Fachhochschulen und Privatuniversitäten

Verankerung von Gleichstellung und Frauenförderung für Fachhochschulen und Privatuniversitäten

Die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Frauenförderung, die im Universitätsgesetz (UG) als leitende Grundsätze und Aufgaben einer Universität verankert sind, sind ein gesellschaftspolitischer Auftrag für alle Hochschulen. Die Gleichstellung und die Frauenförderung sind daher für alle Hochschulen und damit auch für privatrechtliche Angebote als wesentliche Ziele zu verstehen. Dementsprechend wurden durch das Qualitätssicherungsrahmengesetz (BGBl. I Nr. 74/2011) auch für Fachhochschulen und Privatuniversitäten die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Frauenförderung in die Bestimmungen aufgenommen, um einen geschlechtergerechten Reformprozess auch in diesen Hochschulbereichen anzustoßen. Die Ziele, Leitbilder und Aktivitäten der einzelnen Privatuniversitäten in Bezug auf Gleichstellung und Frauenförderung sind in den Satzungen zu verankern. Die Satzungen sind in geeigneter Weise zu veröffentlichen. Damit soll Transparenz geschaffen werden und auf die vielfältigen Aktivitäten von Privatuniversitäten aufmerksam gemacht werden.

Während für die öffentlich-rechtlichen Universitäten im UG eine 40% Quote für die Zusammensetzung der obersten Organe und weiterer Gremien explizit verankert ist, gilt es für die Fachhochschulen und Privatuniversitäten bei der Zusammensetzung derselben  „ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern anzustreben.“ (vgl. § 4 Abs. 5 PUG, § 2 Abs. 5 FHStG) Weiters ist für Fachhochschulen und Privatuniversitäten das Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) zu beachten.

AQ Austria – Verankerung der Gleichstellung und Frauenförderung bei der Qualitätssicherungsagentur

Die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) - eine Körperschaft des öffentlichen Rechts -  hat die gesetzliche Aufgabe, anhand eines formalen und transparenten Qualitätsprüfverfahrens anhand definierter Kriterien und Standarts Fachhochschulen und Privatuniversitäten und/oder deren Studien zu akkreditieren. Eine solche Akkreditierung führt zur staatlichen Anerkennung der Hochschule und/oder der Studien.

Auch für die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria wurden die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Frauenförderung im H-QSG verankert.
Die geschlechtergerechten Zusammensetzung der Organe der AQ Austria ist durch eine Quotenregelung, die eine Frauenquote von mindestens  45 % vorsieht, gewährleistet. (Anm.: Frauenquote in Gremien im B-GlBG idF BGBl. 153/2009 vom 30.12.2009 45%, idgF 50%)
Für Angestellte der Agentur ist zudem das  Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (BGBl. Nr. 100/1993) anzuwenden.

HP der AQ – Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (16.01.14)

Hochschul-Qualitätssicherungsgesetz (HS-QSG) idgF (16.01.14)

Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) idgF (16.01.14)

Bundes-Gleichbehandlungsgesetz idgF (16.01.14)

Privatuniversitätengesetz (PUG) idgF (16.01.14)

Fachhochschul-Studiengesetz (FHStG) idgF (16.01.14)