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Pädagogik-Paket

Das 2018 im Ministerrat beschlossene „Pädagogik-Paket“ bündelt fünf zentrale Maßnahmen, die in der Volksschule, der (Neuen) Mittelschule, in allen AHS-Unterstufen und auch in der Sekundarstufe II den kompetenzorientierten Unterricht österreichweit intensivieren werden.

1) Klare Schuleingangskriterien und förderorientierte Diagnostik

In der 2018 erlassenen Schulreifeverordnung sind erstmals österreichweit einheitliche Kriterien zur Überprüfung der Schulreife festgelegt. Mit dem neuen Schuleingangsscreening wurde ein Instrument zur förderorientierten Diagnostik entwickelt, mit dem jene Fertigkeiten bei Kindern im Zuge der Schülereinschreibung festgestellt werden können, die für den Schuleintritt relevant sind. Das Schuleingangsscreening unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen bei der Einschätzung der Schulreife und liefert zusätzlich wichtige Informationen über einen allfälligen Förderbedarf.

2) Kompetenzorientierte Lehrpläne in der Volksschule und in der Sekundarstufe I

Die neuen Lehrpläne für Volksschulen und die Sekundarstufe I – (Neue) Mittelschule und Unterstufe der AHS – bilden den Wandel vom lehrstofforientierten zum kompetenzorientierten Unterricht ab. Die Lehrpläne sind inhaltlich kohärent und aufeinander abgestimmt. Sie erleichtern dadurch einen fließenden Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I. Durch ihre konsequente Neuausrichtung auf bestimmte Kompetenzen bieten sie größere Freiräume für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Unterrichtsgestaltung. Mit den neuen Lehrplänen soll eine umfassende (reflexive) Grundbildung sichergestellt werden.

Der stärkere Fokus auf fächerübergreifende Themen forciert die Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern über Fachgrenzen hinweg.

3)  Die neue Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO)

Die neue Leistungsbeurteilungsverordnung ist auf den kompetenzorientierten Unterricht hin ausgerichtetund verknüpft die Lehrpläne und mit der Leistungsbeurteilung. Sie verbindet – unter Berücksichtigung von Kompetenzrastern – die Leistungsfeststellung mit einer lernförderlichen Rückmeldung zu erworbenen Kompetenzen und schafft die Grundlage für eine transparente Leistungsbeurteilung.

4) Die individuelle Kompetenzmessung (iKMPLUS)

Die  iKMPLUS stellt eine Weiterentwicklung der Bildungsstandardüberprüfungen (BIST-Ü) und der Informellen Kompetenzmessung (IKM) dar und wird diese ab dem Schuljahr 2021/22 ablösen und ergänzen.

Als standardisiertes Instrument dient die iKMPLUS der Erhebung des Lernstands von Schülerinnen und Schülern in ausgewählten Kompetenzbereichen der Unterrichtsfächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Die Ergebnisse unterstützen die Pädagoginnen und Pädagogen in ihren Planungen für die individuelle Förderung und die Unterrichtsentwicklung. Gleichzeitig schaffen die Ergebnisse eine umfassende Datenbasis für das Schulqualitätsmanagement und das Bildungsmonitoring.

Siehe auch

5) Bildungspflicht

Mit der  Bildungspflicht soll sichergestellt werden, dass nach Möglichkeit alle Schülerinnen und Schüler Mindeststandards in Deutsch, Englisch und Mathematik erreichen. Dazu ist vor allem eine gezielte Förderung der Schülerinnen und Schüler während der allgemeinen Schulpflicht notwendig. Für Schülerinnen und Schüler, die für das Erreichen der Mindeststandards mehr Zeit benötigen, werden auch nach Ende der allgemeinen Schulpflicht geeignete, verpflichtende Angebote in den Bildungsregionen zum Erwerb von Basiskompetenzen in Deutsch, Englisch und Mathematik geschaffen.

Die Broschüre zum Pädagogik-Paket können Sie auf unserer Website als barrierefreies Dokument herunterladen oder als Printversion im Publikationenshop des BMBWF bestellen

Links

Download

Broschüre Pädagogik-Paket (PDF, 691 KB)