an Geschlechterungleichheit. Die Benachteiligung von Frauen wird sowohl in den quantitativen Ergebnissen zum Arbeitsmarkt deutlich, wo sich horizontale und vertikale Segregationslinien deutlich nachzeichnen lassen, als auch in den Ergebnissen der Fallstudien und biografischen Interviews zu konkreten Arbeitsbedingungen und Berufslaufbahnen.

Um den verschiedenen Problemlagen von Wissenschafterinnen Rechnung zu tragen, ist eine Reihe von forschungspolitischen Strukturänderungen und Gleichstellungsmaßnahmen notwendig. Die Heterogenität der außeruniversitären Forschung, deren Komplexität sich nicht in einer einfachen Gliederung nach wenigen Strukturmerkmalen erfassen lässt, verlangt bei der Definition gleichstellungspolitischer Ziele eine äußerst differenzierte Herangehensweise. Die Studie legt dazu die Analysen vor.

Band 12
Differenzen

Einschlüsse und Ausschlüsse-
Innen und Außen - Universität und freie Wissenschaft
Herta Nöbauer, Patrizia Zuckerhut
Hartcover, 174 Seiten, erschienen im April 2002,
Euro 18,--, ISBN3-85224-039-5

Den Ein- und Ausschlüssen von Frauen, aber auch von feministischen Inhalten in die und aus der institutionalisierten Wissenschaft wird in der vorliegenden Studie nachgegangen. Exemplarisch für das wissenschaftliche Feld werden die Studienrichtung Physik und Völkerkunde herangezogen. Es wird gezeigt, wie neben den Merkmalen der Differenz auch race, class, gender, generation und obligations und dem Spannungsfeld des Zusammenwirkens dieser Kriterien vor allem auch persönliche Beziehungen und Mentoring eine wichtige Rolle für die Integration von Frauen in die universitäre Wissenschaft spielen.
Bezüglich der Institutionalisierung feministischer Wissenschften wurden zwar schon wichtige Schritte gesetzt (wie z.B. die Errichtung des Sonderkontingents Frauenforschung), diese sind aber bei weitem nicht ausreichend, wie die vorliegende Studie aufzeigt.

Aus der Unterschuchung werden abschließend Richtlininen für Fördermaßnahmen für Frauen sowie feministische Inhalte generiert.

Band 11
Frauenbezogene / feministische Dokumentation und Informationsarbeit in Österreich. Lehr und Forschungsmaterialien

Helga Klösch-Melliwa et al (Hg.)
Hardcover, 607 Seiten, erschienen im Mai 2001,
Euro 20,35, ISBN 3-85224-059-X

Die vorliegende Materialiensammlung ist eine Bestandsaufnahme frauenbezogener/feministischer Informationsarbeit in Österreich. Thematisiert werden sowohl die Aktivitäten und Leistungen von Expertinnen im (Frauen)informationswesen als auch theoretische Grundlagen der Informationspra-xis aus Geschlechterperspektive.

Der Arbeits- und Wissenschaftsbereich des Informationswesens ist unter Einfluss von Informations-, Kommunikations- und Medientechnologie tiefgreifenden Veränderungen unterworfen - die tradi-tionelle Wissensverwaltung weicht einem dynamischen technologisch-ökonomischen Modell von Wissensmanagement. In dieser Situation des Umbruchs ist es notwendig, die geschlechterdemokra-tische "Sichtbarmachung" von Frauen in jenen Denk-, Arbeits- und Machtfeldern zu fördern. Wei-ters geht es um die Bewusstmachung der Bedeutung von frauenbezogener Informationspraxis als emanzipatorische Kultur- und Bildungsarbeit, die sich in konkreten historischen und soziokulturel-len weiblichen Lebenszusammenhängen entwickelt (hat).
Die Autorinnen der Studie kommen aus unterschiedlichsten Arbeitsbereichen und bieten vielfältige Perspektiven auf die Tätigkeitsfelder innerhalb des frauenbezogenen Informationswesens.

