Kooperationen mit internationalen Organisationen und Forschungseinrichtungen

Die Teilnahme an internationalen Großforschungseinrichtungen und Forschungsnetzwerken sichert Österreich den Zugang zu neuem Wissen. Das internationale Kernforschungszentrum CERN nimmt dabei knapp drei Viertel des dafür verfügbaren Gesamtbudgets in Anspruch.

Die internationale Anbindung sichern

Die Forschungssektion des BMBWF vertritt Österreich in internationalen forschungsrelevanten Gremien wie jenen der Europäischen Union, der OECD und im für Wissenschafts- und Technologiepolitik zuständigen Ausschuss CSTP (weiterführende Information hier) oder den Vereinten Nationen, und ermöglicht durch Teilnahme an internationalen Großforschungseinrichtungen und Forschungsnetzwerken wie CERN, ESRF, WMO oder EMBL der österreichischen Scientific Community den Zugang zu neuem Wissen und Forschungsmöglichkeiten.

Rund 20 Millionen Euro wendet das BMBWF verwaltet durch die Forschungssektion, für die Mitgliedschaft in internationalen Forschungseinrichtungen auf. 

  • Knapp drei Viertel, 14 Millionen Euro, waren 2005 davon als Beitrag für Österreichs Mitgliedschaft am Europäischen Kernforschungszentrum CERN reserviert, um Forschung an den grundlegenden Fragen zum Aufbau der Materie und ihren kleinsten Elementarteilen zu ermöglichen.
  • Für die Mitgliedschaft an der European Molecular Biology Conference EMBC waren rund 1,8 Millionen Euro vorgesehen. Es stellt die Mittel für das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie EMBL zur Verfügung.
  • Die European Synchroton Radiation Facility (ESRF) und das Centre International des Sciences Mécaniques (CISM), der Hochflussreaktor ILL in Grenoble und das italienische Synchrotronforschungszentrum ELETTRA sind weitere Großforschungsinstitute im Portfolio internationaler Wissenschaftszusammenarbeit der Forschungssektion.
  • Darüber hinaus finanziert sie die Arbeit von Organisationen und Netzwerken, wie der World Meteorological Organization und GRID, quasi die Nachfolgetechnologie des Internets zur Vernetzung von Datenspeicher- und Datenbearbeitungskapazitäten ("Ihr Supercomputer aus der Steckdose").

Österreich ist auch Sitz von Zentren des internationalen Wissenschaftsbetriebs, die vom BMBWF mitgetragen werden, darunter etwa das International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und die Salzburg Medical Seminars:

Das International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg führt interdisziplinäre wissenschaftliche Studien über globalen Wandel und seine Auswirkungen auf den Menschen durch und zählt zu den weltweit renommiertesten ThinkTanks in diesem Forschungsbereich. Die Forscher/innen am IIASA generieren durch den Einsatz innovativer wissenschaftlicher Methoden Erkenntnisse, die für Politik und Forschung gleichermaßen von Bedeutung sind. Österreich ist im IIASA-Rat durch die „IIASA-Kommission“ vertreten, die an die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) angebunden ist.

Die Salzburg Medical Seminars ermöglichen durch enge Zusammenarbeit mit exzellenten österreichischen Institutionen und US-Spitzenuniversitäten Medizinerinnen und Medizinern aus den Transitionsstaaten Mittel- und Südosteuropas sowie aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion medizinisches Wissen auf internationalem Top-Niveau zu erwerben und dieses Wissen in ihren Heimatländern zu verbreiten. Dadurch konnte ein großes internationales Netzwerk aufgebaut werden, das kontinuierlich auf andere Regionen erweitert wird.