Universitäten

Sämtliche für die Universitäten relevanten Gleichstellungsbestimmungen finden sich im Universitätsgesetz 2002. Durch das UG wurden auch rechtliche Voraussetzungen für zahlreiche Gleichstellungsinstitutionen, sowie Frauenförderungs- und Gleichstellungspläne geschaffen.

Gleichstellungsbestimmungen des UG 2002

Das Universitätsgesetz 2002 (UG 2002) beinhaltet ein Rechtsschutzinstrumentarium (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Schiedskommission) und Frauenförderungsinstrumente zum Abbau strukturell bedingter Ungleichheiten sowie organisationsrechtliche Rahmenbedingungen für die Weiterführung bewährter Einrichtungen, wie etwa die Koordinationsstellen für Frauen- und Geschlechterforschung oder der Kinderbüros. Ein wichtiges Gleichstellungsinstrument ist die Verpflichtung der autonomen Universität, einen Frauenförderungsplan und Gleichstellungsplan zu erlassen.

Die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen zur Gleichbehandlung und Frauenförderung ist Aufgabe der Universität.

Die Bestimmungen im Einzelnen

Im UG sind die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Studium oder Beruf mit Betreuungspflichten für Kinder und plegebedürftige Angehörige als leitende Grundsätze (§ 2 Z 9, 13) verankert. Die Gleichstellung von Frauen und Männern als auch die Frauenförderung sind als Aufgaben (§ 3 Z 9) festgelegt. Ebenso hat die Satzung der jeweiligen Universität (§ 19 Abs. 2 Z 6) die Erlassung eines Frauenförderungsplanes und die Einrichtung einer Organisationseinheit zur Koordination der Aufgaben der Gleichstellung, der Frauenförderung sowie der Geschlechterforschung vorzusehen (§ 19 Abs. 2 Z 7). § 41 UG regelt das Frauenförderungsgebot, § 42 die Rechte und Pflichten des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen, § 43 die Schiedskommission und § 44 die Anwendung des Bundes-Gleichbehandlungsgesetzes (B-GlBG).

Seit 14. Januar 2015 haben jedem universitären Kollegialorgan und Gremium mindestens 50% Frauen anzugehören. Dies ist in den einzelnen Bestimmungen zu den jeweiligen Kollegialorganen und Gremien vorgesehen. Diese geschlechtergerechte Zusammensetzung von Kollegialorganen und Gremien erfolgt in Anlehnung an § 11 Abs. 2 Z 3 B-GlBG, der die verpflichtende Anwendung einer bestimmten Frauenquote vorsieht. Seit der Änderung des B-GlBG durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 140/2011 beträgt die einzuhaltende Frauenquote 50%.

§ 21 Abs. 13 UG regelt die jährliche Berichtspflicht der Universitätsräte. Dieser jährliche Bericht hat u.a. auch einen Bericht über die Maßnahmen im Zusammenhang mit der geschlechtergerechten Zusammensetzung der universitären Kollegialorgane der geschlechtergerechten Zusammensetzung der universitären Kollegialorgane sowie ggf. eine Begründung der Nichterreichung der 50% Frauenquote zu enthalten.

Die Bundesministerin oder der Bundesminister hat die Umsetzung der geschlechtergerechten Zusammensetzung von universitären Kollegialorganen in geeigneter Form auf der Homepage des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zu veröffentlichen.

Universitätsgesetz (UG) idgF (19.01.15)
Bundes-Gleichbehandlungsgesetz idgF (16.01.14)
Bericht zur Umsetzung der Frauenquote in universitären Gremien mit Umsetzungsstichtag 31.12. 2014

Koordinationsstellen für Gleichstellung und Geschlechterforschung der Universitäten

Plattform der Einrichtungen für Frauenförderung und Geschlechterforschung an den österreichischen Universitäten

Universität Wien
Referat Genderforschung
Referat Frauenförderung und Gleichstellung

Universität Graz
Koordinationsstelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung

Universität Innsbruck
Büro für Gleichstellung und Gender Studies

Medizinische Universität Wien
Gender Mainstreaming

Medizinische Universität Graz
GENDER:UNIT

Medizinische Universität Innsbruck
Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung

Universität Salzburg
gendup. Zentrum für Gender Studies und Frauenförderung

Technische Universität Wien
Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies

Technische Universität Graz
Büro für Gleichstellung und Frauenförderung

Montanuniversität Leoben
Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung

Universität für Bodenkultur Wien
Koordinationsstelle für Gleichstellung und Gender Studies

Wirtschaftsuniversität Wien
Abteilung für Gender und Diversitätsmanagement

Universität Linz
Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Johannes-Kepler Universität Linz

Universität Klagenfurt
Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien

Universität für Weiterbildung Krems
Stabestelle für Gleichtstellung und Gender Studies

Universität für angewandte Kunst Wien
Abteilung für Genderangelegenheiten

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Koordinationsstelle für Frauenföderung und Gender Studies

Universität Mozarteum Salzburg
Koordinationsstelle für Gleichstellung und Gender Studies

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Zentrum für Genderforschung

Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz
Koordinationsstelle für Genderfragen

Akademie der bildenden Künste Wien
Büro für Geschlechtergleichstellung und Geschlechterforschung

Gleichstellungspläne der Universitäten

Im Zuge der UG Novelle vom 13. Januar 2015 wurde die Verpflichtung der autonomen Universität, einen Gleichstellungsplan zu erlassen, gesetzlich verankert. 

Universität Salzburg
Technische Universität Wien