Somit schaffen sie eine multidisziplinäre Basis, auf die theoretisch, praxisbezogen, bildungs- und frauenpolitisch zurückverwiesen werden kann.

Band 10
Zwischen den Sprossen
Aufstiegsbedingungen und Karrierebarrieren für Medizinerinnen im professionellen und universitären Feld, Elisabeth Mixa
Hardcover, 252 Seiten, erschienen im Februar 2000,
Euro 18,89, ISBN 3-85224-057-3

Unterschiedliche Geschlechterverteilungen im Berufsfeld Medizin und mögliche Erklärungen für die Unterrepräsentanz von Ärztinnen im universitären Feld werden in der vorliegenden Studie von Elisabeth Mixa erstmals für Österreich umfassend thematisiert und empirisch untersucht.

In einer Verknüpfung von medizin-, professions- und wissenschaftssoziologischen Zugängen analysiert Elisabeth Mixa zunächst aus der Gender-Perspektive Beschäftigungsverhältnisse in der Medizin nach unterschiedlichen Kriterien in ihrer historischen Entwicklung. Den Hauptteil der Untersuchung bilden die Ergebnisse einer an der Wiener Medizinischen Fakultät durchgeführten Befragung zu möglichen Ursachen für die marginal bleibende Präsenz von Frauen in akademischen Führungspositionen, konkret in der Medizin. In der sehr differenzierten Herangehensweise, die Ursachen von traditionellen Vorurteilen zu trennen bemüht ist, finden sich z.T. bekannte bzw. vermutete Ursachen in quantitativen Ergebnissen bestätigt. Gleichzeitig werden weitverbreitete (Alltags-)Thesen, wie beispielsweise die Reduktion von Diskriminierung auf die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie, wiederlegt und neue Fragen aufgeworfen.

Die Studie bietet sowohl eine solide Grundlage für die Entwicklung von Fördermaßnahmen als auch für weitere Untersuchungen zur Thematik.

Band 9/2
Innovationen 2

Standpunkte feministischer Forschung und Lehre
Barbara Hey (Hg.)
Koordinationsstelle für Frauenforschung und Frauenstudien Graz
Hardcover, 438 Seiten, erschienen im Oktober 1999,
Euro 18,89, ISBN 3-85224-056-5

Anlässlich des vor zwei Jahren gefeierten Jubiläums 100 Jahre Frauenzulassung an Österreichs Universitäten wurde die Idee geboren, eine Zwischenbilanz darüber zu ziehen, was die österreichische Frauen- und Geschlechterforschung leistet, welches ihre Fragestellungen in den unterschiedlichen Forschungsfeldern sind und was ein von ihr inspirierter Blick auf die unterschiedlichen Wissensbereiche an zusätzlichem Erkenntnispotential erschließen kann. Die österreichischen Koordinationsstellen für Frauenforschung und Frauenstudien in Graz und Wien, zu deren Aufgabenbereichen es zählt, die Ergebnisse der Frauen- und Geschlechterforschung der interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln und den transdisziplinären Austausch in Forschung und Lehre anzuregen und zu erleichtern, haben sich mit der Herausgabe der Bände Innovationen 1 und 2 dieser Herausforderung gestellt.

Band 9/1
Innovationen 1

Standpunkte feministischer Forschung und Lehre
Ingvild Birkhan, Elisabeth Mixa, Susanne Rieser, Sabine Strasser (Hg.)
Koordinationsstelle für Frauenforschung und Frauenstudien Wien
Hardcover, 405 Seiten, erschienen im Oktober 1999,
Euro 18,89, ISBN 3-85224-059-9

Innovationen bringt differente Wege feministischer Wissenschaft in Österreich zur Sprache. Durch die vorliegenden Beiträge unterschiedlicher Disziplinen und transdisziplinärer Studien werden gemeinsame Ausgangspunkte genauso sichtbar wie heterogene Positionen und Perspektiven. Feministische Forschung und Lehre ist immer sowohl durch globale Vernetzungen und transnationale Beziehungen als auch durch lokale Ausformungen und Interessen gekennzeichnet. Diese Publikation zeigt aktuelle Theorieentwicklungen und Potentiale in ihrer Vielfältigkeit und repräsentiert auch die Situiertheit von Wissen.
Innovationen bietet Einblicke in eine dynamische Forschungslandschaft und damit - nicht nur für Studierende und Lehrende - wichtige Orientierungen in der produktiven Welt feministischer Wissenschaften.

