Forschungs – „Input“ im Bundsländervergleich

Die gesamtösterreichischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) werden im Jahr 2017, auf Basis der aktuellen Globalschätzung der Statistik Austria mit Stand April 2017, voraussichtlich 11,3 Mrd. € betragen. Die prognostizierte F&E-Quote (Bruttoinlandsausgaben für F&E im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt) liegt damit bei 3,14 % (+ 3,8% gegenüber 2016) und somit über dem europäischen Zielwert von 3 % für 2020.

Mit vorrausichtlich 48,2 % (rd. 5,5 Mrd. €) wird der größte Anteil der gesamten Bruttoinlandsausgaben für F&E von heimischen Unternehmen finanziert (2016: 47,8 % bzw. 5,14 Mrd. €). Die geschätzte Finanzierungsleistung des öffentlichen Sektors beträgt rd. 4,1 Mrd. €, was mehr als einem Drittel (36,0 %) der gesamten F&E-Ausgaben entspricht. Der größte Teil entfällt auf den Bund (rd. 3,4 Mrd. € bzw. 30,1 %). Der Finanzierungsanteil der Bundesländer beträgt voraussichtlich 4,6 % (rd. 515 Mio. €), jener der sonstigen öffentlichen Einrichtungen (Gemeinden, Kammern, Sozialversicherungsträger) 1,1 % (rd. 122 Mio. €). Rund 1,7 Mrd. € stammen aus dem Ausland (überwiegend Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in ihren österreichischen Töchtern sowie Rückflüsse aus EU-Forschungsprogrammen), was einem Anteil von 15,4 % entspricht.

Diese Daten für die Bundesländer werden bei der Forschung und Entwicklung (F&E) Erhebung durch die Statistik Austria alle 2 Jahre erstellt. Die letzten verfügbaren Daten beziehen sich auf das Jahr 2015 (siehe Graphiken).

Ausgaben und Finanzierung von F&E für Österreich 2015

 

Mit Gesamtausgaben in F&E von 10.499,1 Mio. Euro im Jahr 2015 erreichte Österreich eine Forschungsquote von 3,09 % des BRP. Wie aus obiger Abbildung ablesbar trug der Bund ca. 30 %, die Länder mit Gemeinden und Privaten ca. 4 %, die EU ca. 2 % sowie die Unternehmen inklusive Ausland ca. 64 % zur Finanzierung bei. In die Grundlagenforschung wurden ca. 18 %, in die angewandte Forschung ca. 35% sowie in die experimentelle Entwicklung ca. 47% investiert. Unter der Annahme, dass der öffentliche Sektor vorwiegend die Grundlagenforschung und die Wirtschaft vorwiegend die experimentelle Entwicklung finanziert, lässt sich erkennen, dass durch den öffentlichen Sektor ca. 45% der angewandten Forschung und durch die Wirtschaft ca. 55 % davon finanziert werden.

F&E-Quote 2015 der Bundesländer und Österreichs im Vergleich

in % des BRP

 

Hinweis: Die regionale Zuordnung der Erhebungseinheiten, auch der Unternehmen des firmeneigenen Bereichs, erfolgte ausschließlich nach dem Bundesland, in dem sich der Hauptstandort befindet (Standardauswertung). Daher ergeben sich andere F&E Quoten als im Rahmen der verfeinerten Regionalauswertung, für die die Erhebungseinheiten, welche in mehr als einem Bundesland F&E durchführten, die Aufteilung der F&E-Ausgaben zu den Bundesländern, in denen sich die F&E-Standorte befinden, erfolgte (für Details siehe Statistik Austria).


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