Von Prag 2001 bis Berlin 2003

Das Arbeitsprogramm 2001 – 2003 umfasste unter anderem eine Reihe von Seminaren zu den Themen:

  • Akkreditierung und Qualitätssicherung; 
  • Anerkennung und Verwendung von Leistungspunkten (ECTS); 
  • Entwicklung gemeinsamer Abschlüsse; 
  • Abschlüsse und Qualifikationsstrukturen; 
  • Soziale Dimension des Bologna Prozesses (Mobilitätshemmnisse, Einbindung der Studierenden); 
  • Lebenslanges Lernen;

Auf nationaler Ebene wurde in Österreich im Juni 2002 eine Informationsveranstaltung für Angehörige des tertiären Bildungsbereiches, die mit der Umsetzung der Ziele der Bologna–Erklärung befasst sind, an der Universität Wien abgehalten. Bericht:PDF (453 KB).

Des Weiteren wurde in den Jahren 2002 und 2003 an jeder Universität bzw. Fachhochschule ein/e Bologna Koordinator/in nominiert.

In Vorbereitung auf die Berlin-Konferenz fand im Mai 2003 die EUA Convention Graz statt. Die Ergebnisse dieser Konferenz wurden in der
Graz Declaration:"Forward from Berlin: the role of universities"
 festgehalten und stellten den Beitrag der europäischen Universitäten zur Minister/innen/konferenz in Berlin dar.

Darüber hinaus gab die EUA eine Studie über die Entwicklungen der Studienarchitektur in Europa in Auftrag:
TRENDS 2003. Trends in Learning Structures in Higher Education III.

Im September 2003 trafen sich die Minister/innen aller Signatarstaaten in Berlin zur zweiten Folgekonferenz nach der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung und verabschiedeten das Berlin Kommunikee, welches folgende Schwerpunkte für das weitere Follow-Up festlegt:

  • mittelfristige Schwerpunkte bis 2005:
    -
     Qualitätssicherung: Entwicklung eines vereinbarten Systems von Normen, Verfahren und Richtlinien zur Qualitätssicherung – "Referenzrahmen für Qualifikationen"; 
    zweistufige Studiensysteme: Beginn der Implementierung bis 2005; 
    Anerkennung von Studienabschlüssen und -abschnitten: Diploma Supplement automatisch und gebührenfrei in einer gängigen europäischen Sprache. 
  • Bestandsaufnahme zur Minister/innen/konferenz 2005; 
  • engere Verbindung zwischen Europäischem Hochschulraum und Europäischen Forschungsraum: Opens internal link in current windowDoktorand/inn/enausbildung als dritte Stufe zu den gegenwärtigen zwei Hauptstufen im Studiensystem;
  • Neue Struktur im weiteren Follow-Up Prozess: neben der europäischen Bologna Follow-Up Gruppe (BOFUG) als alleiniges Entscheidungsgremium gibt es nun ein Board und ein Sekretariat; diese beiden Einrichtungen sind neben der organisatorischen Begleitung des europäischen Bologna Follow-Up Prozesses unter anderem auch mit der Redaktion und Ausarbeitung von Texten und Dokumenten für die europäische BOFUG befasst.

Mit der Aufnahme der Staaten Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, des Heiligen Stuhls, Russlands, Serbiens und Montenegros sowie der „Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien“ wurde der Bologna Prozess auf nunmehr 40 Mitgliedsstaaten ausgeweitet.

Die Aufnahmeklausel aus dem Prager Kommunikee wurde dahingehend umformuliert, dass die Mitgliedschaft im Europäischen Hochschulraum nunmehr all jenen Staaten offen steht, die Vertragspartei des Europäischen Kulturabkommens sind, vorausgesetzt, sie erklären sich bereit, in ihrem eigenen Hochschulwesen die Ziele des Bologna Prozesses anzustreben und umzusetzen. Ihre Anträge sollten Angaben darüber enthalten, wie sie die Grundsätze und Ziele der Erklärung umzusetzen gedenken.