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Forschungs-„Input“ im Bundesländervergleich

Ausgehend von den gesamtösterreichischen Aufwendungen für Forschung und Technologieentwicklung, wird die Verteilung auf die einzelnen Bundesländern dargestellt. Es zeigt sich, dass je nach Bundesland unterschiedliche Akteure bzw. Sektoren (bspw. Bund, Länder, Unternehmen, …) die wichtigsten Geldgeber für Forschung sind. Die Forschungsquote ist eine Kennzahl für die Forschungsaktivität einer Region.

Die gesamtösterreichischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) werden im Jahr 2019, auf Basis der aktuellen Globalschätzung der Statistik Austria, voraussichtlich 12,8 Milliarden Euro betragen (mit Stand April 2019). Die prognostizierte F&E-Quote (Bruttoinlandsausgaben für F&E im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt) liegt damit bei 3,19 Prozent (+0,02 Prozent gegenüber 2018) und somit über dem europäischen Zielwert von 3 Prozent für 2020.

Mit vorrausichtlich 49,0 Prozent (rd. 6,3 Milliarden Euro) wird der größte Anteil der gesamten Bruttoinlandsausgaben für F&E von heimischen Unternehmen finanziert (2018: 49,5 Prozent bzw. 6,1 Milliarden Euro). Die geschätzte Finanzierungsleistung des öffentlichen Sektors beträgt rd. 4,3 Milliarden Euro, was mehr als einem Drittel (33,9 Prozent) der gesamten F&E-Ausgaben entspricht. Der größte Teil entfällt auf den Bund (rd. 3,8 Milliarden Euro +3,4 Prozent zu 2018). Der Finanzierungsanteil der Bundesländer beträgt voraussichtlich 3,9 Prozent (rd. 500 Millionen Euro). Rund 2,0 Milliarden Euro stammen aus dem Ausland (überwiegend Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen in ihren österreichischen Töchtern sowie Rückflüsse aus EU-Forschungsprogrammen), was einem Anteil von 15,6 Prozent entspricht.
Neben den oben angeführten aktuellen Schätzungen werden diese Daten für die Bundesländer bei der F&E-Erhebung durch die Statistik Austria alle 2 Jahre erstellt. Die letzten erhobenen Daten beziehen sich auf das Jahr 2017 (siehe Grafiken).

Ausgaben und Finanzierung von F&E für Österreich 2017

Ausgaben und Finanzierung von F&E für Österreich 2017

Mit Gesamtausgaben in F&E von 11,3 Milliarden Euro im Jahr 2017 erreichte Österreich eine Forschungsquote von 3,05 Prozent des BRP. Wie aus obiger Abbildung ablesbar trug der Bund ca. 25 Prozent, die Länder mit Gemeinden und Privaten ca. 4 Prozent, die EU knapp 2 Prozent sowie die Unternehmen inklusive Ausland ca. 70 Prozent zur Finanzierung bei. In die Grundlagenforschung wurden ca. 18 Prozent, in die angewandte Forschung ca. 33 Prozent sowie in die experimentelle Entwicklung ca. 48 Prozent investiert. Unter der Annahme, dass der öffentliche Sektor vorwiegend die Grundlagenforschung und Unternehmen vorwiegend die experimentelle Entwicklung finanziert, lässt sich erkennen, dass durch den öffentlichen Sektor ca. 45 Prozent der angewandten Forschung und durch den Unternehmenssektor ca. 55 Prozent davon finanziert werden.

F&E-Quote 2017 der Bundesländer und Österreichs im Vergleich

Bruttoregionalausgaben für F&E im Verhältnis zum Bruttoregionalprodukt

Bruttoregionalausgaben für F&E im Verhältnis zum Bruttoregionalprodukt

Hinweis

Die regionale Zuordnung der Erhebungseinheiten, auch der Unternehmen des firmeneigenen Bereichs, erfolgte ausschließlich nach dem Bundesland, in dem sich der Hauptstandort befindet (Standardauswertung). Daher ergeben sich andere F&E-Quoten als im Rahmen der verfeinerten Regionalauswertung, für die die Erhebungseinheiten, welche in mehr als einem Bundesland F&E durchführten, die Aufteilung der F&E-Ausgaben zu den Bundesländern, in denen sich die F&E-Standorte befinden, erfolgte (für Details siehe Statistik Austria).

Kontakt

Stabsstelle Standortpolitik
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