Band 8
Frauenforschung, feministische Forschung, Gender Studies
Entwicklungen und Perspektiven
Christina Lutter, Elisabeth Menasse-Wiesbauer (Hg.)
Hardcover, 320 Seiten, erschienen im März 1999,
Euro 18,89, ISBN 3-85224-052-2

Frauenforschung, feministische Forschung und Gender-Studies befinden sich seit den 70er Jahren sowohl an Universitäten als auch im außeruniversitären Bereich in einer lebhaften Entwicklung. Das Wissenschaftsministerium hat in den 80er Jahren den Forschungsschwerpunkt "Frauenforschung" installiert, der seit 1996 in modifizierter Form als "Gender-Studies" fortgeführt wird. In diesem Buch stellen insgesamt 18 Wissenschafterinnen elf Forschungsprojekte vor, die in den letzten Jahren im Rahmen dieses Schwerpunktes durchgeführt wurden. Über Geschichte, Theorie und Politik führt der Bogen der Arbeiten zu Gender und Differenz und schließt mit Fragen zu Körper und Repräsentation. Manche Wissenschafterinnen haben Überblicksthemen, wie etwa die Frage nach der Feministischen Forschung in Österreich, bearbeitet, andere haben sich mit empirischer Grundlagenforschung beschäftigt, etwa bei der Frage nach den Geschlechtsunterschieden in der klinischen Diagnostik und Therapie von koronaren Herzkrankheiten. Frauen in Führungspositionen waren ebenso Thema einer Arbeit wie die Integration der weiblichen Welt in Museen. Das Buch bietet einen Einblick in die Bandbreite der durchgeführten Forschungen, die den Gender-Aspekt in verschiedenen Kontexten thematisieren.

Band 7
In den Fußstapfen der Pallas Athene?

Möglichkeiten und Grenzen des Mentoring von unterrepräsentierten Gruppen im universitären Feld
Eva Schliesselberger, Sabine Strasser
Hardcover, 330 Seiten, erschienen im November 1998,
Euro 18,89,--, ISBN 3-85224-099-9

Die Bedeutung von Förderungsbeziehungen für den universitären Karriereverlauf wird in dieser Studie von Eva Schliesselberger und Sabine Strasser unter dem Aspekt der Förderung von Frauen untersucht. Als Ausgangspunkt wurden dabei Ansätze zu Mentoring verwendet, die besonders in den USA als vielversprechende Modelle zur Förderung unterrepräsentierter Gruppen gehandelt werden. neben einem ausführlichen Überblick über die relevante Literatur zur Thematik und der Darstellung von Organisationsstruktur und -kultur präsentiert diese Pilotstudie auch die Daten einer von den Autorinnen durchgeführten empirischen Untersuchung an Instituten der Kulturwissenschaften an österreichischen Universitäten. Die Analyse dieser Daten führt zu einer Kritik an den Machtverhältnissen und Strukturen der Organisation. Und sie zeigt, welche Bedeutung Mentoring in der Karriere der ProfessorInnen hatte und wie sie selbst mit Mentoring heute umgehen, wie der Mittelbau Förderung passiv erlebt und aktiv gestaltet und welche Strategien die Ergebnisse der Untersuchung nahe legen.

