Donauraum

Die EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) ist die zweite makroregionale Strategie der EU und bildet einen strategischen Rahmen zum Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Donauraum, der für Österreich insgesamt und auch für das BMBWF traditionell eine wichtige Kooperationsregion darstellt.  Das BMBWF vertritt die österreichischen Interessen in der Steuerungsgruppe des Prioritätsbereichs „Wissensgesellschaft“ (PA7) und beteiligt sich aktiv an der Planung und Durchführung von regionalen Initiativen in Wissenschaft und Forschung. Die EU-Donauraumstrategie bietet auch eine ausgezeichnete Möglichkeit, die zahlreichen Kooperationsaktivitäten des BMBWF mit Südosteuropa und den Westbalkanländern unter dem Dach der Donauraumstrategie zusammenzufassen und durch koordinierte Maßnahmen weiter zu stärken.

Derzeit werden folgende Aktivitäten schwerpunktmäßig vorangetrieben:

  • Identifikation und Unterstützung der Verwirklichung von
    „Flagship-Projekten“, die wesentlich zur regionalen Vernetzung und Zusammenarbeit beitragen.
  • Aufbau akademischer Netzwerke und gemeinsamer universitärer 
    Ausbildungsprogramme z.B. über die Danube Rectors´ Conference 
    oder CEEPUS 
  • verbesserte Koordinierung und Nutzung regionaler, nationaler 
    und EU Finanzierungsquellen im Bereich Forschung und Innovation

Für letztere Aktivität wurde eine Arbeitsgruppe aus Experten und Expertinnen der beteiligten Länder unter der Leitung des BMBWF eingerichtet.

Als flankierende Maßnahme beteiligt sich das BMBWF auch an einem von der EU im 7. Forschungsrahmenprogramm finanzierten INCO.NET Projekt für den Donauraum (Danube INCO.NET), das vom Wiener Zentrum für Soziale Innovation (ZSI) koordiniert wird (Laufzeit bis Ende 2016). Das Ressort koordiniert hier ein Arbeitspaket im Bereich „Policy Dialogue“.

Seit 2011 vergibt das BMBWF zudem in Kooperation mit dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) den Danubius Award, der zur Auszeichnung von Personen ins Leben gerufen wurde, die sich in ihrem wissenschaftlichen Werk oder Schaffen in hervorragender Weise mit dem Donauraum auseinandergesetzt haben. Der Preis wird jährlich im Rotationsprinzip für Leistungen in den Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften (GSK) oder in den Lebenswissenschaften (so 2015) vergeben. In den letzten beiden Jahren wurde dieser Preis mit einem speziellen Nachwuchsförderpreis, dem Danubius Young Scientists Award komplementiert. Der Preis, der für alle Disziplinen offen steht, hebt die wissenschaftliche Arbeit und das Talent junger Forscher und Forscherinnen hervor und trägt zur besseren Sichtbarkeit exzellenter Forschungsleistungen, die im  Donauraum erbracht wurden, bei.