Hochschulmobilitätsstrategie - HMS zur Förderung transnationaler Mobilität an österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten

Ziel - Förderung transnationaler physischer Mobilität im Hochschulbereich im Sinne einer quantitativen und vor allem qualitativen Verbesserung

Beitragzur Stärkung Österreichs als Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort in einer globalisierten Welt

Rahmen für die in Österreich bereits bestehenden Maßnahmen

Mehrwert von qualitätsvoller Mobilität

  • ergibt sich für Hochschulen, ihre Studierenden, Lehrenden und ihr nicht-wissenschaftliches Personal gleichermaßen
  • Außenperspektiven
  • Erweiterung des persönlichen Horizonts
  • stärkere Positionierung der österreichischen Hochschulinstitutionen im globalen Umfeld

„Internationalisierung zu Hause“ – für Studierende, denen physische Mobilität nicht möglich ist.

Wirkungsbereich

  • Hochschulraum im Zuständigkeitsbereich des BMBWF
  • Verbindung zum Europäischen Forschungsraum durch die Einbindung der
    Early Stage Researcher

Zielgruppen:

  • Studierende
    Outgoings und Incomings: Credit– und Degree–Mobilität
    - Bachelor-, Master- und Doktoratsprogramme (Early Stage Researchers)
    - Studienaufenthalte und studienrelevante Praktika
  • Lehrende
    Incomings und Outgoings
  • Nicht-wissenschaftliches Personal

Zielinstitutionen:

  • öffentliche Universitäten
  • Fachhochschulen
  • Privatuniversitäten

16 Aktionslinien mit Zielen zur qualitativen Verbesserung der Hochschulmobilität samt Empfehlungen und Maßnahmen/Instrumenten:

- zu den RAHMENBEDINGUNGEN für physische Mobilität

Aktionslinie 1 - Mobilitätsstrategie/Internationalisierungsstrategie
Aktionslinie 2 – Curriculumsgestaltung
- Aktionslinie 2a – Curriculumsgestaltung/Mobilitätsfenster
- Aktionslinie 2b – Curriculumsgestaltung/Lernergebnisse
Aktionslinie 3 - Finanzierung des Auslandsaufenthaltes
Aktionslinie 4 - Soziale Dimension, unterrepräsentierte Gruppen
Aktionslinie 5 - Nationale Stellen, Verwaltung und Recht
Aktionslinie 6 - Vernetzung und Partnerschaften
Aktionslinie 7 - Qualitätssicherung und Qualitätssicherungsinstrumente
Aktionslinie 8 – Monitoring

- zur Phase VOR der physischen Mobilität

Aktionslinie 9 - Motivation und Beratung (vergleiche auch Aktionslinie 15)
Aktionslinie 10 - Information und Außenwirkung/Werbung
Aktionslinie 11 - Sprachliche und interkulturelle Vorbereitung
Aktionslinie 12 - Wohnung, Visa, Versicherung

- zur Phase WÄHREND der physischen Mobilität

Aktionslinie 13 - Willkommenskultur  und die Rolle der Verwaltung an Hochschulen

- zur Phase NACH der physischen Mobilität

Aktionslinie 14 - Anrechnung und Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen und karrierebezogene Anrechnung und Anerkennung von tätigkeitsbezogenen Lehr-, Vortrags-  und Forschungstätigkeiten
Aktionslinie 15 - Re-Integration, Reflexion und Nutzung der Mobilitätserfahrung, Alumni Aktivitäten, Weitergabe der Erfahrung
Aktionslinie 16 – „Internationalisierung zu Hause“

Quantitative Ziele

für die Studierenden-Outgoing-Credit-Mobilität:   

  • Bis 2025 sollen 30% bis 35% der jährlichen Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolviert haben. (Laut SOLA 2015 gibt es bei Studierenden ein Mobilitätspotenzial von ca. 33%.)
  • Bis zum Jahr 2018 sollen insgesamt 100.000 Studierende und bis zum Jahr 2021 bereits 120.000 Studierende von österreichischen Hochschulen an ERASMUS+ teilgenommen haben.

für die Lehrenden-Outgoing-Mobilität: 

  • In einem ersten Schritt sollen bis 2020 jährlich mindestens 4.500 Personen im Bereich des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals der österreichischen Universitäten einen tätigkeitsbezogenen Auslandsaufenthalt absolvieren.
    (Im Bereich der Fachhochschulen und Privatuniversitäten werden diesbezügliche Mobilitätsdaten derzeit nicht zentral erfasst, daher wird vorläufig auch kein quantitativer Zielwert festgesetzt.)

    Mit diesem Ziel wird die wichtige Rolle der Lehrenden als Motivatorinnen und Motivatoren und Multiplikatorinnen und Mulitplikatoren unterstrichen.

Monitoring der HMS
2018 – erster Zwischenbericht im Rahmen des Österr. Bologna Monitoring Berichts
2020 – Sonderausgabe des Österr. Bologna Monitoring Berichts – Zwischenbilanz
2025 – Studie zur Evaluierung der HMS

Die HMS ist als erster Schritt im Sinne einer Bestandsaufnahme und - daraus resultierend - konkreter akkordierter Maßnahmen im Rahmen der budgetären Möglichkeiten zu verstehen. Im Laufe des Umsetzungsprozesses wird es gegebenenfalls erforderlich sein, auf die jeweils aktuellen Entwicklungen zu reagieren, einzelne Maßnahmen, die ihre erwartete Wirkung  nicht erzielen, entsprechend zu adaptieren oder neue Maßnahmen aufzunehmen und die HMS damit weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zur HMS finden Sie hier im Bereich „Studium“.