Band 6
100 Jahre Frauenstudium

Zur Situation von Frauen an Österreichs Hochschulen
Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr
Hardcover, 384 Seiten, erschienen im November 1997,
Euro 18,89, ISBN 3-85224-095-6

100 Jahre Präsenz von Frauen an österreichischen Universitäten und Kunsthochschulen sind Anlass zur Bestandsaufnahme der Situation von Frauen und der Frauenpolitik des Wissenschaftsministeriums mit dem Ziel, die Verwirklichung der Geschlechterdemokratie an den Universitäten kritisch zu beleuchten. Mit dem Band 6 der Reihe "Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft" - der der ersten Wissenschaftsministerin der zweiten Republik, Herta Firnberg, Initiatorin vieler Förderungen von Frauen an den Universitäten, gewidmet ist - soll die Diskussion um Frauenförderung in der Wissenschaft und an den Hochschulen genährt werden. Dahinter steht die Absicht, Impulse für die Durchsetzung und Umsetzung der Chancengleichheit der Geschlechter im universitären Raum zu geben. Es geht nicht um neue Forderungen, politische Positionierungen, Willensbekundungen usw., sondern um quantitative und qualitative Aspekte der Situation der Frauen an österreichischen Universitäten und Kunsthochschulen.

Band 5 (vergriffen)
ThesaurA. Österreichischer Frauenthesaurus

Frida-Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentatioseinrichtungen in Österreich (Hg.)
Hardcover, 472 Seiten, erschienen im Juni 1996, vergriffen!
Euro 25,44, ISBN 3-85224-092-1

Der vorliegende Frauenthesaurus dient zur Orientierung im Fachgebiet der Frauen- und Geschlechterthematik. Damit soll den Einrichtungen des Informations- und Dokumentationswesens ein Vokabular zur Verfügung gestellt werden, das zur Differenzierten Auswertung der ständig anwachsenden frauenspezifischen/feministischen Literatur beitragen kann. Es werden umfassende Anregungen, Hinweise und Hilfestellungen in Bezug auf eine nicht diskriminierende dokumentarische Praxis geboten. Zugleich werden die BenützerInnen dieser Einrichtungen auf spezielle Schlagwörter aufmerksam gemacht, die bei der Literatursuche nützlich sind und auch Bewusstseinsprozesse in Gang setzen können. Aber nicht nur für die Beschlagwortung und Recherche in Dokumentationseinrichtungen ist der erste österreichische Frauenthesaurus von Bedeutung. Er kann auch von Frauenforscherinnen oder frauenthematisch Interessierten als Wörterbuch verwendet werden. Die thesaurA ist aus der Kooperation institutionalisierter und autonomer Frauendokumentationen in Österreich entstanden. Die dokumentationssprachliche Arbeit der jeweiligen Fachfrauen sowie bereits existierende internationale Frauenthesauri waren die Basis für dieses Nachschlagewerk.

Band 4
Bibliographie: Frauenspezifische und feministische Hochschulschriften an österreichischen Universitäten 1968-1993

Institut für Wissenschaft und Kunst, Dokumentationsstelle Frauenforschung (Hg.),
erstellt von Ilse Korotin unter Mitarbeit von Kirstin Breitenfellner
Hardcover, 482 Seiten, erschienen im März 1994,
Euro 25,44, ISBN 3-85224-066-2

Dieses aktuelle Nachschlagwerk bezieht weite Bereiche des weiblichen Lebenszusammenhanges ein. Durch die Dokumentation von rund 4000 Arbeiten wird ein repräsentativer Überblick über die in den vergangenen 25 Jahren entstandenen Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen geboten. Eindrucksvoll kann damit gezeigt werden, wie frauenspezifische/feministische Fragestellungen in den Wissenschaftsbereich Eingang gefunden haben. Als Leitfaden für HochschullehrerInnen und StudentInnen soll die Dokumentation zu einer kontinuierlichen inhaltlichen Differenzierung und Auseinandersetzungsmöglichkeit beitragen. Die Bibliographie basiert auf einer seit 1985 am Institut für Wissenschaft und Kunst etablierten, ständig erweiterten Datenbank und ist nach zentralen Forschungsschwerpunkten strukturiert. Ein Autorinnenregister sowie ein Schlagwortverzeichnis erweitern die Zugriffsmöglichkeiten.

