Helsinki Group on Gender in Research and Innovation

Obwohl die Zahl der weiblichen Studierenden in Europa stetig wächst sind in der europäischen Forschungs- und Wissenschaftslandschaft Frauen nach wie vor unterrepräsentiert.

Um  dieser überproportionalen Benachteiligung von Frauen im europäischen Wissenschafts- und Forschungssystem entgegenzuwirken wurde 1999 die Helsinki Gruppe als beratendes Gremium der Europäischen Kommission eingerichtet. Die Helsinki Gruppe setzt sich aus Vertreter/innen von den EU Mitgliedstaaten und Assoziierten Staaten zusammen und hat  folgende Ziele:


• die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern im Bereich der Forschung 
  und Innovation in Europa voranzutreiben
• den Dialog und Erfahrungsaustausch über Maßnahmen und Strategien zur
  Förderung der Beteiligung von Frauen in Wissenschaft und Forschung auf
  lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene auszubauen
• die Europäische Kommission bei der Entwicklung vergleichbarer
  geschlechterspezifischer Statistiken und gender-sensitiver europäischer
  Indikatoren als Grundlage für eine bessere Bewertung der Beteiligung von
  Frauen an der europäischer Forschung zu unterstützen.

Rolle der Helsinki Gruppe im Europäischen Forschungsraum

Im Jahr 2000 hat die Europäische Kommission eine Mitteilung zur Schaffung eines Europäischen Forschungsraums (EFR) veröffentlicht. Zur Verwirklichung dieses „Europäischen Binnenmarkt des Wissens“ wurde 2012 die Rolle der Helsinki Gruppe als beratendes und unterstützendes Gremium der Europäischen Kommission noch stärker betont, da die Helsinki Gruppe nun federführend mit der Beobachtung der Umsetzung des im Europäischen Forschungsraums definierten Genderziels (Gleichstellung der Geschlechter und Berücksichtigung des Gleichstellungsaspekts in der Forschung) betraut wurde und mit ERAC, dem für die Beobachtung der Umsetzung des EFR zuständigen Gremiums, enger zusammenarbeiten wird. Die Umsetzung dieses EFR Genderziels obliegt den Mitgliedstaaten.

Arbeitsmethode

Die Helsinki Gruppe trifft zweimal im Jahr zusammen. Den Vorsitz hat die Europäische Kommission gemeinsam mit jenem Land welches die rotierende Ratspräsidentschaft innerhalb der Europäischen Union innehat. Die Helsinki Gruppe erstellt Positionspapiere hinsichtlich des Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020, unterstützt die Europäische Kommission beim EFR Monitoring bezüglich des Genderziels und bei der Erstellung der „She Figures“.

She Figures

Diese geben einen Überblick über die Situation von Frauen in Wissenschaft und Forschung in der Europäischen Union basierend auf Daten die alle 3 Jahre von der Generaldirektion Forschung und Innovation der Europäischen Kommission in Kooperation mit der Helsinki Gruppe und ihren statistischen Korrespondent/innen ausgewertet werden. 
 
SHE FIGURES-STATISTIKEN:

Konsultationspanel

Um den nationalen Input in die Helsinki Gruppe auf einer breiteren qualifizierten Basis zu erarbeiten und zugleich Informationen aus der Helsinki Gruppe auf nationaler Ebene bestmöglich zur Verfügung zu stellen, richteten die österreichischen Delegierten 2011 ein Konsultationspanel ein, in dem relevante Institutionen aus Hochschul- und Forschungspolitik sowie Forschungsförderung vertreten sind.  

Report: Gleichstellungspolitiken in der Öffentlichen Forschung

Auf Basis einer Erhebung unter den Mitgliedern der Helsinki Group wurde von der Europäischen Kommission ein Report zum Status Quo der „Gleichstellungspolitiken in der Öffentlichen Forschung“ veröffentlicht.

Europäische Kommission: Gleichstellungspolitiken in der Öffentlichen Forschung   

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