Europäischer Forschungsraum

Die Europäische Union (EU) verfügt über eine lange Tradition von Spitzenleistungen auf dem Gebiet der Forschung und Innovation. Diese finden sich jedoch fragmentiert in sämtlichen Mitgliedsländern der EU und sind nicht ausreichend koordiniert, wodurch ihre Sichtbarkeit beschränkt bleibt.. Die Europäische Kommission hat daher im Jahr 2000 die Mitteilung „Hin zu einem Europäischen Forschungsraum (EFR )“ zur Festlegung der Grundzüge eines Europäischen Forschungsraums angenommen und einen breiten Diskussionsprozess über die Schaffung eines „Binnenmarkts der Forschung“ begonnen. Ziel dieser politischen Initiative (auf Englisch European Research Area = ERA) ist es, Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Koordination von Forschungsaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene zu verbessern, Humanressourcen zu entwickeln, sowie europäische Forschung für die besten Forschenden der Welt attraktiv zu machen. Das Rahmenprogramm für Forschung, Technologische Entwicklung und Innovation wird als wichtigstes Instrument für die Umsetzung des EFR angesehen. Seit dem Jahr 2000 wurde ERA in zahlreichen Kommissionsmitteilungen aufgegriffen, zuletzt im Jahr 2012, wo sechs ERA Prioritäten benannt wurden und ein diesbezüglicher ERA Monitoring Mechanism eingerichtet wurde. Daraus resultiert alle zwei Jahre ein ERA Progress Report der Europäischen Kommission, der auch eng mit dem Europäischen Semester und damit den nationalen Reformprogrammen verbunden ist.

ERAC  sowie die ERA-Gruppen zu den sechs ERA Prioritäten tragen und koordinieren den Europäischen Forschungsraum. 
Die Europäische Kommission finanziert über das Forschungsrahmenprogramm mehrere Instrumente, die ganz unmittelbar zur Verwirklichung von ERA beitragen. Das sind z.B. EURAXESS oder die Partnership-Instrumente

Weiterführende Informationen und Dokumente: