Vizekanzler Reinhold Mitterlehner zum internationalen Frauentag

Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Wahlfreiheit verbessern - Wichtigere Rolle von Frauen im Berufsleben stärkt Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort

"Frauen gewinnen in Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Damit geht der Trend in die richtige Richtung, obwohl es weiteren Verbesserungs- und Handlungsbedarf gibt", sagt Vizekanzler und Bundesminister Reinhold Mitterlehner anlässlich des internationalen Frauentags am achten März. "Jede Gründerin, Wissenschaftlerin, Forscherin, Selbstständige und unselbstständig Beschäftigte leistet einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg und zum Wohlstand Österreichs. Auch bei den Studierenden liegt der Frauenanteil bereits bei 53 Prozent", betont Mitterlehner. Umso wichtiger sei die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Wesentlich für die berufliche Karriere von Frauen ist eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Daher haben wir den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen deutlich beschleunigt und legen einen Schwerpunkt auf Plätze für Unter-Dreijährige. Jedes Jahr gibt es tausende neue Kinderbetreuungsplätze. Das sichert auch die Wahlfreiheit, rascher ins Berufsleben einzusteigen oder bei den Kindern zu Hause sein zu wollen", betont Mitterlehner. Auch die Universitäten müssen künftig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Universitätsangestellte und Studierende in ihren leitenden Grundsätzen verankern. Weiters ist für alle universitären Kollegialorgane ein Frauenanteil von mindestens 50 Prozent vorgesehen.

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, hat die Bundesregierung eine Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils in den Aufsichtsgremien staatsnaher Unternehmen mit einem Bundesanteil von zumindest 50 Prozent beschlossen. Auch hier stimmt der Trend: Laut Fortschrittsbericht ist der Frauenanteil im Schnitt auf 37 Prozent gestiegen. "Darüber hinaus setzen wir auch auf Maßnahmen, die direkt bei qualifizierten Frauen ansetzen", sagt Mitterlehner unter Verweis auf das vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit WKÖ und IV geschaffene Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen".

In der Forschung unterstützt das BMBWF sieben Laura Bassi Zentren, die alle von Frauen geleitet werden. Namensgeberin ist Laura Bassi, die 1733 als erste Frau Europas Universitätsprofessorin wurde. Geforscht wird seit 2009 in den Bereichen Medizin, Life Sciences und IT. An den Zentren sind insgesamt 18 Unternehmen beteiligt, davon rund ein Drittel Firmen aus dem Ausland. Das BMBWF fördert das Laura Bassi Programm mit insgesamt 15 Millionen Euro.

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