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EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)

Die seit 2011 bestehende EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) setzt es sich zum Ziel, die Entwicklung der Donauraumregion voranzutreiben. Das BMBWF hat im Rahmen der EUSDR gemeinsam mit dem BMASGK und in Zusammenarbeit mit der Republik Moldau die Koordination des Prioritätsbereichs 9 „Investitionen in Menschen und Qualifikationen“ inne.

Die EU-Donauraumstrategie (EUSDR) wurde im Auftrag des Europäischen Rates (ER) von der Europäischen Kommission (EK) in einem kooperativen Prozess erarbeitet und im Dezember 2010 als Mitteilung der EK (inklusive  einem Aktionsplan) beschlossen. Seit ihrer Annahme durch den Rat für Allgemeine Angelegenheiten im April 2011 sowie im Europäischen Rat im Juni 2011 wird die Strategie im Donauraum umgesetzt. 

Das übergeordnete Ziel der Donauraumstrategie ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern des Donauraums bis 2020 bessere Chancen auf Bildung, Beschäftigung und Wohlstand in ihrer Heimatregion zu ermöglichen. Dieses Ziel der EUSDR soll durch eine effizientere Nutzung bereits vorhandener Strukturen und Ressourcen sowie durch ein koordiniertes Vorgehen in der Abstimmung von Politiken unterschiedlicher Ebenen, verschiedener sektoraler Strategien und Finanzierungsinstrumente erreicht werden. 

Neben Österreich nehmen an der EUSDR noch dreizehn andere Staaten teil, nämlich Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland (Baden-Württemberg und Bayern), Kroatien, Moldau, Montenegro, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine (westliche Regionen) und Ungarn. Zur allgemeinen, horizontalen Abstimmung wurden in den einzelnen Staaten nationale Koordinatoren (National Coordinators - NC) eingerichtet (in Österreich: BMNT und BMEIA).

Die Umsetzung der Strategie erfolgt in vier thematischen Säulen (Anbindung, Umweltschutz, Wohlstand, Stärkung), die in elf Prioritätsbereiche (Priority Areas - PA) untergliedert sind. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt direkt bei den Donauanrainerstaaten. Auf Ebene der elf Prioritätsfelder wurden Priority Area Coordinators (PACs) identifiziert. 

Für drei Prioritätsfelder sind österreichische Institutionen als Prioritätskoordinatoren (Priority Area Coordinators, kurz PAC) tätig. Der Prioritätsbereich 9 " Menschen und Qualifikationen" wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) in Kooperation mit der Republik Moldau geleitet. In ihrer Koordinierungsrolle werden die PACs durch eine  „Steering Group“ bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der 14 Staaten, internationaler Agenturen und der EK unterstützt. Gemeinsam wird ein themenspezifisches Arbeitsprogramm umgesetzt.

Der Prioritätsbereich 9 befasst sich im Wesentlichen mit (insbesondere voruniversitärer) Bildung, Arbeitsmarktpolitik und marginalisierten Gruppen. Inhaltliche Schwerpunkte im Bereich Bildung betreffen die Qualität und Effizienz von Bildungssystemen, die Förderung von  Kreativität und Unternehmertum, Lebenslanges Lernen und Mobilität sowie die Steigerung von Chancengerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und aktiver Bürgerbeteiligung.

In  diesem Rahmen werden regelmäßig thematische Workshops und Vernetzungsveranstaltungen mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Staaten des Donauraums abgehalten und an der Weiterentwicklung und Initiierung von grenzüberschreitenden Kooperationen und Projekten gearbeitet. Mehr dazu ist auf der Website der PA9 nachzulesen.  

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Inhaltlicher Stand: 06.04.2018