Gleichstellungsziel im Rahmen der Wirkungsziele im Verwaltungsbereich Wissenschaft und Forschung

Die erste Etappe der Haushaltsrechtsreform machte grundlegende Veränderungen notwendig: Bei der Budgetierung sind fünf Wirkungsziele zu definieren, wovon eines ein Genderziel sein soll.

Die Wirkungsziele beschreiben einen angestrebten, zukünftigen Zustand im Kompetenzfeld eines Ressorts bzw. obersten Organs. Die Wirkungsziele zeigen auf, welche Ergebnisse die Politik mittel- bis langfristig in der Gesellschaft anstrebt. Sie bilden den Ausgangspunkt für das jährliche Arbeitsprogramm in den Ministerien und Dienststellen. Ab 2014 werden jährlich die tatsächlich erzielten Ergebnisse dem Nationalrat berichtet.

Durch diese Wirkungsziele sollen sich einerseits die Bürger ein besseres Bild über den Einsatz ihres Steuergeldes machen können, anderseits können die Abgeordneten künftig von den Ministerinnen und Minister die Einhaltung konkreter Ziele einfordern. Eine Wirkungscontrollingstelle im Bundeskanzleramt koordiniert und unterstützt die Ressorts beim ressortinternen, wirkungsorientierten Steuerungsprozess.

Als Gender- bzw. Gleichstellungsziel des BMBFW wurde das Wirkungsziel 4 „Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in Führungspositionen und Gremien sowie beim wissenschaftlichen/künstlerischen Nachwuchs“ festgelegt.

Dieses Ziel wurde gewählt, da Datenanalysen (Gender Monitoring), strategische Dokumente (Regierungsprogramm, Nationaler Aktionsplan Gleichstellung, EU-Übereinkommen) und gesetzliche Vorgaben nahelegten, dass im Bereich der Wissenschaft und Forschung insbesondere ab dem Doktorat  und speziell in universitären Führungspositionen und Gremien ein spezifischer Förderungsbedarf gegeben ist.

Link zu den Wirkungszielen der Ressorts


Der Wirkungsorientierung ist nach § 2 Abs 1 BHG (Bundeshaushaltsgesetz) „insbesondere auch unter Berücksichtigung des Ziels der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern als integraler Bestandteil der Haushaltsführung von allen Organen der Haushaltsführung (…) Rechnung zu tragen. Vom Grundsatz der Wirkungsorientierung umfasst sind insbesondere die mittelfristige und jährliche Haushaltsplanung, das Wirkungscontrolling, [sowie] die wirkungsorientierte Folgenabschätzung bei Regelungsvorhaben (…).“