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Beteiligung an Internationalisierungsinitiativen der EU

Neben den von Österreich selbst initiierten internationalen Aktivitäten gewinnen Strategien und Projekte, die auf EU-Ebene entwickelt und umgesetzt werden, ebenfalls an Bedeutung für die inner- und außereuropäische Positionierung Österreichs in Forschung, Technologie und Innovation (FTI). Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) beteiligt sich direkt oder über Unterstützung österreichischer Projektteilnahmen intensiv an diesen Initiativen, um österreichischen FTI-Einrichtungen die Teilnahme an internationalen Projekten und Netzwerken zu ermöglichen. Diese Aktivitäten reichen vom Ausbau des forschungsaußenpolitischen Dialogs über die Durchführung gemeinsamer Ausschreibungen für multilaterale Forschungsprojekte bis hin zur Beratung der Europäischen Kommission und des Rates der EUin Fragen der internationalen FTI-Kooperation.

ERA.NET Projekte

„European Research Area Network“ oder sogenannte ERA.NET Projekte sind Maßnahmen zur Koordinierung nationaler und regionaler Forschungsprogramme mit dem Ziel der Bündelung und Stärkung des Europäischen Forschungsraums. Wesentliche Elemente solcher Projekte sind gemeinsame, koordinierte Forschungsausschreibungen von Fördereinrichtungen aus verschiedenen europäischen Ländern (und gegebenenfalls Partnern aus Drittländern). Abgesehen von thematisch fokussierten ERA.NETs werden auch eine Reihe von Projekten mit regionalem Fokus implementiert, an denen das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) bzw. österreichische FTI-Einrichtungen entsprechend der regionalen Schwerpunktsetzung (z.B. Westbalkan, in Russland, Afrika, Indien, etc.) aktiv beteiligt waren bzw. sind.

Makroregionale Strategien

Makroregionale Strategien stehen in engem Zusammenhang mit der Leitinitiative EUROPA 2020 für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum und zielen inhaltlich auf eine stärkere regionale Kooperation und Koordination ab. Vier derartige Strategien wurden bis dato beschlossen: für den baltischen Raum (EUSBSR), den Donauraum (EUSDR), den adriatisch-ionischen Raum (EUSAIR) und den Alpenraum (EUSALP).

Österreich wirkt seit 2012 aktiv an der Umsetzung der EU-Strategie für den Donauraum mit, um die Zusammenarbeit mit den beteiligten 13 Partnerländern unter diesem strategischen Dach mit dieser für Österreich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch wissenschaftlich wichtigen Kooperationsregion weiter auszubauen.
In der Ende 2015 lancierten EU-Strategie für den Alpenraum liegt der Schwerpunkt  auf dem Aufbau der Kooperations- und Koordinationsstrukturen, und Österreich nutzt hier eine weitere Gelegenheit mit wichtigen Partnern in der Nachbarschaft engere Verbindungen im Bereich Forschung und Innovation einzugehen.

SFIC

Das “Strategic Forum for International Science and Technology Cooperation“ (SFIC), an dem das BMBWF gemeinsam mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) teilnimmt ist ein Beratungsgremium für die Europäische Kommission und den Rat der EU für Fragen der Schwerpunktsetzung im Bereich der internationalen Kooperation in Forschung, Technologie und Innovation. SFIC befasst sich u.a. mit Möglichkeiten der koordinierten internationalen Forschungskooperation interessierter EU-Mitgliedsstaaten, führt internationale Awareness-Maßnahmen für den Forschungsstandort Europa durch und unterstützt die Umsetzung der Strategie für internationale Forschungskooperation der Europäischen Kommission. Darüber hinaus ist SFIC auch in die Implementierung der European Research Area Roadmap (ERA Priority 6 – International Co-operation) systematisch eingebunden.

Regionale Dialoge

Das BMBWF beteiligt sich an den von der Europäischen Kommission gemeinsam mit den EU-Mitgliedsstaaten geführten politischen Dialogen im FTI-Bereich mit Asien (ASEM), Lateinamerika, Afrika, Indien und der Mittelmeerregion. In diesem Rahmen werden regionale Kooperationspotentiale diskutiert und gemeinsame Strategien entwickelt sowie Synergien mit anderen Gemeinschaftspolitiken bzw. mit Aktivitäten der EU-Mitgliedsstaaten angestrebt.