Westbalkan

Der Ausbau der Wissenschaftszusammenarbeit mit den sogenannten Westbalkan-Ländern Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien sowie dem Kosovo ist ein wesentlicher Bestandteil der Südosteuropa-Initiative des BMBWF. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit erfolgt in erster Linie über nationale Initiativen und im Rahmen von bilateralen Abkommen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit.
Um die Kooperation mit den Ländern des Balkanraums auch auf regionaler und multilateraler Ebene zu verstärken und damit gleichzeitig einen Beitrag zur Umsetzung des europäischen Forschungsraums zu leisten, forciert das Ressort bereits seit einigen Jahren regionale forschungspolitische Initiativen wie die "Steering Platform on Research for the Western Balkan Countries"  und nimmt an multilateralen strategischen Netzwerkprojekten in den EU-Forschungsrahmenprogrammen teil.

Die „Steering Platform on Research for the Western Balkan Countries“, die auf Initiative der Europäischen Kommission während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2006 in Wien eingerichtet worden ist, zielt darauf ab, den EU-Beitrittsprozess der Westbalkanländer für den Forschungs- und Innovationsbereich zu begleiten und voranzutreiben.

Eines der herausragendsten EU-finanzierten Koordinierungsprojekte war das WBC-INCO.NET, in dem das BMBWF das zentrale Arbeitspaket „Europäischer und regionaler Dialog“ leitete.  Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem  eine Online FTI-Plattform für die Balkanregion eingerichtet, die sich bald zur zentralen Informationsdrehscheibe entwickelte. Daher hat das BMBWF die Fortführung dieser für den Westbalkan wichtigen Internetplattform unter  dem neuen Namen  www.wbc-rti.info  auch nach dem Ende des WBC-INCO.NET Projekts sichergestellt.