Band 3
Von den Bemühungen der Frauen in der Wissenschaft Fuß zu fassen

Gertraud Seiser, Eva Knollmayer (Hg.)
Hardcover, 500 Seiten, erschienen im April 1994,
Euro 25,44, ISBN 3-85224-065-4

Dieser Sammelband ist als Versuch zu sehen, den Aufbruch der Frauen an den österreichischen Universitäten seit der Mitte der 70er Jahre nachzuzeichnen. Der Aufbruch war ein zweifacher: einerseits die Forderung nach Öffnung der "hohen Schulen" für Frauen als Studierende, Lehrende und Forschende, andererseits die Kritik an den männerzentrierten Lehrinhalten und in der Folge die Entwicklung der Frauenforschung/feministischen Wissenschaften. Anhand der Selbstdarstellungen der verschiedenen organisierten und nicht organisierten, institutionalisierten und autonomen Frauengruppen, mit Frauenfragen befassten Abteilungen und Einzelfrauen im Bereich von Wissenschaft und Forschung werden die vielfach sehr konträren Entwicklungswege der (universitären) Frauenbewegung offensichtlich. Mit dieser Publikation liegt erstmals eine Dokumentation der höchst unterschiedlichen Geschichte, Situation, Kämpfe, Strategien und Forderungen, also der Bemühungen von Frauen, in der Wissenschaft Fuß zu fassen, vor.

Band 2
"Alles war das Institut!"

Eine lebensgeschichtliche Untersuchung über die erste Generation von Professorinnen an der Universität Wien
Doris Ingrisch
Broschur, 160 Seiten, erschienen im Jänner 1993,
Euro 10,76, ISBN 3-85224-019-0

Die Untersuchung der Lebensgeschichten der ersten Professorinnen an der Universität Wien (die erste Ordinaria wurde 1956 berufen) sichert Daten, die sonst verloren gegangen wären. Methodisch stellt die Arbeit eine Integration der "oral history", der Frauen- und Biographieforschung dar. Der feministische Ansatz wird durch die Erweiterung der Fragestellung auf die Dimension öffentlichprivat und auf das Erfassen der Barrieren und Karrierestrategien sichtbar. Der biographische Zugang zeigt das Besondere und Einmalige in den Lebensgeschichten auf, das oft im Widerspruch zu Annahmen über geschlechtsspezifische Verhaltensmuster steht. Durch den Vergleich mit männlichen Biographien werden geschlechtsspezifische Zuordnungen differenziert und modifiziert. Das historische Interesse der Forscherin lässt sie die strukturellen Bedingungen an der Institution Universität vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus und des Krieges reflektieren. Die vorliegende Untersuchung bietet so für eine breite Leserschaft interessante methodische und inhaltlich fruchtbare Anregungen.

Band 1
Entwicklung und Institutionalisierung von Women´s Studies im europäischen Vergleich

Anette Baldauf, Andrea Griesebner
Broschur, 299 Seiten, erschienen im Juni 1992,
Euro 20,78, ISBN 3-85224-018-2

Die Frauenforschung/Feministische Forschung blickt heute beinahe in allen westeuropäischen Industriestaaten auf eine zwanzigjährige Tradition zurück. Die universitären Felder der einzelnen Länder zeigen sich jedoch unterschiedlich resistent gegenüber den Forderungen nach inhaltlichen und institutionellen Veränderungen. Die von den Autorinnenherausgearbeiteten Entstehungszusammenhänge, Institutionalisierungsmodalitäten und Frauenfördermaßnahmen geben nicht nur Aufschluss über die jeweiligen universitären Rahmenbedingungen, sondern auch über geschlechtsspezifische Machtverhältnisse. Indem die vorliegende Untersuchung einen Überblick über Studienmöglichkeiten und Forschungsschwerpunkte in europäischen Universitätsstädten bietet, ist sie auch als "Nachschlagewerk" verwendbar und erleichtert die Suche nach Frauenforschungsinstitutionen sowie Ansprech- und Kooperationspartnerinnen.

Erhältlich sind die Bände der Reihe "Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft" beim Kommissionsverlag:


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"Gleichstellung in der Sackgasse?" von Paul M. Zulehner (03.02.2014)

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