Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Internationale Forschungseinrichtungen

Die Teilnahme an internationalen Großforschungseinrichtungen und Forschungsnetzwerken sichert Österreich den Zugang zu neuem Wissen. Das internationale Kernforschungszentrum CERN nimmt dabei knapp drei Viertel des dafür verfügbaren Gesamtbudgets in Anspruch.

Die internationale Anbindung sichern

Die Forschungssektion des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) vertritt Österreich in internationalen forschungsrelevanten Gremien wie jenen der Europäischen Union, der OECD (im für Wissenschafts- und Technologiepolitik zuständigen Ausschuss CSTP und im Global Science Forum) oder den Vereinten Nationen, und ermöglicht durch Teilnahme an internationalen Großforschungseinrichtungen und Forschungsnetzwerken wie CERN, ESRF, WMO oder EMBL der österreichischen Scientific Community den Zugang zu neuem Wissen und Forschungsmöglichkeiten.

Rund 30 Millionen Euro wendet das BMBWF, verwaltet durch die Forschungssektion, für die Mitgliedschaft in internationalen Forschungseinrichtungen auf.

  • Mehr als die Hälfte (ca. 21,6 M€) entfallen auf den Mitgliedsbeitrag zum Europäischen Kernforschungszentrum CERN, um Forschung an den grundlegenden Fragen zum Aufbau der Materie und ihren Elementarteilchen zu ermöglichen (inkl. Verwaltungskosten, Gehälter und Pensionen der CERN Angestellten); hinzu kommen anteilige Kosten an der Beteiligung der CERN Experimente von ca. 500.000 Euro p.a. (verfügbar ab Mitte Juli sind Link CERN Jahresabschluss 2018, CERN Jahresabschluss Pensionsfonds 2018) sowie die CERN-Stipendien von ca. 600.000 € p.a..
  • Mitgliedschaft beim European Southern Observatory (ESO) mit Verwaltungssitz in Deutschland  und Observatorien in Chile (anteilige Kosten 2019: ca. 6 Millionen Euro inkl. anteilige Investitionskosten für das neue Großteleskop ELT).
  • Für die Mitgliedschaften an der European Molecular Biology Conference EMBC und für das European Molelcular Biology Laboratory EMBL mit Sitz in Heidelberg sind ca. 3 Millionen Euro vorgesehen.
  • Die European Synchrotron Radiation Facility (ESRF, ca. 1,9 M€), der Hochflussreaktor ILL in Grenoble (2,5 M€) und das italienische Synchrotronforschungszentrum ELETTRA sind weitere Großforschungseinrichtungen im Portfolio für internationale Wissenschaftszusammenarbeit der Forschungssektion.
  • Darüber hinaus finanziert sie die Arbeit von Organisationen und Netzwerken, wie der World Meteorological Organization und GRID, quasi die Nachfolgetechnologie des Internets zur Vernetzung von Datenspeicher- und Datenbearbeitungskapazitäten ("Ihr Supercomputer aus der Steckdose").

Österreich ist auch Sitz von Zentren des internationalen Wissenschaftsbetriebs, die vom BMBWF mitgetragen werden, darunter etwa das „International Institute for Applied Systems Analysis“ (IIASA) und die Salzburg Medical Seminars International:

Das „International Institute for Applied Systems Analysis“ (IIASA) in Laxenburg führt interdisziplinäre wissenschaftliche Studien über globalen Wandel in den Bereichen Energie, Ökologie, Übergang zu neuen Technologien, Demographie, u.a. und die Auswirkungen auf den Menschen durch. Es zählt zu den weltweit renommiertesten ThinkTanks. Die Forscher/innen am IIASA generieren durch den Einsatz innovativer wissenschaftlicher Methoden Erkenntnisse, die für Politik und Forschung gleichermaßen von Bedeutung sind.  Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vertritt als nationale Mitgliedsorganisation die österreichischen Interessen im Steuerungsgremium des IIASA. Das BMBWF ermöglicht ausgewählten Nachwuchsforschenden die Teilnahme am jährlichen 3monatigen „Young Scientists Summer Program“ des IIASA.

Die „Salzburg Medical Seminars International“ sind ein Fortbildungsprogramm für Mediziner und Medizinerinnen v.a. aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Die thematischen Seminare werden von US-amerikanischen und österreichischen Top-Medizinerinnen und -medizinern ohne Honorar (pro bono) gemeinsam geleitet. Die Salzburg Medical Seminars International tragen wesentlich zum Kapazitätsaufbau und zur Reduktion des Brain Drain in den Herkunftsländern der Teilnehmenden bei und helfen zugleich die Positionierung Österreichs als zentrale Drehscheibe insbesondere für Ost- und Südosteuropa zu festigen.

Links: