Glossar

Diversity
Diversität/Diversity bedeutet „Unterschiedlichkeit“ und bezieht sich auf die Heterogenität bzw. Vielfältigkeit einer Gruppe. Der Begriff wird mit Blick auf das darin steckende Potenzial verwendet und setzt auf einen verantwortungsvollen Umgang und die Nicht-Diskriminierung in den Bereichen Geschlecht, Alter, Religion, Weltanschauung, ethnische Zugehörigkeit oder sexuelle Orientierung. Umsichtiger Umgang mit Diversität ist der Ausgangspunkt für Chancengleichheit  z.B. des sozialen Geschlechts (Gendergleichheit).

Gender
Unter Gender versteht man das soziale bzw. psychologische Geschlecht einer Person im Unterschied zum biologischen Geschlecht. Im Deutschen hat das Wort Geschlecht sowohl soziale wie auch biologische Bedeutungen, weswegen der Begriff Gender aus dem Englischen übernommen wird, wenn Geschlecht nur als soziale Kategorie gemeint ist.
 
Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming besteht in der (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse, mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteure und Akteurinnen den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen selbstverständlich einnehmen.
 
Gender Budgeting
Gender Budgeting ist das finanzpolitische Instrumentarium der gleichstellungspolitischen Strategie des Gender Mainstreaming. Es braucht dazu keinen zusätzlichen Budgetposten, sondern nur eine Umstrukturierungen von Einnahmen und Ausgaben unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen und Männern. Geschlechterspezifische Auswirkungen von Budgetentscheidungen, sowohl einnahmenseitig (Steuern, Abgaben etc.) als auch ausgabenseitig (Förderungen, Zuteilung von Mitteln etc.), werden analysiert und bewusst eingesetzt. Gender Budgeting ist ein wirkungsvolles Analyse- und Steuerungsinstrument, das Geschlechtergerechtigkeit durch eine veränderte Haushaltsführung bzw. -politik mitherstellt.
 
Frauenförderung und Diskriminierung
Frauenförderung zielt auf die Erhöhung der Chancen von Frauen in bestimmten Bereichen, in denen sie gegenüber Männern noch immer unterrepräsentiert sind oder diskriminiert werden. Diskriminierung auf Grund des Geschlechtes bedeutet eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung bzw. Benachteiligung. Eine vorübergehende Ungleichbehandlung aufgrund des Geschlechts ist nur dann zulässig, wenn sie dem Ziel dient, endlich eine gendergerechte Ausgangssituation herbeizuführen. Konkrete Vorgaben für den Bundesbereich finden sich u.a. im Bundes-Gleichbehandlungsgesetz und in den Frauenförderungsplänen der Bundesministerien.