Von Berlin 2003 bis Bergen 2005

Wie in den ersten beiden Zwei-Jahres-Etappen fanden auch zwischen Berlin und Bergen wieder zahlreiche Seminare und Konferenzen zu den einzelnen Bologna-Zielen statt.

Die EUA führt mit Unterstützung der Europäischen Kommission das Projekt "Promoting collaborative doctoral education for enhanced career opportunities" durch, das die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Doktoratsprogramme in Europa eruieren und die Zusammenarbeit in der Entwicklung von Doktoratsprogrammen auf europäischer Ebene fördern soll.

Österreich hat zu diesem Thema im Rahmen des Arbeitsprogramms 2003 - 2005 im Februar 2005 gemeinsam mit Deutschland und der EUA das Seminar "Doctoral Programmes for the European Knowledge Society" veranstaltet und mit den daraus hervorgegangenen Conclusions and Recommendations  einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung des europäischen Bologna Follow-up Prozesses geleistet.

Da das EUA-Projekt und dieses Bologna-Seminar inhaltlich sehr eng miteinander in Verbindung stehen, wurde eine Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in das steering committee des EUA-Projekts nominiert.

Auf nationaler Ebene fand im Mai 2004 in Wien ein Workshop für Expert/inn/en zum Thema ECTS, und im Juni 2004 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Referenzrahmen für Qualifikationen“ statt; in beiden Fällen ist internationale Expertise eingeflossen.

Mit der Einrichtung der Österreichischen Qualitätssicherungsagentur AQA mit Jahresbeginn 2004 (seit März 2012 Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria - AQ Austria ) ist ein wichtiger Schritt in der nationalen Umsetzung der Ziele der Bologna-Erklärung vollzogen worden.

Weiters konnte Österreich mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union ein nationales Team von Bologna-Expert/inn/en zusammenstellen. Im Sinne der Sicherung des Informationsflusses innerhalb des österreichischen tertiären Bildungsbereiches im Rahmen des Bologna Prozesses wurden fünf (seit 2009 sechs) Expert/inn/en aus dem Hochschulbereich ausgewählt, um Hochschuleinrichtungen bei der Umsetzung der Bologna-Ziele zu beraten und Hilfestellung zu geben. Sie nehmen unter der Verantwortung der Österreichischen Bologna Follow Up-Gruppe und mit administrativer Unterstützung der Österreichischen Nationalagentur für Lebenslanges Lernen ihre Aufgaben wahr.

Wie auch schon vor den Konferenzen in Prag und Berlin formulierten die Mitglieder der EUA auch vor Bergen ihre Beiträge zum bevorstehenden Minister/innen-Treffen in der Glasgow Declaration: "Strong Universities for a Strong Europe".

Darüber hinaus brachte die EUA auch diesmal eine Studie über den Stand der Umsetzung der Bologna-Ziele in den teilnehmenden Ländern heraus:
TRENDS IV: European Universities Implementing Bologna  

Die Studierenden hielten ihre Beiträge in ESIB’s Bologna Analysis 2005 – "Bologna with Student Eyes" zur Präsentation in Bergen fest.

Aus der dritten Nachfolgekonferenz im Mai 2005 in Bergen, Norwegen ging das Bergen Kommunikee hervor.

Neben der Aufnahme von fünf weiteren Teilnehmerländern (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau und die Ukraine) wurden im Rahmen dieser Konferenz der im Berlin Kommunikee für 2005 geplante Stocktaking Report sowie der General Report der europäischen Bologna Follow-Up Gruppe "From Berlin to Bergen" über den allgemeinen Fortgang des Bologna Prozsesses in der Zeit seit Berlin präsentiert.

Basierend auf den Ergebnissen des Salzburger "Doktorats-Seminars" (Februar 2005) setzte sich Österreich für konkrete Maßnahmen zur Entwicklung von gemeinsamen Mindeststandards für Doktoratsprogramme in Europa ein und konnte die Aufnahme eines entsprechenden Passus in das Bergen Kommunikee erwirken.

Das Stocktaking (Bestandsaufnahme) für die Zeit bis zur nächsten Minister/innen/konferenz in London 2007 soll auf folgende Bereiche ausgeweitet werden:

Sämtliche Konferenzunterlagen, Hintergrunddokumente, Präsentationen und Reports sowie nationale Länderberichte und weitere ergänzende Dokumente finden Sie unter http://www.bologna-bergen2005.no/