Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

Exzellente außeruniversitäre Grundlagenforschung in Österreich

Die 1847 gegründete Österreichische Akademie der Wissenschaften vereint Gelehrtengesellschaft, Forschungsträger und Nachwuchsfördereinrichtung. Sie betreibt derzeit 28 Forschungsinstitute, in denen rund 1.600 Mitarbeiter/innen tätig sind.

Die ÖAW pflegt die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen des In- und Auslands. Für das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMBWF) nimmt sie die Abwicklung von Forschungsprogrammen und internationalen Mitgliedschaften wahr.

Als Gelehrtengesellschaft bildet die ÖAW ein nahezu alle wissenschaftlichen Disziplinen umspannendes Diskursforum von renommierten Wissenschaftler/innen aus dem In- und Ausland. Die Mitglieder der ÖAW (insgesamt derzeit rund 770) stehen in regem interdisziplinären Austausch, stellen sich drängenden Zukunftsfragen und beraten Politik und Gesellschaft. In diesem Rahmen werden Vorträge, Diskussionen und Symposien veranstaltet und Publikationen erarbeitet, die sich an ein wissenschaftliches, aber auch an ein breit interessiertes Publikum wenden.

Als Forschungsträgerinstitution betreibt die ÖAW international kompetitive, erkenntnisorientierte und anwendungsoffene Spitzenforschung. In ihren Instituten greift sie zukunftsweisende Forschungsthemen von gesellschaftlicher Relevanz auf und übernimmt Verantwortung für die Wahrung und Interpretation des kulturellen Erbes. Die ÖAW-Institute agieren wissenschaftlich erfolgreich auf den Gebieten der Life Sciences, Mathematik, Physik, Weltraumforschung, Materialwissenschaften sowie der Archäologie und Altertumswissenschaften, Asienwissenschaften und Sozialanthropologie, Geschichtswissenschaften, Kulturforschungen, Sozialwissenschaften und der Technikfolgen-Abschätzung.

Liste der ÖAW-Institute (PDF, 1 Seite)

Die ÖAW entwickelt Stipendienprogramme, verwaltet und vergibt Stipendien aus zweckgebundenen öffentlichen Mitteln sowie mit Unterstützung durch private Sponsor/innen. Auch auf diese Weise trägt die ÖAW nachhaltig zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Österreich bei.

Am 28. November 2017 haben Harald Mahrer, Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, und Anton Zeilinger, Präsident der ÖAW, die dritte Leistungsvereinbarung (LV) für die Jahre 2018-2020 unterzeichnet. In Summe stehen der Akademie für diese drei Jahre rund € 363 Mio. an Budget zur Verfügung. Das entspricht einer Erhöhung von rund 8% gegenüber der bis Ende 2017 vereinbarten LV.

Leistungsvereinbarung 2018-2020 (PDF, 25 Seiten)

Durch Strukturreformen und international kompetitive Mittelausstattung konnte die Akademie ihre Ausgangsposition für Spitzenforschung ausbauen. Dies wird durch die Erfolge bei der Drittmitteleinwerbung gut dokumentiert. So gelang es dem größten außeruniversitären Träger für anwendungsoffene Grundlagenforschung in Österreich seit der ersten Leistungsvereinbarung, seine Drittmittel (exklusive Stipendien) kontinuierlich auf zuletzt rund € 42 Mio. im Jahr 2016 zu erhöhen, eine Steigerung gegenüber 2012 um 66%. Zu solchen Drittmitteln zählen etwa die hochdotierten Starting Grants des Europäischen Forschungsrats (European Research Council – ERC), mit denen allein in diesem Jahr vier ÖAW-Wissenschaftler/innen – drei davon aus den Geisteswissenschaften – ausgezeichnet wurden.

Die hohe Innovationskraft der Forschung an der ÖAW zeigt sich auch an einer weiteren Kennzahl: Unter den 2017 weltweit am häufigsten in Fachzeitschriften zitierten Wissenschaftler/inne/n sind 21 aus Österreich, 12 davon sind Mitarbeiter/innen oder inländische Mitglieder der ÖAW. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Ranking „Highly Cited Researchers“ hervor, das regelmäßig die Zitationsdatenbank „Web of Science“ auswertet. 

Details der LV 2018 bis 2020 sind dem Pressetext zu entnehmen.

Die Leistungsvereinbarungen seit 2012
Im Rahmen der ersten zwischen dem BMBWF und der ÖAW abgeschlossenen LV für die Jahre 2012-2014 legte die Akademie erstmals in ihrer Geschichte ihre geplanten Leistungen explizit gegenüber dem Bund dar und erhielt im Gegenzug dreijährige finanzielle Planungssicherheit. Der ÖAW stand für den Zeitraum 2012-2014 ein Globalbudget in der Höhe von € 223,8 Mio. zur Verfügung.

Mit der zweiten Leistungsvereinbarung für die Jahre 2015-2017 konnte der mit der ersten LV erfolgreich eingeschlagene Weg von Transparenz, Planungssicherheit und Exzellenzorientierung weitergeführt und neue Akzente in der dynamischen Weiterentwicklung der ÖAW gesetzt werden.  Für diesen Zeitraum standen in Summe € 315 Mio. zur Verfügung.

Kontaktperson

MinR Mag. Irene Rados
Abteilung V/9 (Angelegenheiten der Forschungs- und Technologieförderungen)
irene.rados@bmbwf.gv.at