Nationale Kontaktstelle für Wissenstransfer und Geistige Eigentumsrechte (NCP-IP)

Zur Koordinierung der nationalen Wissenstransfertätigkeiten und Kontaktpflege mit  derartigen Einrichtungen in anderen Mitgliedstaaten wurde gemäß der Kommissionsempfehlung 2009 und des österreichischen Ministerratsbeschlusses 2010 eine nationale Kontaktstelle für Wissenstransfer und Geistige Eigentumsrechte (NCP-IP) eingerichtet.

Im Ländervergleich über die Umsetzung der “Recommendation on the management of intellectual property in knowledge transfer activities and Code of Practice for universities and other public research organisations” (Empfehlung für den Umgang mit geistigem Eigentum bei Wissenstransfertätigkeiten und für einen Praxiskodex für Hochschulen und andere öffentliche Forschungseinrichtungen“ („IP- Recommendation") ( PDF 73 KB, deutsche Version) ( PDF 67 KB, englische Version) hat Österreich außerordentlich gut abgeschnitten und den ersten Rang aller beobachteten Staaten belegt (Studie der EK zur Umsetzung der IP Recommendation (2010-2012). Die Analyse hat gezeigt, dass in Österreich für 93 % der Empfehlungen der Europäischen Kommission bereits Maßnahmen zur Verbesserung von Wissenstransfers gesetzt oder zumindest geplant wurden. Damit liegt Österreich deutlich über dem europäischen Durchschnittswert von 53 % und vor Großbritannien (87 %) und Deutschland (78 %). Wird die Betrachtung auf bereits umgesetzte Maßnahmen eingegrenzt, liegt Österreich mit 85 % hinter Großbritannien auf Rang zwei im Ländervergleich (Durchschnitt aller beobachteten Länder: 48 %). Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Wissenstransfer in Österreich hohen politischen Stellenwert genießt (Knowledge Transfer Report 2010-2012).
 
Der NCP-IP stärkt die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft durch zielgerichtete Maßnahmen und unterstützt Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen beim professionellen Umgang mit geistigen Eigentumsrechten (z.B. IP- Schulungen, Workshops, Veranstaltungen, Vertretung Österreichs in europäischen Gremien).

Im Rahmen des NCP-IP wird das Projekt IPAG („Intellectual Property Agreement Guide“, www.ipag.at) unterstützt, welches erstmals online standardisierte Vertragsmuster zum Technologietransfer unter Mitwirkung von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Industriebetrieben und KMUs entwickelt hat. Die Vertragsmuster stehen der Allgemeinheit kostenlos über ein Onlineportal in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und umfassen alle technologietransferrelevanten Bereiche der Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen (z.B. Lizenzverträgen, Material Transfer Agreements, Patentkaufverträgen oder Forschungs- und Entwicklungsverträgen).

Insgesamt wurden seit Einrichtung der Nationalen Kontaktstelle für Geistiges Eigentum rund 40 Veranstaltungen für Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft durchgeführt, um  Netzwerke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren sowie Vertrauensbildung weiter zu stärken. 

Die operative Umsetzung  erfolgt  durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH und durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft.

Europäisches Wissen transferieren

Anhang: Knowledge Transfer Report (2010-2012)

Ansprechpersonen im BMBWF:  
Mag. Daniela Kopriva-Urbas
Daniela.Kopriva-Urbas@bmbwf.gv.at

DI Sascha Saxinger
Sascha.Saxinger@bmbwf.gv.at