Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG)

Der Forschungsinkubator in Österreich

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist der Forschungsinkubator im Bereich Health Sciences in Österreich und betreibt 18 Forschungseinrichtungen (Ludwig Boltzmann Institute/LBI) mit rund 550 MitarbeiterInnen. Die LBG steht mit ihrem Motto „Nahe am Menschen“ für die Behandlung gesellschaftsrelevanter Forschungsfragen.

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft 

Im Rahmen von regelmäßigen Ausschreibungen gründet die LBG gemeinsam mit akademischen und unternehmerischen Partnern sowie Partnern aus dem öffentlichen Bereich Ludwig Boltzmann Institute (LBI), um neue Forschungsthemen zu behandeln. Im Herbst 2014 initiierte die LBG eine neue Ausschreibung mit dem Themenschwerpunkt „Health Sciences“ und bewirkte dadurch eine Verbindung sozial-, wirtschafts- und humanwissenschaftlicher Disziplinen. Mit der aktuellen Ausschreibung rückt die LBG zentrale Fragestellungen rund um Gesundheit und demographischen Wandel in den Mittelpunkt und unterstreicht damit auch ihre Rolle als Forschungsinkubator für gesellschaftlich relevante Themen. 

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:

  1. Inkubatorfunktion
    Motor für thematische und strukturelle Innovationen
    Ludwig Boltzmann Institute sind als Inkubator für die nachhaltige Etablierung von Forschungs- und Innovationsstrukturen konzipiert. Sie sind zum bestehenden Portfolio der Förderlandschaft ein zusätzliches/ergänzendes Instrument, welches versucht, thematisch Neues hervorzurufen und strukturell im Wissenschaftssystem zu verankern.
  2. modernes Partnerschaftsmodell
    Garant für Effizienz und hochinnovativen Forschungsoutput
    Das Partnerschaftsmodell der LBG zeichnet sich durch vielfältige und konstruktive Kooperationen aus, die wichtige Symbiosen zur Bearbeitung von gesellschaftsrelevanten Fragestellungen darstellen.
  3. translationale Forschung
    Direkter Nutzen für gesellschaftliche Probleme
    In den Instituten der Ludwig Boltzmann Gesellschaft wird der Bogen von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung zur Forschungs- und Entwicklungsarbeit gespannt und so eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung gebildet.
  4. inter- und transdisziplinäre Forschung
    Labor für neue, unkonventionelle Fragestellungen
    Das LBG Konzept ermöglicht, dass Denkweisen und Methoden aus verschiedenen Fachrichtungen für eine wissenschaftliche Fragestellung genutzt werden können.

Der Fokus der LBG liegt auf dem Bereich der Health Sciences, der als Überbegriff für alle mit Gesundheit befassten Disziplinen und Forschungsrichtungen steht. Dort konzentriert sich die LBG sowohl auf die medizinische, als auch auf die sozialwissenschaftliche Forschung.

Zusätzlich zum Bereich der Health Sciences betreibt die LBG schwerpunktmäßige Forschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in deren Rahmen Themen wie Archäologie, Zeitgeschichte, Literatur und Biographie behandelt werden. In diesen Forschungsinstituten der LBG sind – dank des innovativen Partnerschaftsmodells - auch forschungsanwendende Partner stark eingebunden.

Die Einrichtung von Ludwig Boltzmann Instituten erfolgt aufgrund von transparenten Ausschreibungen mit internationalen Begutachtungsverfahren. Ein LBI wird jeweils aus einem Konsortium von mindestens einem forschungsdurchführendem und einem forschungsanwendenden Partner gegründet und dient der Durchführung eines kohärenten, auf sieben Jahre angelegten Forschungsprogramms mit oftmals interdisziplinärem Charakter. Strukturell besteht ein Ludwig Boltzmann Institut aus einer/m Institutsleiter/in für die wissenschaftlich-strategische Führung, Key Researchern zur Leitung von Programmlinien und den in den jeweiligen Forschungsprojekten tätigen Wissenschaftler/innen. Die Partnerorganisationen eines Instituts sind jeweils gemeinsam mit der LBG in einem Board organisiert in welchem grundlegende strategische, rechtliche und budgetäre Entscheidungen getroffen werden. Das hohe wissenschaftliche Leistungsniveau der Institute wird durch ein jurygestütztes, zweistufiges ex-ante Evaluierungsverfahren mit internationalen Gutachter/innen sowie einer Interimsevaluierung nach vier Jahren Laufzeit sichergestellt. Ergänzend wird zur laufenden Qualitätssicherung für jedes Institut ein international besetztes Scientific Advisory Board etabliert.

Derzeit betreibt die LBG 13 LBI und 5 Cluster mit rund 550 Mitarbeiter/innen (inkl. freie Dienstnehmer/innen). Die LBG wird vom BMBWF, der Nationalstiftung, der Stadt Wien, Landesregierungen, Gemeinden und privaten Förderern finanziert.

Kontakt

Mag. Wolfgang Neurath
Abteilung V/9 (Angelegenheiten der Forschungs- und Technologieförderungen)
wolfgang.neurath@bmbwf.gv.at